Wirtschaft
Die Mehrheit der Mexikaner fühlt sich von Donald Trump bedroht. Mehrfach wurde im Wahlkampf zu Protestaktionen eingeladen.
Die Mehrheit der Mexikaner fühlt sich von Donald Trump bedroht. Mehrfach wurde im Wahlkampf zu Protestaktionen eingeladen.(Foto: imago/ZUMA Press)

Versöhnungskurs mit Mexiko?: Trump diniert mit Multimilliardär Carlos Slim

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt und Haupteigner der "New York Times". Im Wahlkampf greift ihn Donald Trump dafür an. Jetzt sprechen die beiden über die US-mexikanische Zusammenarbeit.

Der künftige US-Präsident Donald Trump scheint auf Versöhnungskurs mit Mexiko. Der Republikaner habe den mexikanischen Multimilliardär Carlos Slim zu einem Abendessen getroffen, schrieb Slims Schwiegersohn und enger Mitarbeiter Arturo Elías Ayub auf Twitter. Das Treffen habe am Wochenende in Trumps Club Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida stattgefunden, schreibt die "Washington Post". Nach ihren Angaben könne es als Annäherung von Trump an die mexikanische Unternehmerschaft verstanden werden.

Im Wahlkampf hatte Trump regelmäßig gegen Mexikaner gewettert und auch Slim als Hauptaktionär der "New York Times" angegriffen. Er warf ihm vor, seiner Konkurrentin Hillary Clinton zum Sieg verhelfen zu wollen. Bei einer Kundgebung in North Carolina sagte Trump: "Der Haupteigner der 'Times' ist Carlos Slim. Und wie ihr wisst, kommt Carlos Slim aus Mexiko. Er hat Clinton und ihren Initiativen viele Millionen Dollar gegeben."

Slim sieht Chancen in Trump

Slim ist einer der reichsten Menschen der Welt. Seine Unternehmen sind hauptsächlich in der Telekommunikationsbranche aktiv. In der Liste des Magazins "Forbes" belegt er mit einem Vermögen von 50 Milliarden US-Dollar (gut 48 Mrd Euro) derzeit Platz vier.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta neuverhandeln oder sogar aufkündigen zu wollen. Zudem drohte er, die Einwanderung zu begrenzen und mit dem Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze. Viele Finanzexperten vermuten, Mexikos Wirtschaft könnte dadurch schweren Schaden nehmen. Der mexikanische Peso war nach der US-Wahl um rund zehn Prozent eingebrochen.

Slim dagegen sieht in der Präsidentschaft Trumps auch Chancen für sein Land. Anfang Dezember hatte er in einem Interview gesagt, wenn Trump Erfolg habe, sei das gut für Mexiko. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas würde profitieren, wenn die US-Wirtschaft um vier Prozent wachse und Millionen neuer Jobs schaffe.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen