Wirtschaft
Händler sprechen von einem "extrem schwachen" US-BIP.
Händler sprechen von einem "extrem schwachen" US-BIP.(Foto: picture alliance / dpa)

Negative Überraschung: US-Wirtschaft wächst kaum noch

Die Analysten liegen hinsichtlich des US-Wachstums klar daneben. Plus 1,0 Prozent haben sie veranschlagt - doch die Realität ist eine andere. Die US-Notenbank Fed dürfte mit einer Zinserhöhung nun weiter warten.

Das US-Wirtschaftswachstum hat sich zum Jahresbeginn deutlich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im ersten Quartal aufs Jahr gerechnet lediglich um 0,2 Prozent zu, teilte das Handelsministerium in Washington in einer ersten Schätzung mit.

Im vierten Quartal 2014 hatte die weltgrößte Volkswirtschaft aufs Jahr gerechnet noch um 2,2 Prozent zugelegt. Die neuesten Zahlen wurden nur Stunden vor einer Zinsentscheidung der US-Notenbank veröffentlicht. Es wurde erwartet, dass die Fed die historisch nierigen Zinsen nicht anhebt.

Als "extrem schwach" bezeichnen Händler das US-BIP zum ersten Quartal. "Wir hatten zwar wegen des schweren Winterwetters mit Daten unter dem Konsens gerechnet, aber das unterbietet jede Erwartung", sagt ein Händler. Mit nur plus 0,2 Prozent wurde die Erwartung der Analysten, die von einem Wachstum von 1,0 Prozent ausgegangen sind, weit verfehlt. Einige große Analysehäuser wie Morgan Stanley hatten sogar mit höheren Werten von 1,1 Prozent gerechnet. "Daher könnte der Enttäuschungseffekt relativ hoch ausfallen", so der Händler.

Allerdings sei nun wieder "sehr bullisch" für den Markt, dass die US-Notenbank mit ihren Zinserhöhungen nun warten dürfte. "Die Fed hat zuletzt immer ihre Datenabhängigkeit kommuniziert und mit diesem BIP ein gutes Argument, auch im September noch nichts zu machen", so der Händler weiter.

Quelle: n-tv.de

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