Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Investoren getäuscht?: Teldafax ärgert Russen

Den Vorwurf der Insolvenzverschleppung untersucht die Staatsanwaltschaft beim Energiedienstleister Teldafax. Nun bekommt das Unternehmen auch Probleme mit seinen russischen Eigentümern. Die sehen sich getäuscht und prüfen rechtliche Schritte.

Der insolvente Energiedienstleister Teldafax bekommt nun auch Probleme mit seinen Eigentümern. Russische Investoren, die im vergangenen und in diesem Jahr rund 100 Mio. Euro in das Unternehmen gepumpt hatten, wollen rechtliche Schritte gegen die zahlungsunfähige Teldafax einleiten.

Das "Handelsblatt" berichtete, dass die Großkanzlei DLA Piper beauftragt worden sei, mögliche Ansprüche zu prüfen. Die Eigentümer sähen sich getäuscht. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte sich dazu nicht äußern.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Vor gut zwei Wochen hatte der Billiganbieter Insolvenz angemeldet. Jahrelang hatte das Unternehmen mit günstigen Angeboten Stromkunden gelockt und vor allem mit Tarifen mit Vorauskasse versucht, auf dem Strom- und Gasmarkt Fuß zu fassen. Das Geschäftsmodell rechnete sich aber nicht, Teldafax war bald überschuldet. Auch ein Kapitalzuschuss aus dem Kreis der Gesellschafter konnten Teldafax nicht mehr vor der Pleite schützen.

Dann gerieten vor wenigen Tagen ehemalige Vorstände und Führungskräfte des Energiediscounters ins Visier der Staatsanwaltschaft. Beamte der Behörde durchsuchten wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Betrug die Geschäftsräume des Unternehmens und auch private Wohnungen.

"Wir halten an unseren Plänen fest"

Kunden müssen zwar nicht befürchten, dass sie kein warmes Wasser oder keinen Strom mehr haben werden. Sie werden automatisch vom jeweiligen Grundversorger weiterbeliefert. Allerdings kann das höhere Preise als gewohnt zur Folge haben. Natürlich steht es jedem Kunden frei, sich einen neuen Versorger zu suchen.

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Quelle: n-tv.de

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