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Aktienkurs minus 10 Prozent: RWE schockiert Anleger

Kalte Dusche an der Börse: Kurz nach Handelsstart in Frankfurt veröffentlicht der Energieversorger RWE vorläufige Zahlen zur anstehenden Jahresbilanz. Die Eckdaten enthalten blutrote Korrekturen. Und: Die Dividende soll teilweise ausfallen.

Der Energieriese RWE hat aufgrund milliardenschwerer Anpassungen in der Bilanz einen Nettoverlust verbucht. Nach Wertberichtigungen in Höhe von 2,1 Milliarden verbuchte RWE 2015 einen Nettoverlust von rund 200 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Das unerwartete Minus hat Konsequenzen für RWE-Aktionäre: Die Konzernführung will die Dividende für die börsennotierten Stammaktien streichen, die Ausschüttungen für die Vorzugsaktien sollen auf 13 Cent je Anteilsschein sinken. Im Vorjahr hatte RWE jeweils noch ein Euro je Aktie ausgeschüttet.

Erste Reaktionen

An der Börse kam die kalte Dusche für Anleger gar nicht gut an: Die RWE-Aktien stürzten kurz nach Bekanntwerden der Pläne zeitweise um mehr als zehn Prozent ab. Den vollständigen Geschäftsbericht will das Unternehmen erst am 8. März vorlegen.

Dabei fallen die übrigen Zahlen - abseits der Wertberichtigungen - nicht schlecht aus: Die operativen Ergebnisziele habe der Versorger 2015 erreicht, erklärte RWE. Gestützt auf die vorläufigen Eckdaten zur großen Jahresbilanz lag das betriebliche Ergebnis bei 3,8 Milliarden Euro und das bereinigte Nettoergebnis bei 1,1 Milliarden Euro. Der Ausblick bleibt für RWE allerdings schwierig: Für 2016 kündigte der Vorstand einen weiteren Ergebnisrückgang an.

Quelle: n-tv.de

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