Wirtschaft
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Trotz Gerüchten um Coba: Schäuble: Kein Stress für deutsche Banken

Die Commerzbank gilt bisher als Wackelkandidat beim Stresstest der EZB. Finanzminister Schäuble hingegen sieht auf keines der deutschen Geldhäuser Probleme durch den Banken-Check zukommen. Sollte er falsch liegen, gäbe es noch ein Notnetz.

Bei den Bilanzprüfungen und Stresstests durch die Europäische Zentralbank (EZB) sind nach Überzeugung von Finanzminister Wolfgang Schäuble bisher keine Probleme für deutsche Geldhäuser zu erwarten. "Es zeichnet sich derzeit nicht etwas ab", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Sollten sich dennoch Kapitallücken ergeben, könnten Hilfen aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Soffin noch bis Ende 2015 gestellt werden.

Medien hatten zuletzt berichtet, die EZB wolle die Ergebnisse der Tests am 26. Oktober veröffentlichen. In den nächsten Wochen will sich die Zentralbank zuvor mit Vertretern der Banken treffen, um mit ihnen erste Resultate der Prüfung zu besprechen. Am 4. November übernimmt die Notenbank die zentrale Aufsicht über die führenden Banken im Euroraum und durchleuchtet sie vorher eingehend. Den Tests müssen sich 131 Institute stellen, darunter 23 deutsche Häuser.

Schäuble ist gegen Anzapfen des ESM

In Deutschland gilt vor allem die Commerzbank als Wackelkandidat. Eine Umfrage von Goldman Sachs unter Analysten hatte ergeben, dass wahrscheinlich neun Institute den Stresstest nicht bestehen werden und ihr Eigenkapital erhöhen müssen.

Schäuble erteilte zudem erneut Forderungen eine Absage, den europäischen Bankenrettungsfonds ESM für Wachstumsprogramme anzuzapfen. Die 80 Milliarden Euro im ESM seien keine Verfügungsmasse für kreative Gestaltungen, sondern dienten der Stabilisierung der europäischen Gemeinschaftswährung und zur Schaffung von Vertrauen in die Euro-Zone.

Quelle: n-tv.de

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