Wirtschaft

Auftragseingang über Erwartungen : Unternehmen präsentieren volle Bücher

Die deutsche Wirtschaft wird sich auch in den kommenden Monaten in einem guten Zustand befinden. Die Industrie registriert mehr Aufträge als prognostiziert. Laut Bundesbank nimmt der Aufschwung der deutschen Wirtschaft Fahrt auf.

Deutschlands Konjunkturmotor brummt.
Deutschlands Konjunkturmotor brummt.(Foto: dpa)

Die deutsche Industrie hat zu Beginn des vierten Quartals 2015 mehr Aufträge als erwartet erhalten, was ein gutes Vorzeichen für die Konjunkturentwicklung in den nächsten Monaten ist. Zudem war der Rückgang im Vormonat weniger deutlich als zunächst berichtet.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts stiegen die Auftragseingänge im Oktober gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,8 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 1,5 Prozent prognostiziert. Im Vormonat waren die Bestellungen nach revidierten Angaben um lediglich 0,7 Prozent gesunken. Vorläufig war ein Rückgang um 1,7 Prozent berichtet worden.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die saisonbereinigten Auftragseingänge im Oktober um 1,5 Prozent. Im September hatte das Minus bei 0,6 Prozent gelegen. Die Auftragseingänge lagen um knapp 0,6 Prozent über dem Niveau des dritten Quartals. Die Prognose hatte auf Basis der vorläufigen Vormonatswerte einen Rückgang um 0,3 Prozent impliziert.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums war der Anteil an Großaufträgen für einen Oktober unterdurchschnittlich. Die Bestellungen von Investitionsgütern nahmen um 2,7 Prozent und die von Konsumgütern um 3,8 Prozent zu. Die Aufträge für Vorleistungsgüter blieben in etwa auf dem Niveau des Vormonats (plus 0,1 Prozent). Die Aufträge aus dem In- und Ausland erhöhten sich etwa in gleichem Umfang - um 1,7 bzw. 1,8 Prozent.

Bundesbank optimistisch

Aus Sicht der Bundesbank nimmt der Aufschwung der deutschen Wirtschaft Fahrt auf. Für 2015 erwartet die Notenbank unverändert 1,7 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), wie aus ihrer neuesten Prognose hervorgeht. 2016 sollen es dann 1,8 Prozent sein, für 2017 zeigen sich die Ökonomen mit 1,7 Prozent etwas optimistischer als vor einem halben Jahr. Vor allem die starke Binnennachfrage mit konsumfreudigen Verbrauchern trage den Aufschwung.

Noch bremse die schwache Nachfrage aus Schwellenländern die Investitionen. Doch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann äußerte sich zuversichtlich: "Mit der erwarteten Erholung der Absatzmärkte außerhalb des Euroraums und dem sich noch etwas verstärkenden Wirtschaftswachstum im Euroraum sollte die gute Grundkonstitution der deutschen Wirtschaft in den nächsten beiden Jahren noch stärker zum Tragen kommen."

Quelle: n-tv.de

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