Wirtschaft
(Foto: AP)

Boni und harter Wettbewerb: Samsung erleidet Gewinneinbruch

Samsung baut schon einmal vor: Die Südkoreaner vermelden vorzeitig einen massiven Gewinnrückgang. Sie sehen sich einem harten Wettbewerb mit Apple ausgesetzt. Die Gewinnmarge im Smartphone-Geschäft leidet unter hohen Werbungskosten.

Hohe Bonuszahlungen an Mitarbeiter und der scharfe Wettbewerb mit Apple haben dem Smartphone-Hersteller Samsung Electronics einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der südkoreanische Konzern gab einen Rückgang des operativen Gewinns von 18 Prozent auf 8,3 Billionen Won (5,7 Milliarden Euro) bekannt.  Analysten hatten bislang im Schnitt mit 9,75 Billionen Won gerechnet.

Neben unerwartet hohen Bonuskosten habe offensichtlich auch die Gewinnmarge im Smartphone-Geschäft angesichts hoher Kosten für Werbung unter Druck gestanden, sagte Lee Seung-woo, Analyst von IBK Investment & Securities. Bislang hatten Experten Kosten zwischen 300 und 700 Milliarden Won für die Sonderzahlungen an Mitarbeiter veranschlagt.

Samsung gab die Zahl zum operativen Gewinn ohne Nennung weiterer Details bekannt. Seine kompletten Quartalszahlen will der Konzern am 24. Januar bekannt geben.

Mit Pro-Tablets auf Firmenmarkt

Der Konzern nimmt indes mit großen Tablets den Computer-Markt für Unternehmen ins Visier. So stellte Samsung auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas zwei Geräte mit Bildschirm-Diagonalen von 12 Zoll (30,5 cm) vor. Die Modelle Note Pro und Tab Pro können unter anderem vier Anwendungen nebeneinander anzeigen. Durch die Display-Größe sei auf dem Bildschirm Platz für ein Touch-Keyboard in Originalgröße, betonte Samsung am Montag (Ortszeit). Die Batterielaufzeit liege bei zehn Stunden.

Der PC-Markt ist im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft, weil Verbraucher lieber zu Smartphones und Tablets greifen. Die Käufe von Notebooks und Desktop-Rechnern durch Unternehmen sind zu einem Stützpfeiler der Hersteller geworden. Einige Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass Tablet-Computer mit größeren Bildschirmen als bisher für Firmen als PC-Ersatz attraktiv sein könnten. In Medienberichten wurde zuletzt auch immer wieder über angebliche Apple-Pläne für ein größeres iPad spekuliert.

Quelle: n-tv.de

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