Wirtschaft
Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an eine Stahlprobe.
Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an eine Stahlprobe.(Foto: picture alliance / dpa)

Kapitalerhöhung wird vorbereitet: ThyssenKrupp spricht mit Hedgefonds

ThyssenKrupp mit auf einem hohen Schuldenberg. Deshalb plant der Dax-Konzern eine Kapitalerhöhung. Einem Medienbericht zufolge sollen dazu auch Hedgefonds mit ins Boot geholt werden. Es habe dazu bereits erste Gespräche gegeben.

Der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp könnte einem Bericht zufolge eine mögliche Kapitalerhöhung mit Hilfe von Hedgefonds durchziehen. Grundsätzlich seien Beteiligungsgesellschaften aus New York und London zu einem Einstieg bereit, berichtet das "Manager Magazin" ohne genaue Quellenangabe. Erste Gespräche seien bereits im März aufgenommen und dann Mitte Juli fortgesetzt worden. Als Helfer für eine mögliche Kapitalerhöhung habe der Konzern die Investmentbank Goldman Sachs und die Commerzbank engagiert.

Der Dax-Konzern wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies lediglich auf Aussagen aus der vergangenen Woche, wonach über eine Kapitalerhöhung noch nicht entschieden ist. Im Mai hatte Vorstandschef Heinrich Hiesinger einen solchen Schritt erstmals öffentlich als Option ins Spiel gebracht.

ThyssenKrupp sitzt wegen des Milliarden-Desasters beim Bau neuer Stahlwerke in Brasilien und den USA auf einem Schuldenberg von 5,3 Milliarden Euro, zugleich ist das Eigenkapital bedrohlich geschrumpft. In der vergangenen Woche betonte Hiesinger, dass eine Kapitalerhöhung nicht unbedingt vom Verlauf der Verhandlungen über den Verkauf der Stahlwerke in Übersee abhänge. Diese ziehen sich viel länger hin als vom Konzern geplant.

Eine Kapitalerhöhung galt lange als Tabu bei ThyssenKrupp. Denn die mächtige Krupp-Stiftung kann dem Vernehmen nach aus eigener Kraft nicht bei der Kapitalerhöhung mitziehen. Damit wackelt deren Sperrminorität von gut 25 Prozent der Anteile und damit auch der Übernahmeschutz für den Konzern.

Quelle: n-tv.de

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