Wirtschaft

Finanzinvestoren greift zu: RWE schlägt Stromnetz los

Der Energiekonzern RWE folgt den Rivalen Eon und Vattenfall und trennt sich ebenfalls von seinem Stromnetz. Neuer Mehrheitseigner ist ein Konsortium von Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. RWE kommt damit nicht nur Forderungen der EU nach, sondern verbucht zugleich in Zeiten sinkender Erlöse durch die Atomwende einen Milliardenerlös.

(Foto: dpa)

Nach Eon und Vattenfall gibt nun auch der Energiekonzern RWE weite Teile seines deutschen Höchstspannungsnetzes ab. 74,9 Prozent der Anteile übernimmt ein Konsortium von Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. Angeführt wird die Gruppe von Investoren von der Commerzbank-Tochter Commerz Real, darüber hinaus sind die Munich Re, die Ergo-Tochter MEAG, SwissLife, Talanx sowie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe.

Die Transaktion, der ein Unternehmenswert von 1,3 Mrd. Euro zu Grunde liegt, soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. RWE erzielt mit dem Verkauf nicht nur einen hohen Verkaufserlös, sondern verteilt auch erforderliche hohe Investitionskosten in das Netz auf mehrere Schultern. In den kommenden zehn Jahren peilt Amprion Investitionen von mehr als 3 Mrd. Euro an. "Mit dem Investorenkonsortium haben wir einen zuverlässigen, kapitalstarken und langfristig orientierten Partner gewonnen", teilte RWE mit.

Amprion betreibt mit einer Länge von rund 11.000 Kilometern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Gremien und dem Kartellamt genehmigt werden.

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Quelle: n-tv.de

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