Wirtschaft
Der niedrige Ölpreis lässt das Geld der Verbraucher lockerer sitzen.
Der niedrige Ölpreis lässt das Geld der Verbraucher lockerer sitzen.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ölpreis macht's möglich: Verbraucher bleiben kauflustig

Die Stimmung der Konsumenten ist so gut wie seit acht Jahren nicht mehr. Die fallenden Benzin- und Heizölpreise verschaffen zur Weihnachtszeit viel Spielraum zum Geldausgeben, geht aus der Studie der GfK-Konsumforscher hervor.

Die Kauflaune der Deutschen ist so gut wie seit acht Jahren nicht mehr. Das GfK-Konsumklima für Januar sprang auf die Marke von 9,0 Punkten und verbesserte sich im Vergleich zum Dezember um 0,3 Zähler.

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Zuversichtlicher als jetzt waren die Konsumenten das letzte Mal Ende des Jahres 2006. "Die Verbraucher gehen derzeit offenbar davon aus, dass die heimische Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder auf ihren Wachstumspfad zurückkehrt", begründen die Konsumforscher den Anstieg des Konjunkturbarometers.

Nach einer fünf Monate andauernden Talfahrt legte die Konjunkturerwartung der Deutschen zum Jahresende wieder deutlich zu. Der Indikator rutschte nicht unter den langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Vielmehr gewann er 12,9 Zähler und steht nun bei 14,5 Punkten.

Ölpreis schmiert Konsum

Aufwärts geht es wegen des Preisrutsches bei Öl, Benzin und Diesel auch bei der Neigung, das eigene Geld in die Geschäfte zu tragen. Die Anschaffungsneigung kletterte zum Jahresende noch einmal. Das Plus von 1,6 Punkten ist nun bereits der dritte Anstieg in Folge. Der Absturz des Ölpreises pünktlich zur Adventszeit ist für den Einzelhandel ein Segen.

Ungeachtet des zuversichtlichen Blicks auf die Wirtschaftsentwicklung sind die Verbraucher etwas zurückhaltender, was die Entwicklung im eigenen Geldbeutel angeht. Nach zwei Anstiegen in Folge sank die Einkommenserwartung im Dezember. Der Indikator büßte 7,5 Zähler ein und weist nun 41,0 Punkte auf, was aber immer noch beachtlich ist.

Der Konsum dürfte damit im neuen Jahr die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft bleiben. Die Wirtschaftsforschungsinstitute kommen samt und sonders zu diesem Ergebnis. Dazu passt, dass die Deutschen nicht mehr so viel Geld auf die hohe Kante legen. Laut GFK ist die Sparneigung auf ein historisches Tief gefallen. Auf dem Konto bringt das Zurückgelegte zu wenig ein.

Quelle: n-tv.de

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