Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Es soll so weitergehen: Orderfülle bläst Nordex auf Rekordkurs

Nach Jahren der Krise atmet der Windturbinenbauer Nordex seit einiger Zeit wieder durch. Erneut erklärt das Unternehmen seine Ziele als zu niedrig angesetzt. An der Börse startet das Papier durch.

Der Windturbinenbauer Nordex hat einmal mehr seine Ziele angehoben. Der seit Juni amtierende Firmenchef Lars Bondo Krogsgaard peilt nun einen Umsatzanstieg auf 2,3 Milliarden bis 2,4 Milliarden Euro an. Auch der prognostizierte Auftragseingang wurde nach oben korrigiert. Lebhaft war die Nachfrage vor allem aus Europa und Südafrika. Dort erzielt das Unternehmen fast 90 Prozent des Umsatzes. Und der Rekordkurs soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

"Wir wachsen zurzeit im Vergleich zur Windindustrie überdurchschnittlich", sagte Krogsgaard. Nordex hatte zuletzt angekündigt, von der spanischen Acciona für insgesamt 785 Millionen Euro deren Windkraft-Tochter zu übernehmen. Im Gegenzug werden die Spanier Großaktionär. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2016 über die Bühne gehen.

Perfekte Kombination

Beide Unternehme ergänzten sich nahezu perfekt, sagte Konzernchef Krogsgaard. Während Nordex stark sei in Europa und den USA, sei Acciona Windpower in den Schwellenländern gut positioniert. "So können wir in Zukunft in noch mehr Märkten besser ins Geschäft kommen und mögliche Schwankungen der regionalen Nachfrage ausgleichen."

Im dritten Quartal schnellten die Erlöse dank florierender Geschäfte in Europa und Südafrika um 50 Prozent auf 686 Millionen Euro nach oben. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg von knapp 23 Millionen auf mehr als auf 36 Millionen Euro. Der Auftragsbestand per Ende September lag mit 1,8 Milliarden Euro fast ein Drittel über dem Vorjahreswert.

Aktie erklimmt Mehr-Jahres-Hoch

Neben den optimistischeren Jahresprognosen für den Umsatz rechnet er im vierten Quartal auch mit einem guten Neugeschäft und erhöhte daher auch die Erwartungen für den Auftragseingang. Die operative Umsatzrendite soll unverändert fünf bis sechs Prozent erreichen.

Die Nordex-Aktien stiegen im TecDax zeitweise um 2,9 Prozent und waren mit 31,36 Euro so teuer wie zuletzt vor etwa siebeneinhalb Jahren. Der Windturbinenbauer war 2013 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Neben Einsparungen ermöglichten dies die florierenden Geschäfte in Europa und Amerika.

Der Konzern mit Sitz in Rostock beschäftigt weltweit mehr als 3000 Mitarbeiter. Insgesamt hat das Unternehmen Turbinen mit einer Leistung von gut 10,7 Gigawatt installiert. Weltweit drehen sich mehr als 6000 Aggregate aus Rostock.

Quelle: n-tv.de

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