Wirtschaft
Grauer Himmel über der Shell-Ölraffinerie in Baytown, Texas.
Grauer Himmel über der Shell-Ölraffinerie in Baytown, Texas.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Dritter Monat in Folge: US-Industrie drosselt Produktion

Viele negative Faktoren globaler Art bremsen die Industrie in den USA aus. Die Produktion sinkt im Dezember stärker als von Analysten prognostiziert. Zugleich fällt auch die Kapazitätsauslastung.

Die US-Industrieproduktion ist im Dezember wegen witterungsbedingt niedrigerer Stromproduktion, schwächerer globaler Nachfrage und fallendender Ölpreise weiter geschrumpft. Die Produktion in der größten Volkswirtschaft der Welt sank um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Produktion ist damit seit drei Monaten in Folge rückläufig.

Zugleich fiel die Kapazitätsauslastung auf 76,5 Prozent, wie die US-Notenbank Federal Reserve weiter mitteilte. Im Vorfeld hatten Ökonomen einen Rückgang der Produktion um 0,2 Prozent prognostiziert, für die Kapazitätsauslastung war ein Wert von 76,8 Prozent vorhergesagt worden.

Im Vormonat hatte sich die Industrieproduktion um 0,9 Prozent (vorläufig: minus 0,6 Prozent) verringert. Die Kapazitätsauslastung wurde auf 76,9 Prozent (77,0 Prozent) revidiert. Vor der großen Finanz- und Wirtschaftskrise lag die Auslastung typischerweise bei etwa 80 Prozent.

Im verarbeitenden Gewerbe, das für fast drei Viertel der Industrieproduktion steht, wurde im Dezember binnen Monatsfrist ein Produktionsminus von 0,1 Prozent (Vormonat: minus 0,2 Prozent) verzeichnet.

Der Ausstoß im Bergbausektor fiel um 0,8 Prozent, der vierte Rückgang in Folge. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Produktion in diesem Bereich um 11,2 Prozent gefallen, was vor allem an der Schließung von Bohrlöchern für die Ölförderung liegt.

Die Kapazitätsauslastung bei den Versorgern fiel indessen auf 73,2 Prozent, der niedrigste Wert seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1972.
Der Wachstumspfad der US-Wirtschaft ist derzeit maßgeblich durch das Spannungsfeld zwischen robustem Konsum und schwacher Industrie geprägt.

Quelle: n-tv.de

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