Wirtschaft
PSA ist noch zu sehr vom europäischen Markt abhängig.
PSA ist noch zu sehr vom europäischen Markt abhängig.(Foto: dapd)

Südeuropa-Geschäft schwach: Peugeot-Absatz bricht ein

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat ein sehr schwieriges Jahr hinter sich. Der Konzern verkauft im Vergleich zu 2011 fast ein Fünftel weniger Fahrzeuge. Einen massiven Einbruch gibt vor allem in Südeuropa und auf dem Heimatmarkt.

Die Verkaufszahlen des angeschlagenen französischen Autobauers PSA Peugeot Citroën sind im vergangenen Jahr weltweit um 16,5 Prozent zurückgegangen. Grund seien die Absatzschwierigkeiten in Südeuropa und im eigenen Land sowie die Sanktionen gegen den Iran, teilte das Unternehmen mit.

Weltweit verkaufte PSA demnach 2,97 Millionen Fahrzeuge. "Der dauerhafte Zusammenbruch der europäischen Märkte trifft die Gruppe mit voller Wucht", erklärte Markenchef Frédéric Saint-Geours.

In Europa verkaufte PSA nach eigenen Angaben mit 1,76 Millionen Fahrzeugen 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Die vor allem für den Iran bestimmten Peugeot-Autos, der die einzelnen Bauteile selbst montierte, gingen demnach um ein Drittel auf 145.000 zurück. PSA hatte seine Aktivitäten mit dem Iran im Februar eingestellt.

Kein Opel-Kauf

Mehr Autos verkaufte PSA in China und Russland, allerdings nicht in Lateinamerika. Der größte französische Autobauer hatte im vergangenen Jahr versucht, seine Abhängigkeit vom europäischen Markt weiter zurückzufahren. Der Anteil der außerhalb Europas verkauften Autos stieg von 33 Prozent im Jahr 2011 auf 38 Prozent im vergangenen Jahr. Im Jahr 2015 will PSA die Hälfte aller Autos im außereuropäischen Ausland verkaufen.

Anfang dieser Woche ein Zeitungsartikel für Aufsehen gesorgt, demnach die französische Regierung PSA dränge, den angeschlagenen Autobauer Opel zu kaufen. Allerdings sei es sehr fraglich, um die Franzosen dies finanziell überhaupt stemmen können. PSA hat diesen Bericht mittlerweile zurückgewiesen. Eine Übernahme des deutschen  Autobauers stehe "nicht auf der Tagesordnung", sagte  Saint-Geours.

Quelle: n-tv.de

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