Wirtschaft

Privater Konsum treibt an: Spanien kraxelt aus dem Konjunkturtal

Wachsende Hoffnung im Euro-Krisenland: Mit der spanischen Wirtschaft geht es nach der schweren Krise bergauf. Die Wachstumsrate für das abgelaufene Quartal ist etwas höher als erwartet.

Viertgrößte Wirtschaft in der Eurozone.
Viertgrößte Wirtschaft in der Eurozone.(Foto: picture alliance / dpa)

Die spanische Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort und erhöht ihr Wachstumstempo. Im vierten Quartal 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die nationale Statistikbehörde in einer ersten Veröffentlichung berichtete. Binnen Jahresfrist legte die Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent zu. Die Erwartungen von Experten wurden damit leicht übertroffen, im Vorfeld hatten Volkswirte Zuwächse von 0,6 und 1,9 Prozent prognostiziert.

Im dritten Quartal war das BIP um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im gesamten Jahr 2014 wuchs die spanische Wirtschaftsleistung um 1,4 Prozent - das erste Jahr seit 2008, in dem die Wirtschaft in einem Gesamtjahr gewachsen ist. Im Jahr 2013 war das BIP um 1,2 Prozent geschrumpft.

Als Wachstumstreiber erwies sich im vierten Quartal 2014 der private Konsum, der trotz einer vertieften Deflation kräftig zulegte. Im Januar sanken die Verbraucherpreise gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Minus von 1,1 Prozent im Dezember.

Die spanische Wirtschaft hat ein tiefes Krisental durchlaufen und schrumpfte nach Schätzungen der Weltbank in den Jahren 2008 bis 2013 um rund 15 Prozent. Spanien hat damit nach Griechenland, dessen Wirtschaft um rund 30 Prozent einbrach, eine der schlimmsten Krisen in einem Industrieland erlebt.

Quelle: n-tv.de

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