Donnerstag, 14. Juli 2011
Finanzinvestoren greift zu: RWE schlägt Stromnetz los
Der Energiekonzern RWE folgt den Rivalen Eon und Vattenfall und trennt sich ebenfalls von seinem Stromnetz. Neuer Mehrheitseigner ist ein Konsortium von Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. RWE kommt damit nicht nur Forderungen der EU nach, sondern verbucht zugleich in Zeiten sinkender Erlöse durch die Atomwende einen Milliardenerlös.Nach Eon und Vattenfall gibt nun auch der Energiekonzern RWE weite Teile seines deutschen Höchstspannungsnetzes ab. 74,9 Prozent der Anteile übernimmt ein Konsortium von Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. Angeführt wird die Gruppe von Investoren von der Commerzbank-Tochter Commerz Real, darüber hinaus sind die Munich Re, die Ergo-Tochter MEAG, SwissLife, Talanx sowie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe.
Die Transaktion, der ein Unternehmenswert von 1,3 Mrd. Euro zu Grunde liegt, soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. RWE erzielt mit dem Verkauf nicht nur einen hohen Verkaufserlös, sondern verteilt auch erforderliche hohe Investitionskosten in das Netz auf mehrere Schultern. In den kommenden zehn Jahren peilt Amprion Investitionen von mehr als 3 Mrd. Euro an. "Mit dem Investorenkonsortium haben wir einen zuverlässigen, kapitalstarken und langfristig orientierten Partner gewonnen", teilte RWE mit.
Amprion betreibt mit einer Länge von rund 11.000 Kilometern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Gremien und dem Kartellamt genehmigt werden.
nne/rts
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Ringen um 6300 Punkte
Dax schnappt kurz Luft
-
Von Vkontakte bis Kayak
Facebook schockt Internet-IPOs
-
Alarmglocken schrillen
Verluste in Asien auf breiter Front
-
Brent in Richtung 100 Dollar
Ölpreise bleiben auf Talfahrt
-
Anshu Jain
"Regenmacher" aus Indien
-
Von wegen Wonnemonat Mai
Dax-Talfahrt geht weiter
-
Zeitenwende bei der Deutschen Bank
Ackermann tritt ab
-
"Dinge beginnen, hässlich zu werden"
Spanien-Sorgen belasten Euro
-
Instagram-Deal macht Sorgen
Facebook-Kurs steckt in Abwärtsspirale
-
Griechenland-Exit kein Todesstoß
Axa sorgt vor
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
