Wirtschaft

Aufschwung trägt Früchte: US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen

Die weltgrößte Volkswirtschaft entwickelt eine immer größere Dynamik. Das schlägt sich positiv auf den US-Arbeitsmarkt. Im Februar werden mehr Stellen geschaffen als prognostiziert. Unzufrieden ist man mit der Entwicklung des Lohnwachstums.

Die US-Arbeitsmarktdaten kommen an den Börsen gut an.
Die US-Arbeitsmarktdaten kommen an den Börsen gut an.(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Unternehmen haben im Februar überraschend viele Jobs geschaffen. Zugleich sank die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten stärker als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium in Washington berichtete, stieg im Februar die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 295.000, während Volkswirte nur ein Stellenplus von 240.000 erwartet hatten.

Die Angaben für den Januar wurden indes nach unten korrigiert: Das Ministerium meldete für Januar nun ein Stellenplus von 239.000, nachdem zunächst ein Anstieg um 257.000 gemeldet worden war. In den vergangenen zwölf Monaten sind nun im Schnitt mehr als 200.000 Jobs pro Monat entstanden.

Die separat erhobene Arbeitslosenquote fiel im Januar auf 5,5 von 5,7 Prozent. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 5,6 Prozent erwartet. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.

Lohnwachstum enttäuscht

Angesichts des Wirtschaftsaufschwungs in den USA kommt die Notenbank Federal Reserve ihrem Ziel der Vollbeschäftigung immer näher. Doch im Sog der niedrigen Energiepreise entfernt sich die Inflation immer weiter vom Ziel der Fed von 2 Prozent. Im Januar sind die USA erstmal seit 2009 wieder in eine Minusinflation gefallen.
Daher wäre ein Anstieg bei den Löhnen und Gehältern sehr willkommen. Die durchschnittlichen US-Stundenlöhne stiegen im Januar jedoch nur um 0,03 Dollar auf 24,78 Dollar, binnen Jahresfrist betrug der Anstieg 2,0 Prozent. Im Januar hatte das Plus bei 2,2 Prozent gelegen.

"Die einzige Enttäuschung ist das Lohnwachstum, das nicht so stark wie erhofft ist", kommentierte ING-Bank-Analyst James Knightley die Zahlen. Für die Firmen werde es jedoch zunehmend schwieriger, geeignetes Personal zu finden, besonders bei höher qualifizierten Tätigkeiten.

"In der Folge dürften die Löhne zu steigen beginnen, was mittelfristig ein höheres Inflationsrisiko mit sich bringt", sagte Knightley. "Mit einer gesunden Wirtschaft und einem soliden Jobwachstum halten wir es für gut möglich, dass die Fed im Juni die Zinsen erhöhen wird."

Die überraschend gute Arbeitsmarktdaten lösten bei den US-Anlegern gemischte Gefühle aus. Einerseits läuft die Wirtschaft gut, andererseits drohen Zinserhöhungen der Fed.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen