Wirtschaft
Warren Buffett.
Warren Buffett.(Foto: AP)

Kann ein Idiot Chef sein?: So findet Buffett gute Unternehmen

In was für Unternehmen sollen Anleger ihr Geld stecken? Milliardär Warren Buffett hat auf diese Frage eine kurze Antwort: Das Investment muss idiotensicher sein.

Steve Jobs und Apple, Mark Zuckerberg und Facebook: Manchmal gibt es Unternehmen, bei denen Erfolg und Konzernchef nur schwer voneinander zu trennen sind. Geht es nach Investment-Guru Warren Buffett, ist es trotzdem keine gute Idee, in ein Unternehmen zu investieren, nur weil einen die Führungsspitze überzeugt.

Oder wie es der Milliardär ausdrückt: Ein gutes Unternehmen erkennt man daran, dass es selbst von "Deinem idiotischen Neffen" geführt werden kann. Als Beispiel nannte Buffett dem "Business Insider" zufolge im Gespräch mit der US-Kommission FCIC unter anderem Zeitungsmonopole. Die FCIC wurde von der US-Regierung bestellt, um die Ursachen der Finanzkrise herauszufinden. Das Gespräch führte Buffett im Jahre 2010, die Protokolle wurden nun veröffentlicht.

Explizit nennt Buffett demnach auch die US-Ratingagenturen. Nur wenige Unternehmen hätten eine vergleichbare Wettbewerbsposition wie Moody's und Standard & Poor's. Buffett sprach deshalb sogar von einem "Duopol" der beiden Agenturen.

Mit anderen Worten: Es könnte sinnvoll sein, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäfte gut laufen – völlig unabhängig davon, wer an der Spitze steht. Dem "Business Insider" zufolge gab Buffett eine bezeichnende Antwort auf die Frage, ob er jemals gedrängt wurde, dem Führungszirkel eines Unternehmens beizutreten. "Wenn ich geglaubt hätte, dass mich jemand braucht, hätte ich die Aktien niemals gekauft".

Oder wie es Buffett einst ausdrückte: "Investiere nur in Unternehmen, die sich so gut entwickeln, dass sie auch ein Idiot führen kann. Denn früher oder später wird das einer tun."

Quelle: n-tv.de

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