Rekordnachfrage 2012 erwartetStahl-Konjunktur kocht
Chinas Wirtschaft bleibt hungrig und die Stahlkocher profitieren. Der Branchenverband rechnet im kommenden Jahr mit einer Rekordnachfrage - angetrieben von China und anderen Schwellenländern.
Angesichts der wirtschaftlichen Erholung rechnet der Weltstahlverband mit einer globalen Rekordnachfrage für das Metall im kommenden Jahr. Der Verbrauch dürfte 1,44 Milliarden Tonnen erreichen, sagte der designierte Direktor des Verbandes, Edwin Basson. Dabei dürften die Entwicklungs- und Schwellenländer 72 Prozent ausmachen, 11 Prozentpunkte mehr als im laufenden Jahr. Dagegen werde die Nachfrage in den Industrieländern weiter niedriger bleiben als vor der Weltwirtschaftskrise.
In China werde der Verbrauch 2012 um 5 Prozent auf 635 Millionen Tonnen steigen. "China wird mit Bezug auf Stahl zwar wachsen, aber nicht mit zehn Prozent", sagte Basson, der im August die Spitze von Ian Christmas übernimmt. Der Verband geht von einem deutlichen Rückgang der Herstellung in China in der zweiten Jahreshälfte aus.
Auch Michelle Applebaum von Steel Market Intelligence erwartet einen Rückgang, da die Regierung in Peking sich mit aller Kraft gegen die Inflation stemme. Allerdings schränkt sie ein: "China wird weiter wachsen, denn was das chinesische Wachstum antreibt, ist unaufhaltsam."