Wirtschaft
Rund ein Viertel der Kunden von Ryanair sind Geschäftsreisende.
Rund ein Viertel der Kunden von Ryanair sind Geschäftsreisende.(Foto: picture alliance / dpa)

Billigflieger nicht mehr so billig: Ryanair bietet erstmals Business-Class an

Die irische Billig-Airline Ryanair kämpft zuletzt mit unzufriedenen Kunden - und setzt daher weiter auf Reformen: Mit einer eigenen Business-Class betritt die irische Fluglinie neues Terrain. Auf die Fluggäste indes wartet ein besserer Service.

Im Bemühen um eine Verbesserung ihrer Außenwirkung startet die Billigfluglinie Ryanair einen Business-Class-Dienst. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass ihr Servive "Business Plus" den Kunden die Möglichkeit gebe, flexiblere Tickets, mehr Gepäck, Express-Boarding und "Premiumplätze" zu buchen. Geschäftsreisende machen nach Angaben von Ryanair mehr als ein Viertel der Passagiere aus. Tickets für die Business-Class sollen ab knapp 70 Euro erhältlich sein.

Wie Marketing-Chef Kenny Jacobs gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian" sagte, würde Unternehmen "hinsichtlich ihrer Reisekosten cleverer werden". Zudem wolle die Fluggesellschaft mit dem neuen Service Beschwerden von Kunden am Service entgegenkommen. "Unsere Entschlossenheit, die Zufriedenheit unserer Kunden unter dem Programm 'immer besser werden' weiter zu steigern, besteht fort", sagte Jacobs.

Erfolg des Konkurrenten Easyjet zwingt zum Handeln

Ryanairs Profit war im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit fünf Jahren gefallen, während Konkurrent Easyjet kurz vor Ablauf seines Geschäftsjahres einen deutlichen Zuwachs erwartet. Easyjet hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres eine Business Class eingeführt.

Allerdings scheinen sich bei Ryanair erste Maßnahmen bereits auszuzahlen - im ersten Quartal des bis März 2015 laufenden Geschäftsjahres hatte die Fluglinie wieder deutlich mehr verdient und eine Sonderdividende ausgeschüttet. Die Airline hatte bereits einige Gepäckbeschränkungen gelockert, die Kunden besonders gestört hatten - etwa ist den Reisenden mittlerweile ein zweites Handgepäckstück an Board erlaubt.

An Ryanairs bisherigem Erfolg waren laut Chef O'Leary jedoch vor allem die versteckten Zusatzgebühren und unflexiblen Buchungsvorgaben beteiligt. Viele Kunden hatten sich jedoch immer mehr über diese Strategie und O'Learys vehemente Verteidigung derselben beschwert, was letztlich zu einem Umdenken führte. 

Quelle: n-tv.de

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