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Aktie bricht um knapp 11 Prozent ein: Tesla schlägt Prognose - und fällt

Die Aktie des Elektroauto-Herstellers Tesla Motors bricht ein. Das Unternehmen übertrifft zwar die Prognosen für das dritte Quartal, doch nach dem Höhenflug in diesem Jahr fällt das Wertpapier wie ein Stein.

Im vierten Quartal will Tesla knapp unter 6000 Fahrzeuge des Model S verkaufen.
Im vierten Quartal will Tesla knapp unter 6000 Fahrzeuge des Model S verkaufen.(Foto: REUTERS)

Gut war nicht gut genug: Zwar hat Tesla Motors die Prognosen der Analysten im dritten Quartal übertroffen, doch die Aktie fiel tief. Auf bereinigter Basis hat der kalifornische Elektroauto-Hersteller ein Ergebnis von 12 Cent je Aktie erzielt, Analysten hatten lediglich 11 Cent auf dem Radar. Die Aktie brach im nachbörslichen Handel dennoch um knapp 11 Prozent auf 157,57 Dollar ein. Die Anleger hatten höhere Erwartungen an das US-Unternehmen, sie rechneten mit höheren Verkaufszahlen der Elektrolimousine Model S.

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Auf unbereinigter Basis hat Tesla einen Nettoverlust von 38 Millionen Dollar eingefahren. Der Umsatz belief sich auf 603 Millionen Dollar, hier hatten Experten nur mit 535 Millionen Dollar gerechnet. Die Bruttomarge lag bei 24 Prozent, für das Gesamtjahr strebt Tesla 25 Prozent an. Für Enttäuschung könnte am Markt möglicherweise die verkaufte Stückzahl gesorgt haben. Das Model S - also die Limousine - wurde 5.500 Mal ausgeliefert. Deutsche-Bank-Analyst Craig Irwin hatte mit 5.850 Fahrzeugen gerechnet. 1.000 Fahrzeuge des Typs waren nach Europa gegangen. "Die Nachfrage nach dem Model S nimmt in Nordamerika und Europa weiterhin zu", erklärte Firmengründer und -chef Elon Musk in einem Brief an die Aktionäre.

Im vierten Quartal will Tesla knapp unter 6.000 Fahrzeuge des Model S verkaufen, im Gesamtjahr sollen es nun 21.500 sein - 500 mehr als Tesla vor einem Quartal geplant hatte. Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll dann auch nach China geliefert werden. Die Aktie hat in diesem Jahr bereits einen Höhenflug von 422 Prozent hinter sich. Auch aus diesem Grund seien die Abgaben in der Höhe nicht sonderlich überraschend, heißt es am Markt.

Quelle: n-tv.de

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