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(Foto: REUTERS)

Schlappe in Kanada: Pfizer verliert Viagra-Patent

Das Oberste Gericht Kanadas entzieht dem US-Pharmakonzern Pfizer das Patent für das Potenzmittel Viagra. Ein israelisches Generika-Unternehmen will nun schnell ein billigeres Nachahmer-Produkt auf den Markt bringen.

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Der weltgrößten Pharmakonzern Pfizer hat bei seinem Potenzmittel Viagra einen Rückschlag erlitten. Der Oberste Gerichtshof in Kanada erklärte das Patent für ungültig und erlaubte dem israelischen Pharmaunternehmen Teva, ein Nachahmermedikament für den wichtigen Umsatzträger herzustellen und zu vertreiben.

Nach kanadischem Recht müsse ein Erfinder genaue Auskunft über seine Erfindung und deren Funktionsweise geben, um dafür das exklusive Verkaufsrecht zu haben, begründete das Gericht in Ottawa seine Entscheidung. Pfizer habe gewusst, jedoch nicht bekanntgemacht, dass der Wirkstoff Sildenafil der einzige von mehreren Bestandteilen der Pille sei, der bei impotenten Männern eine Erektion auslöse.

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"Das Patentsystem beruht auf einem Geschäft oder einer Gegenleistung", erklärte das Gericht. Der Erfinder bekomme für eine begrenzte Zeit das Exklusivrecht für seine neue Erfindung, müsse dafür aber die Fumktionsweise offenlegen, damit die Gesellschaft von dem Wissen profitiere. "Wenn es keine vollständige Offenlegung gibt, kann es keine exklusive Monopolrechte geben", hieß es zur Begründung des Urteils.

Das israelische Generikaunternehmen Teva hatte gegen Pfizer geklagt in der Hoffnung, schon vor Auslaufen des Viagra-Patents ein gleichwertiges Medikament auf den Markt bringen zu können. Teva kündigte nun an, bald mit der Produktion zu beginnen. Mit dem künftigen Produkt würden die Kunden "Millionen sparen". Zudem werde das Medikament für Menschen zugänglich sein, die es sich sonst nicht leisten könnten.

Das Patent, das Pfizer auf Viagra hatte, soll 2014 ohnehin auslaufen. Teva hatte schon vor fünf Jahren begonnen, gegen das Patent vorzugehen. Pfizer hatte 2011 mit Viagra weltweit knapp 2 Mrd. US-Dollar umgesetzt.

Quelle: n-tv.de

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