Wirtschaft

Positive Bewegung auf Arbeitsmarkt : US-Privatwirtschaft stockt kräftig auf

Der kräftige Aufschwung bewirkt in den USA eine größere Zahl geschaffener Stellen. Im Dezember verzeichnet die Privatwirtschaft fast eine Viertelmillion neuer Jobs. Vor allem kleine Unternehmen betätigen sich als Jobmotoren.

Arbeiter auf einer Bohranlage von Tekton Energy im US-Bundesstaat Colorado.
Arbeiter auf einer Bohranlage von Tekton Energy im US-Bundesstaat Colorado.(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Unternehmen haben im Dezember ihren Personalbestand weiter aufgestockt und damit die gute Lage am Arbeitsmarkt des Landes unterstrichen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP berichtete, entstanden im Vergleich zum Vormonat 241.000 Stellen.
Analysten hatten zwar ein etwas höheres Plus von 250.000 Jobs vorausgesagt. Gleichzeitig wurde aber der November-Zuwachs deutlich nach oben revidiert. Danach waren unter dem Strich 227.000 Arbeitsplätze hinzugekommen und damit 19.000 mehr als ursprünglich gemeldet.

Laut ADP trugen im Dezember vor allem kleine Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern überproportional zum Jobaufbau bei. Dagegen stellten Großunternehmen mit über 500 Beschäftigten nur 66.000 weitere Mitarbeiter ein. Stärkster Sektor waren die Dienstleistungen mit 194.000 zusätzlichen Stellen, deutlich vor dem verarbeitenden Gewerbe mit 26.000 Jobs und dem Baubereich mit 23.000.

Der ADP-Bericht stützt sich auf etwas über 400.000 US-Unternehmen mit rund 23 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag vorgelegt wird. Der Bericht umfasst nur die Beschäftigung in der Privatwirtschaft, während der offizielle Bericht auch den Staatsbereich einschließt.

Ökonomen rechnen damit, dass im Dezember auf der Basis des offiziellen Jobreports 240.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft dazugekommen sind, das wären weniger als der überraschend starke Anstieg von 321.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sehen sie auf 5,7 von 5,8 Prozent sinken.

Entlastete Handelsbilanz

Hinsichtlich der US-Handelsbilanz für November gibt eine positive Nachricht. Diese wurde wegen des gefallenen Ölpreises und der heimischen Energieförderung stärker entlastet als erwartet. Das Handelsbilanzdefizit schrumpfte nach vorläufigen Berechnungen um 7,7 Prozent auf 39 Milliarden Dollar, während Volkswirte mit einem Passivsaldo von 42 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Wie das US-Handelsministerium berichtete, betrug das Defizit im Oktober 42,25 Milliarden Dollar, nachdem vorläufig ein Minus von 43,43 Milliarden Dollar genannt worden war.

An den Finanz- und Devisenmärkten wird der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Zur Finanzierung der Defizite benötigen die USA große Kapitalzuflüsse aus dem Ausland.

  Die Exporte sanken um 1 Prozent auf 196,36 Milliarden Dollar. Das Volumen der Importe sank wegen der gefallenen Ölpreise noch stärker, und zwar um 2,2 Prozent auf 235,36 Milliarden Dollar. Mit 189 Millionen Barrel wurde dabei so wenig Öl wie seit 20 Jahren nicht mehr importiert - die Förderung im eigenen Land macht es möglich. Beides verdeckte den ansonsten erreichten Rekord beim Import von Konsumgütern.

Quelle: n-tv.de

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