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Altaktionäre erhalten mehr: Solarworld ändert Rettungsplan

Die Sanierung von Solarworld beinhaltet eine Machtverschiebung zugunsten der Anleihegläubiger. Die Aktionäre verlieren dagegen 95 Prozent ihrer Anteile. Einige ziehen vor Gericht - und das hat sich nun gelohnt.

Solarworld will seine Altaktionäre mit einem Bonus besänftigen. Wie aus einem zwischen mehreren kämpferischen Anteilseignern und dem Unternehmen geschlossenen Vergleich hervorgeht, bietet Solarworld seinen bisherigen Aktionären vorrangig neue Aktien zum Kauf an. Die Altaktionäre sind damit - anders als zunächst vorgesehen - nicht gezwungen, auf 95 Prozent ihres Solarworld-Anteils zu verzichten. Nehmen sie das Angebot zum Kauf neuer Aktien an, bleiben ihnen nach der für das nächste Jahr geplanten Kapitalumschichtung voraussichtlich bis zu 17 Prozent statt der bislang vorgesehenen 5 Prozent an dem Unternehmen.

Im Gegenzug nimmt Solarworld mit der Ende November geschlossenen Einigung eine bedeutende Hürde auf dem Weg zur Sanierung der eigenen Finanzen: Mehrere Aktionäre waren im Streit um die Rettungspläne vor Gericht gezogen. Ein Großteil von ihnen hat sich mit dem Vergleich verpflichtet, Klagen zurückzuziehen. Bei den Gerichten liegen deshalb nun nur noch wenige Einwände gegen die Rettungsbeschlüsse.

An der Einigung sind sieben Kläger beteiligt. Der Kompromiss, den ein Solarworld-Sprecher bestätigt, aber betrifft sämtliche Aktionäre: Auch Anteilseigner, die nicht gegen die Kapitalumschichtung protestiert haben, erhalten die Chance auf den Nachschlag. Nur Aktionäre mit sehr kleiner Beteiligung bleiben außen vor. Dem Vergleich zufolge dürfen Anteilseigner vorrangig neue Aktien zeichnen, die am 7. August mindestens 1000 Solarworld-Papiere besaßen.

Quelle: n-tv.de

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