Wirtschaft
Wenn die Gewerkschaften ihre Ankündigung wahr machen, droht das Chaos.
Wenn die Gewerkschaften ihre Ankündigung wahr machen, droht das Chaos.(Foto: picture alliance / dpa)

Ausgerechnet vor Weihnachten: Streik auf Spaniens Flughäfen

Vor Beginn der Weihnachtsferien droht auf den spanischen Flughäfen ein Streikchaos. Die Mitarbeiter von Iberia sind an sechs Tagen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Der Streik richtet sich gegen einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen.

Aus Protest gegen geplante Stellenstreichungen bei Iberia wollen die Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft vor Weihnachten in den Streik treten. Die Gewerkschaften riefen die Beschäftigten für die Zeit vom 14. bis zum 21. Dezember an sechs Tagen zu Arbeitsniederlegungen auf. Damit droht auf den spanischen Flughäfen vor den Feiertagen ein Streikchaos, weil Iberia auf zahlreichen Airports auch das Handling für andere Linien abwickelt.

Wie die Gewerkschaften in Madrid mitteilten, sollen die Iberia-Mitarbeiter am 14. Dezember sowie an den Tagen vom 17. bis zum 21. Dezember für jeweils 24 Stunden in den Streik treten. An dem Ausstand sollen sich das Kabinen- und Bodenpersonal sowie die Piloten beteiligen. Allerdings unterstützt die Pilotengewerkschaft Sepla offiziell nicht den Streikaufruf, weil sie sich im Konflikt um die Gründung der Billigfluggesellschaft Iberia Express noch in einem Schlichtungsverfahren mit der Konzernführung befindet.

Der Streik richtet sich gegen den drastischen Sanierungsplan für Iberia. Der Mutterkonzern IAG (International Airlines Group), zu dem auch British Airways gehört, will bei Iberia 4500 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Viertel der 20.000 Stellen. Bei den übrigen Beschäftigten sollen die Gehälter um etwa 25 bis 35 Prozent gesenkt werden. Die Gewerkschaften lehnen Verhandlungen über den Sanierungsplan ab, weil sie darin eine "Zerschlagung von Iberia" sehen.

Der Iberia-Geschäftsführer Rafael Sánchez-Lozano erklärte, der Streik sei "völlig unangebracht und verantwortungslos". "Weder Spanien noch Iberia kann sich diesen Ausstand leisten." Der Streik werde für das Unternehmen tägliche Verluste in Millionenhöhe bedeuten. "Wenn wir auf diesem Weg weitermachen, wird die Gesellschaft nicht überlebensfähig sein", warnte Sánchez-Lozano.

Quelle: n-tv.de

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