Wirtschaft

Für Amazon wird die Luft dünnerVerdi will Weihnachtsgeschäft bestreiken

25.10.2014, 08:03 Uhr
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Blick in das Logistikzentrum in Leipzig. (Foto: imago/Robert Michael)

Seit Ostern 2013 dauert nun schon der Tarifkonflikt beim Versandhändler Amazon. Die Beschäftigten wollen Verträge, wie sie im Versand- und Einzelhandel üblich sind. Amazon sieht sich eher in der Logistikbranche beheimatet. Die Streiks könnten wehtun.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi droht dem US-Versandhändler Amazon mit Streiks im wichtigen Weihnachtsgeschäft. "Wir werden weiter streiken. Das kann sehr kurzfristig sein", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago der "Bild"-Zeitung. "Notfalls setzen wir unseren Kampf im Weihnachtsgeschäft fort." Er bekräftigte, die Gewerkschaft wolle den Druck auf Amazon erhöhen.

Im September hatte Verdi die Streiks ausgeweitet. Zum ersten Mal beteiligten sich damals auch die Beschäftigten des Standortes Werne in Nordrhein-Westfalen an dem Ausstand. Daran teil nahmen außerdem Mitarbeiter der Standorte Bad Hersfeld, Leipzig, Graben und Rheinberg. Amazon hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, die Lieferungen an die Kunden erfolgten trotz der Streiks pünktlich.

Die Gewerkschaft fordert für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird. Der Tarifkonflikt dauert bereits seit Ostern 2013 an.

Quelle: ntv.de, ppo/rts

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