Wirtschaft

Gespräche mit Gläubigern gescheitert: Solon meldet Insolvenz an

Die prominente Berliner Solarfirma streicht die Fahne. Alle Bemühungen um eine finanzielle Neuaufstellung sind bisher vergeblich. Jetzt will sich das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens restrukturieren. Die deutsche Solarbranche insgesamt leidet unter einer Nachfrageschwäche. Zudem heizen asiatische Firmen in Deutschland den Preiskampf an.

Das Solarunternehmen Solon ist pleite. Wie der Berliner Konzern am Vorabend mitteilte, hat Solon Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Gespräche mit Banken über eine finanzielle Restrukturierung des verschuldeten Unternehmens seien gescheitert. Auch habe das Unternehmen erfolglos mit Investoren verhandelt. Jetzt will sich Solon über das Insolvenzverfahren restrukturieren.

Eine umfangreiche Restrukturierung brachte dem Solarhersteller auch keinen Lichtblick.
Eine umfangreiche Restrukturierung brachte dem Solarhersteller auch keinen Lichtblick.(Foto: dpa)

Früheren Medienberichten zufolge soll Solon mit einem ausländischen Interessenten über einen Einstieg verhandelt haben. Im Sommer hatte sich Vorstandschef Stefan Säuberlich noch zuversichtlich gezeigt, bis Jahresende mit den Banken zu einem Abschluss zu kommen. Konkret verhandelt wurde die Verlängerung von Krediten in Höhe von 275 Mio. Euro.

Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres hatte Solon laut früherem Quartalsbericht einen Verlust auf Konzernebene in Höhe von über 200 Mio. Euro verbucht. Die Nettoverschuldung lag Ende September bei knapp 400 Mio. Euro. Das Unternehmen leidet unter der schwachen Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten und dem anhaltenden Preisdruck. Solon ist nicht das einzige deutsche Unternehmen, dass unter Druck steht.Probleme bereitet der heimischen Solarindustrie vor allem die Billigkonkurrenz aus China.

An der Börse wurde Solon für die schlechten Nachrichten erneut abgestraft: Die Titel verloren zeitweise mehr als 60 Prozent, gingen dann mit einem Abschlag von 46 Prozent aus dem Handel.

Quelle: n-tv.de

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