Dienstag, 09. Juni 2009
Weltweite Nachfrageflaute: Rekordeinbruch beim Export
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Die deutschen Exporte sind im April so stark eingebrochen wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 63,8 Mrd. Euro ins Ausland und damit 28,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Stärkster Einbruch in der Nachkriegszeit.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Ein Statistiker sprach vom stärksten Einbruch der Nachkriegszeit. Er sei aber nicht allein mit der weltweiten Wirtschaftskrise zu erklären, sondern auch mit dem starken Vergleichswert: Im April 2008 hatte der Exportumsatz mit 89,5 Mrd. Euro einen Rekordwert erreicht.
Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Ausfuhren mit 4,8 Prozent unerwartet deutlich. Experten hatten lediglich mit einem kalender- und saisonbereinigten Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Im März hatte es mit 0,3 Prozent noch den ersten Zuwachs seit September 2008 gegeben, als wegen der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers der Welthandel kollabierte.
Wegen der weltweiten Nachfrageflaute rechnet der Exportverband BGA für dieses Jahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu 15 Prozent. Es wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Die Einfuhren sanken im April um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten ein Plus von 0,2 Prozent vorhergesagt. Insgesamt wurden Waren im Wert von 54,4 Mrd. Euro importiert. Das waren 22,9 Prozent
wne/rts
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