Wirtschaft
Video

Auch Brände stoppen Model S nicht: Tesla-Aktie unter Strom

Der Elektroauto-Pionier Tesla elektrisiert die Anleger. Der Verkauf des Modells S gewinnt deutlich an Fahrt, vor allem in China und Europa. Gleichzeitig zieht auch der Gewinn an. Der Aktienkurs profitiert.

Mit überzeugenden Ergebnissen für das vierte Quartal und einem über den Erwartungen des Marktes liegenden Ausblick kann Tesla punkten. Die Aktie des Elektroautobauers schoss nach der Schlussglocke in den USA um 15 Prozent auf ein neues Allzeithoch bei 223,32 Dollar. Im regulären Handel an der Wall Street hatte die Skepsis der Anleger die Titel des Elektroauto-Herstellers noch um knapp 5 Prozent nach unten geschickt.

Beim Börsengang 2010 wurden die Aktien zu 17 Dollar ausgegeben - statt der ursprünglich angepeilten 14 bis 16 Dollar. Im vergangenen Jahr lagen die Titel noch bei 39 Dollar.

Hohe Nachfrage für Model S

Die Zahlen für das vierte Quartal haben die Anleger nun elektrisiert. Der Gewinn je Aktie lag bereinigt bei 0,33 Dollar, der Umsatz bei 761,3 Millionen Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten, die bei 0,23 Dollar je Anteilsschein und einem Umsatz von 683,9 Millionen Dollar gelegen hatten, klar übertroffen.

Insgesamt hat der kalifornische Hersteller im vierten Quartal 6900 Fahrzeuge des Modells S ausgeliefert, eine rein elektrische Premium-Limousine. Für das erste Quartal rechnet Tesla mit 7400 Einheiten, was vor allem mit dem erhöhten Absatz in China und Europa begründet wird.

Hohe Ziele

Für das Gesamtjahr 2014 wird mit der Auslieferung von 35.000 Fahrzeugen gerechnet, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wo man 22.000 Einheiten verkaufte. Um dieses Ziel erreichen zu können, soll die Produktion auf 1000 Einheiten pro Woche hochgefahren werden.

Nicht einmal Berichte über Brände bei dem rund 200 Stundenkilometer schnellen Auto hielten die Fans vom Kauf ab. Bei Unfällen in den USA hatten Metallgegenstände auf der Fahrbahn die im Boden verbauten Batterien beschädigt. Musk hatte unter Berufung auf Statistiken erklärt, das Model S sei sicherer als Autos mit Verbrennungsmotor.

Tesla hatte das sportliche Model S Mitte 2012 auf den Markt gebracht und im ersten Jahr 2650 Mal ausgeliefert. Für das vergangene Jahr hatte Musk ursprünglich 20.000 verkaufte Fahrzeuge angepeilt. Durch den besseren Absatz verfünffachte sich der Umsatz auf 2,0 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), der Verlust schrumpfte im gleichen Maße auf unterm Strich 74 Millionen Dollar.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen