Wirtschaft
Einstieg in die turbinengetriebene Kabine: So stellt sich Hyperloop die Fahrt durch die Unterdruckröhre vor.
Einstieg in die turbinengetriebene Kabine: So stellt sich Hyperloop die Fahrt durch die Unterdruckröhre vor.(Foto: hyperlooptech.com)

Neue Konkurrenz für die Bahn?: Slowakei plant Hyperloop-Röhre

Von Wien nach Bratislava in acht Minuten? Die slowakische Regierung sorgt mit einem ehrgeizigen Verkehrsprojekt für Aufsehen. Ein futuristisches Verkehrsmittel aus Kalifornien soll Passagiere in Rekordzeit über die Grenze katapultieren.

An der österreichisch-slowakischen Grenze könnte eine der ersten futuristischen Hyperloop-Strecken für den Personenverkehr in Europa entstehen. Die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) würden derzeit geprüft, teilte die slowakische Regierung mit.

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Auf Einladung des slowakischen Wirtschaftsministers habe HTT-Chef Dirk Ahlborn der Slowakei in dieser Woche einen Besuch abgestattet. Bei dieser Gelegenheit fanden demnach auch erste Gespräche über die Realisierung dieser Zukunftsvision statt.

Schnell wie der Schall

Das futuristische Röhrenprojekt namens Hyperloop funktioniert im Prinzip wie ein riesiges Rohrpost-System. Zum Einsatz kommen von Solarenenergie angetrieben Niederdruckröhren. Die Idee geht auf eine Vision des US-Unternehmers und Tesla-Gründers Elon Musk zurück, der damit den Personentransport im Fernverkehr revolutionieren will.

Weil das System ohne Schienen oder Fahrbahnen auskommt - und damit keine bremsende Reibung überwunden werden muss -, können die Kabinen im Inneren der Röhre, zumindest theoretisch, auf enorme Geschwindigkeiten beschleunigt werden. Die Rede ist von einer Reisegeschwindigkeit von 1220 Kilometern in der Stunde.

Binnen kürzester Zeit sollen die Hyperloop-Passagiere von Ort zu Ort geschossen werden. In Kalifornien ist eine ähnliche Strecke als Alternative zur Zugverbindung zwischen San Francisco und Los Angeles geplant. Nach ursprünglichen Plänen sollten die Fahrgäste dort innerhalb von gut einer halben Stunde die 570 Kilometer lange Strecke zurücklegen können.

Hochgeschwindigkeitsröhre nach Wien

Der Bau einer Strecke von Bratislava nach Wien solle nun als Modellprojekt für die künftige Verbindung von europäischen Städten geprüft werden. Wie die Kooperation genau aussehen soll, ist noch offen. Auch der genaue Verlauf einer solchen Hyperloop-Strecke ist noch unklar. Die beiden Hauptstädte Wien und Bratislava liegen in der Luftlinie von Stadtzentrum zu Stadtzentrum nur rund 56 Kilometer voneinander entfernt. Zwischen den beiden Metropolen liegt auf der österreichischen Seite der Nationalpark Donau-Auen.

HTT-Chef Ahlborn plant einem Bericht von "Heise" zufolge, in Kalifornien mit dem Bau der ersten Strecke bereits im Sommer dieses Jahres zu beginnen. Nach dem Willen des Deutsch-Amerikaners sollen dort bereits ab 2018 die ersten Passagiere zur Reise im Hyperloop antreten.

Quelle: n-tv.de

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