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Hamburg und Köln/Bonn am Freitag: Streiks an Flughäfen ausgeweitet

Statt Bewegung in die Tarifauseinandersetzung des Flughafen-Sicherheitspersonals zu bringen, verhärten sich die Fronten weiter. Verdi wirft den Arbeitgebern vor, Streikbrecher einzusetzen. Als Reaktion soll am Freitag an den Airports Köln/Bonn und Hamburg die Arbeit niedergelegt werden.

Flugreisende müssen sich auch am Freitag auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Verdi will den Streik des Sicherheitspersonals diesmal an den Flughäfen Köln/Bonn und Hamburg fortsetzen, kündigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi an. Für Hamburg ist es der zweite Streiktag in Folge, Köln/Bonn wurde im Januar bereits bestreikt. Der Ausstand soll um am frühen Morgen beginnen und bis in den Abend dauern.

Zehntausende Reisende hatten am Donnerstag den Arbeitskampf zu spüren bekommen. Am drittgrößten deutschen Airport in Düsseldorf sollte mindestens jeder dritte, in Hamburg sogar jeder zweite Flug gestrichen werden. Nur wenige Sicherheitsschleusen hatten geöffnet, davor bildeten sich lange Warteschlagen frustrierter Reisender.

Streikbrecher im Einsatz

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein ungelöster Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem BDSW um höhere Löhne im Sicherheitsgewerbe, zu denen auch die Unternehmen gehören, die an Flughäfen die Passagierkontrollen organisieren. Beide machen sich gegenseitig für den Stillstand verantwortlich.

In Hamburg war am Mittag eine von der Gewerkschaft gesetzte Frist an die Arbeitgeberseite verstrichen. Statt ein neues Verhandlungsangebot vorzulegen, habe das für den Flughafen zuständige private Unternehmen 20 Streikbrecher eingesetzt, erklärte Verdi. Deshalb werde der Streik am Freitag fortgeführt.

"Der Einsatz von Streikbrechern entbehrt jegliches Verständnis. Statt diesen Streik zu beenden, wird erneut Öl ins Feuer gegossen, indem fremdes Personal eingesetzt wird", erklärte der Hamburger Verdi-Verhandlungsführer Peter Bremme.

In Nordrhein-Westfalen warf Verdi-Verhandlungsführerin Andrea  Becker den m Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) zusammengeschlossenen Firmen erneut vor, bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben. Die Arbeitgeber provozierten so «leichtfertig» Streiks.

Quelle: n-tv.de

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