Wirtschaft
Senvion will expandieren.
Senvion will expandieren.(Foto: picture alliance / dpa)

Frischer Wind an der Börse: Repower startet als Senvion noch mal neu

Im Gegensatz zur Sonnenenergie ist Wind auch ohne Staatshilfe profitabel. Das sagt Senvion-Chef Geißinger. Der ehemalige Schaeffler-Boss will mit dem Windanlagenbauer expandieren. Das nötige Kapital soll von institutionellen Investoren kommen.

Der Hamburger Windradbauer Repower kehrt am 18. März unter dem Namen Senvion an die Börse zurück. Die Preisspanne für die Platzierung seiner Aktien legte das Unternehmen auf 20,00 bis 23,50 Euro je Stück fest. Der Finanzinvestor Centerbridge hatte das Unternehmen vor weniger als einem Jahr von der klammen indischen Suzlon übernommen.

Senvion will inklusive einer Mehrzuteilung von 3,9 Millionen Aktien bis zu 29,9 Millionen Anteile anbieten. Bei einer vollständigen Platzierung der Mehrzuteilungs-Aktien könnte Senvion damit bis zu 702,65 Millionen Euro einsammeln. Der erwartete Streubesitz dürfte dann bei ungefähr 46 Prozent liegen. Die Preisspanne entspricht einer Marktkapitalisierung von rund 1,3 bis 1,53 Milliarden Euro.

Die Privatplatzierung richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren. Interessenten können die Papiere vom 7. bis voraussichtlich 17. März zeichnen. Der Emissionspreis und das genaue Emissionsvolumen werden am oder um den 17. März 2016 bestimmt.

"Windkraft auch ohne Staat profitabel"

Die Notierung erhöhe die internationale Sichtbarkeit bei der Expansion in neue Märkte. Zudem unterstütze der Zugang zum Kapitalmarkt den Wachstumskurs des Unternehmens, verlautete aus der Konzernführung. "Im vergangenen Jahr hat Senvion neuen Schwung bekommen und strategische Flexibilität zurückgewonnen", sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Geißinger, ehemaliger Chef des Automobilzulieferers Schaeffler.

Senvion mit weltweit 3900 Mitarbeitern installiert Windenergieanlagen an Land und auf hoher See. 2015 erzielte Senvion einen Pro-forma Umsatz von 2,14 Milliarden Euro und ein bereinigtes Pro-forma Ebit von 154,1 Millionen Euro, was einer Marge von 7,2 Prozent entspricht. Im Gegensatz zur Sonnenenergie sei Wind auch ohne Staatshilfe profitabel, unterstrich Geißinger.

Die Windenergiebranche beginnt sich allmählich zu konsolidieren. Insidern zufolge verhandelt etwa Siemens derzeit mit dem spanischen Windturbinenhersteller Gamesa über die Schaffung eines neuen Weltmarktführers im Windkraftgeschäft. Die Münchener wollen demnach ihre Windkraftsparte mit Gamesa zusammenlegen. Siemens solle an dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen eine knappe Mehrheit halten.

Quelle: n-tv.de

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