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Mit viel Wind und wenig Energie: Senvion stolpert an die Börse

Mit Mühe schafft Senvion den Sprung an die Börse. Der Windanlagenbauer - ehemals Repower – muss seine Ansprüche deutlich senken, um einen IPO-Flop zu verhindern. Der erste Kurs macht Mut - dann geht es abwärts.

Der Windanlagenbauer Senvion hat im zweiten Anlauf den Sprung auf das Börsenparkett geschafft. Der erste Kurs für das einst unter dem Namen Repower Systems firmierende Unternehmen lag bei 16,00 Euro. Er lag damit knapp über dem Ausgabepreis von 15,75 Euro. Am Ende stand ein Kurs um 15,90 Euro.

Im Tageshoch notierte die Aktie, die künftig im regulierten Markt, dem sogenannten Prime Standard) der Frankfurter Börse, gehandelt wird, bei 16,09 Euro. Danach rutschten die Titel bis auf ein Tagestief von 15,36 Euro ab.

"Bereits am Dienstag hat es im Handel per Erscheinen fast nur Verkaufsanfragen gegeben, vor allem aus London", sagte ein Marktteilnehmer. Aus den Systemen des so genannten Grauen Markts war die Aktie deshalb schnell wieder herausgenommen worden.

Mit der Ausgabe von rund 18,7 Millionen Aktien nehmen die Eigentümer, die Finanzinvestoren Centerbridge und Arpwood, inklusive der Mehrzuteilungen 294 Millionen Euro ein.

Erwartungen deutlich gesenkt

Senvion ist nach der hessischen Biotech-Firma Brain  der zweite Börsendebütant in Frankfurt in diesem Jahr. Nachdem Senvion erst vor einigen Tagen den Börsengang abgesagt hatte, gab das Unternehmen am Montag überraschend bekannt, diesen Schritt jetzt doch zu wagen. Allerdings bot das Unternehmen die Aktien deutlich günstiger an als zuvor geplant und machte damit deutliche Zugeständnisse an die Investoren. Die Preisspanne lag nun bei 15,50 bis 17,00 Euro je Aktie. Ursprünglich lag diese bei 20,00 bis 23,50 Euro.

Demnach wäre das Unternehmen mit gut 1,5 Milliarden Euro bewertet worden. Nach der Senkung der Spanne waren es jetzt 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro. Als Grund für den Rückzieher nannte Senvion am 16. März die jüngste Volatilität an den Märkten.

Quelle: n-tv.de

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