Wirtschaft

Das Tischtuch ist zerschnittenStolberg lässt Oaktree abblitzen

20.05.2011, 20:46 Uhr

Ex-Beluga-Chef Stolberg will mit dem US-Investor Oaktree nichts zu tun haben. Einem Medienbericht zufolge lehnt ein Angebot der Amerikaner ab, wieder in der schwer angeschlagenen Bremer Reederei tätig zu werden.

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Niels Stolberg kehrt nicht auf die Brücke zurück. (Foto: picture alliance / dpa)

Im Ringen um die Zukunft der insolventen Bremer Reederei Beluga ist der Finanzinvestor Oaktree auf Reeder Niels Stolberg zugegangen. Laut Radio Bremen ist dieser aber nicht an einer Zusammenarbeit interessiert.

Der Schaden, den der US-Investor angerichtet habe, sei zu groß, sagte Stolberg dem Sender. Arbeitsplätze, Kultur und Werte seien vernichtet worden, erklärte der Reeder. Oaktree soll auf den Anwalt von Stolberg zugegangen sein und angeboten haben, dass der Firmengründer wieder bei der Reederei aktiv werden könnte.

Beluga ist finanziell schwer angeschlagen, mehrere Töchter mussten einen Insolvenzantrag stellen. Die Geschäfte übernahm Oaktree, die neue Geschäftsleitung entmachtete Stolberg und zeigte ihn wegen Betrugs und gefälschter Umsatzzahlen an. Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit.

Quelle: dpa