Wirtschaft

Trotz schwacher Werbemärkte : RTL Group schafft starkes Gewinnplus

Die RTL Group verzeichnet ordentliche Zahlen - das zweitbeste operative Ergebnis in einem ersten Halbjahr steht auf dem Papier. Es gibt eine Sonderdividende für die Aktionäre. Besonders erfolgreich ist die Mediengruppe RTL Deutschland, zu der n-tv gehört. Dennoch zwingen angespannte Werbemärkte zum Sparen.

Europas größte TV-Senderkette RTL Group, an der der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann eine Mehrheit hält, muss angesichts anhaltend schwacher Werbemärkte kräftig sparen. Im ersten Halbjahr konnte so trotz eines zurückgehenden Umsatzes das operative Ergebnis deutlich gesteigert werden. Die Senderkette, zu der auch n-tv gehört, erzielte eigenen Angaben nach das zweitbeste operative Ergebnis in einem ersten Halbjahr und beglückt ihre Aktionäre mit einer Zwischendividende von 2,50 Euro, die im September ausgezahlt werden soll.

Im Geschäft mit frei empfangbaren Fernsehen ist wegen des Weihnachtsgeschäftes das vierte Quartal das entscheidende. Aber die Visibilität (Sichtbarkeit) sei weiterhin gering, hieß es. Gleichwohl geht das Unternehmen davon aus, dass sich das operative Ergebnisniveau des Vorjahres halten lassen kann. In den ersten sechs Monaten des Jahres ging der Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro zurück, derweil das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) wegen der Sparmaßnahmen um 9,1 Prozent auf 552 Millionen Euro zulegte.

RTL Deutschland überzeugt

Das Nettoergebnis nach Drittanteilen legte gar um rund 53 Prozent auf 418 Millionen Euro zu. Ursächlich für den überproportionalen Anstieg waren neben dem höheren operativen Ergebnis auch die Rückabwicklung einer Abschreibung von 72 Millionen Euro auf die spanische RTL-Beteiligung.

Geldbringer der Senderkette war auch im abgelaufenen Halbjahr die Mediengruppe RTL Deutschland, zu der n-tv gehört, deren operatives Ergebnis um 9,3 Prozent auf 306 Millionen Euro zulegte. Auch der RTL-Produktionsarm FremantleMedia und die französische Groupe MG konnten das operative Ergebnis leicht steigern. In den weiteren Kernmärkten wie den Niederlanden und Belgien blieb der Ergebnisbeitrag auf dem Vorjahresniveau.

Quelle: n-tv.de

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