Wirtschaft

Starkes Quartalswachstum: US-Konjunkturlok steht unter Volldampf

In den USA reiben sich die Analysten die Augen. Obwohl sie für das dritte Quartal ein BIP-Wachstum von 4,3 Prozent vorausgesagt hatten, liegen sie dennoch deutlich unterhalb der Realität. Die US-Wirtschaft wächst noch kräftiger.

Die US-Amerikaner konsumieren wieder deutlich mehr.
Die US-Amerikaner konsumieren wieder deutlich mehr.(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark gewachsen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. In der dritten Veröffentlichung wurde der Wert nochmals überraschend deutlich von 3,9 auf 5,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal nach oben revidiert. Ökonomen hatten mit einem Plus von 4,3 Prozent gerechnet. Gestützt wurde das Wachstum von robusten Konsumausgaben und Investitionen.

Die größte Volkswirtschaft der Welt wächst seit dem Frühjahr kräftig und erholt sich von der unerwarteten Kontraktion im ersten Quartal. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um annualisiert 4,6 Prozent gewachsen und im ersten Quartal um 2,1 Prozent gesunken. Das dritte Quartal markiert das stärkste Wachstum seit dem dritten Jahresviertel 2003.

Wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte, stiegen die Konsumausgaben im dritten Quartal saisonbereinigt mit einer annualisierten Rate von 3,2 Prozent, nachdem in der zweiten Veröffentlichung 2,2 Prozent angegeben worden war.

Der als alternatives Inflationsmaß verwendete Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg annualisiert um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei der zweiten Veröffentlichung war eine Zunahme von 1,3 Prozent ausgewiesen worden. Im zweiten Quartal hatte sich der PCE-Deflator um 2,3 Prozent erhöht. Vor allem die US-Notenbank favorisiert den PCE-Deflator bei ihren geldpolitischen Analysen.

Wann reagiert die Fed?

Der BIP-Deflator, ein weiteres Inflationsmaß, stieg im dritten Quartal wie erwartet um 1,4 Prozent, nachdem im zweiten Jahresviertel eine Steigerung um 2,1 Prozent verzeichnet worden war. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.

Das kräftige Wachstum dürfte die US-Notenbank, die ihre Geldpolitik an Wirtschaftsdaten ausrichtet, von der Stärke der US-Konjunktur überzeugen. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve im kommenden Jahr die Zinsen wieder anheben wird.

Quelle: n-tv.de

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