Wirtschaft

Chinesen klopfen an Steigt CIC bei Daimler ein?

20.12.2011, 12:46 Uhr

Chinas Staatsfonds CIC will einem Medienbericht zufolge Anteile am deutschen Autobauer Daimler erwerben. Im Gespräch sei eine Beteiligung von 5 bis 10 Prozent. Der Block freundlich gesinnter Anteilseigner könnte damit auf rund 30 Prozent wachsen. Damit wäre die Gefahr einer feindlichen Übernahme deutlich geringer.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Daimler könnte angeblich bald einen Großaktionär aus

China bekommen. Der Autokonzern verhandele mit dem chinesischen Staatsfonds CIC

über den Erwerb einer Beteiligung in Höhe von 5 bis 10 Prozent, berichtet das

"Manager Magazin" unter Berufung auf Konzernkreise. Auch die Chinesen

hätten gesteigertes Interesse daran, ein größeres Aktienpaket zu übernehmen.

CIC gelte dabei als Favorit.

Bislang seien die Verhandlungen stets gescheitert.

2009 kam den Chinesen zum Beispiel der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi zuvor,

so das Magazin. Um die Beteiligung diesmal zum Abschluss zu bringen, habe

Daimler-Finanzchef Bodo Uebber kürzlich eine Investmentbank beauftragt. Zudem

soll das Joint Venture mit dem chinesischen Autohersteller Baic ausgebaut

werden.

Konzernchef Zetsche hoffe, dass Daimler durch die

Beteiligung eines chinesischen Investors auch die Beziehung zur Staatsregierung

in Peking verbessern könne, zitierte das Magazin Unternehmenskreise. Ein

zusätzlicher Großaktionär stabilisiere darüber hinaus die Aktionärsstruktur.

Der Block freundlich gesinnter Anteilseigner könnte

damit auf rund 30 Prozent wachsen und die Gefahr einer feindlichen Übernahme

verringern. Daimler gab keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Daimler Truck erwartet schwieriges Jahr 2012

Daimler stellt sich unterdessen bei seinem

Lkw-Geschäft nach dem kräftigen Absatzplus 2011 auf eine kurvenreichere Wegstrecke

im kommenden Jahr ein. "Weltweit gehen wir 2012 von einem Wachstum der Lkw-Märkte

aus", sagte Daimler-Truck-Chef Andreas Renschler gegenüber Reuters. In den

USA, der Nafta-Region, Indien, Russland und Japan werde die Lkw-Nachfrage steigen.

Für Europa falle es dagegen derzeit schwer, eine Prognose für 2012 abzugeben, da

die Kunden mit neuen Bestellungen zögerten.

"Vor allem in den südeuropäischen

Schuldenstaaten herrscht Verunsicherung, in Nordeuropa ist die Auftragslage stabil",

sagte Renschler. Die zweite Hälfte des Jahres 2012 werde wohl besser als die erste

ausfallen, sagte Renschler.

Quelle: wne/DJ/rts