Wirtschaft
Opfer einer heftigen Cyber-Attacke: T-Mobile US. Foto: Justin Lane/Archiv
Opfer einer heftigen Cyber-Attacke: T-Mobile US. Foto: Justin Lane/Archiv(Foto: dpa)

Eine Million Neukunden pro Quartal: T-Mobile US wächst und wächst

Jahrelang war T-Mobile US das Sorgenkind der Deutschen Telekom. Doch inzwischen gewinnt das Unternehmen nicht nur Millionen neue Kunden im Jahr, sondern will 2015 erstmals auch wieder profitabel sein.

Ein anhaltender Kundenansturm beschert der amerikanischen Telekom -Tochter T-Mobile US einen kräftigen Gewinnsprung. Im dritten Quartal sei das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) um gut 40 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington mit.

Die Zahl der Handynutzer wuchs gleichzeitig um 2,3 Millionen. Damit lockt der drittgrößte Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten seit zweieinhalb Jahren jedes Quartal mehr als eine Million neue Telefonnutzer.

Auf Basis der brummenden Geschäfte schraubte Firmenchef John Legere, der den Konzern mit aggressiven Tarifen und viel Werbung wieder auf Vordermann brachte, abermals die Prognose für das Kundenwachstum hoch. In diesem Jahr dürften bis zu 4,2 Millionen Amerikaner einen neuen Vertrag bei dem Unternehmen unterschreiben. Bislang hatte Legere mit lediglich 3,9 Millionen neuen Kontraktkunden gerechnet.

Das Betriebsergebnis soll wie gehabt auf 6,8 bis 7,2 Milliarden Dollar wachsen, nach 5,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Der Erfolg von T-Mobile US ist hart erkämpft. Die Deutsche Telekom musste ihre Tochter, an der sie zwei Drittel der Anteile hält, jahrelang mit Milliardenaufwand sanieren. Kaufinteressenten wie die US-Rivalen AT&T und Sprint sowie der französische Telefonkonzern Iliad sprangen nacheinander ab. Auch um den US-Bezahlfernsehanbieter Dish, der im Frühsommer ein Auge auf T-Mobile US warf, ist es still geworden.

Quelle: n-tv.de

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