Wirtschaft
Das zum Teil aggressive Vorgehen Shells auf dem afrikanischen Kontinent kommt bei den dort lebenden Menschen nicht immer gut an.
Das zum Teil aggressive Vorgehen Shells auf dem afrikanischen Kontinent kommt bei den dort lebenden Menschen nicht immer gut an.(Foto: REUTERS)

Riesige Vorkommen im Visier: Shell will Ostafrika-Gas

Gewinnplus rund 50 Prozent, Umsatzzuwachs rund 30 Prozent: Shells 2011er Bilanz kann sich sehen lassen. Damit die Dynamik hoch bleibt, kündigt der Ölmulti neue Großprojekte an. In Ostafrika wird es jetzt konkret.

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Der Energiekonzern Shell will sich mit einer milliardenschweren Übernahme den Zugriff auf riesige Gasvorkommen in Ostafrika sichern. Dazu bietet der britisch-niederländische Konzern umgerechnet 1,2 Mrd. Euro für die in Mosambik tätige Gesellschaft Cove Energy. Cove werde den Aktionären empfehlen, die Offerte anzunehmen, teilte das Unternehmen mit. Der Preis von 195 Pence pro Aktie liegt 70 Prozent über dem Kurs Anfang Januar, als Cove erstmals seine Verkaufspläne ankündigte.

Die wichtigste Beteiligung von Cove ist ein Anteil in Höhe von 8,5 Prozent an einem immensen Gasvorkommen vor der Küste Mosambiks. Shell ist führend darin, Erdgas durch Kühlung zu verflüssigen und damit für den Export in Tankern aufzubereiten.

Auch weitere europäische Ölkonzerne haben in Ostafrika bereits den Fuß in der Tür. Der italienische Ölkonzern Eni stieß in der Nähe ebenfalls auf ein Gasvorkommen, der norwegische Ölkonzern Statoil machte einen Fund in den Gewässern vor Tansania.

Shell war mit großen Ambitionen ins neue Geschäftsjahr gestartet und hatte Anfang Februar angekündigt, durch neue Großprojekte die Öl- und Gasproduktion bis 2018 um etwa ein Viertel zu steigern. Das nötige Kleingeld dafür hat Shell: Der Nettogewinn lag 2011 bei fast 31 Mrd. Dollar. Ein Plus von deutlich mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Der Umsatz betrug rund 44,5 Mrd. Dollar.

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Quelle: n-tv.de

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