Wirtschaft
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Zahlen fast wie zur Sowjetzeit: Russlands Ölproduktion boomt

Die russische Erdölwirtschaft hat eine lange Durststrecke hinter sich. Im Jahr 2013 erreicht sie das höchste Produktionsvolumen seit dem Untergang der UdSSR. Die Exporte in Länder außerhalb der ehemaligen Sowjetunion sind aber rückläufig.

Russland hat im vergangenen Jahr so viel Erdöl produziert wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 nicht mehr. Der Ausstoß stieg im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 523,3 Millionen Tonnen, wie das Energieministerium in Moskau mitteilte. Das sind 10,51 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag.

Damit zählt Russland zu den größten Ölproduzenten der Welt neben Saudi-Arabien - ist aber wie der Golfstaat nicht in der Lage, die Produktion kurzfristig zu erhöhen. Die Ölexporte in die Länder außerhalb der ehemaligen Sowjetunion gingen im vergangenen Jahr zurück, und zwar um 2,2 Prozent.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR war die Erdölproduktion 1994 auf einen Tiefstand gesunken, damals produzierte Russland nur 6,0 Millionen Barrel am Tag und damit weniger als die Hälfte der 12,4 Millionen Barrel, die Russland und die anderen 14 Sowjetrepubliken 1988 insgesamt produziert hatten. 2012 erreichte Russland den bisherigen Rekord mit 10,4 Millionen Barrel pro Tag.

Die Erdgasproduktion stieg laut russischem Energieministerium um 2,1 Prozent auf 668 Milliarden Kubikmeter. Der staatliche Konzern Gazprom hingegen produzierte 2013 weniger als 2012. Das hängt auch mit dem Rückgang der Verkäufe in Europa zusammen. Erdöl und Erdgas sind wichtige Einnahmequellen für den russischen Staat, sie machen fast die Hälfte der Einnahmen aus.

Quelle: n-tv.de

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