Wirtschaft

Finanzspritze für Westwing: Tengelmann macht jetzt in Möbeln

Der Tengelmann-Konzern will sich auf kommenden Wachstumsmärkten positionieren und nimmt dafür Geld in die Hand. Mehreren Millionen Euro fließen deshalb an den Shopping-Club Westwing.

Tengelmann = Supermarkt, das war gestern.
Tengelmann = Supermarkt, das war gestern.(Foto: picture-alliance / dpa)

Der Handelskonzern Tengelmann steigt offenbar ins Online-Geschäft mit Möbeln ein. Nach Informationen des "Spiegel" hat Tengelmann den Shopping-Club Westwing, der Möbel und Deko-Artikel für registrierte Mitglieder übers Internet vertreibt, mit einem zweistelligen Millionenbetrag ausgestattet.

"Wir wollen Westwing zum führenden Anbieter im Segment "Home and Living" ausbauen", zitiert das Magazin den Tengelmann-Ventures-Geschäftsführer Christian Winter. Hinter dem Investment stehe die Hoffnung, dass sich der Online-Vertrieb zum nächsten großen Wachstumsmarkt der Branche entwickelt. Experten erwarten in diesem Jahr bereits ein Plus von 40 Prozent.

Tengelmann Ventures - eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Handelskonzerns aus Mülheim an der Ruhr - beteiligt sich an schnell wachsenden jungen Unternehmen. Die Firma ist an weltweit mehr als 30 Firmen beteiligt, darunter die Essens-Bestell-Plattform Lieferheld.

Westwing hat nach eigenen Angaben  acht Millionen Mitglieder und einen jährlichen Umsatz von 130 Millionen Euro. Allerdings macht das Unternehmen mit Sitz in München noch keinen Gewinn. In das Shopping-Portal haben bereits Rocket Internet, sowie Holtzbrinck Ventures und die schwedische Kinnevik rund 75 Millionen Euro investiert.

Quelle: n-tv.de

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