Donnerstag, 18. Februar 2010
Politische Lage zu angespannt: Versicherer verlassen Iran
Die beiden Versicherer Münchener Rück und Allianz ziehen sich aus dem Iran zurück. Angesichts der politischen Situation habe sich das Management entschieden, mit dortigen Versicherern kein bestehendes Geschäft mehr zu erneuern beziehungsweise keine neuen Verträge abzuschließen, teilte der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück mit.
Dadurch dürfte sich das Prämienvolumen um rund zehn Millionen Euro reduzieren. Die Münchener Rück kam 2009 auf Beitragseinnahmen von mehr als 41 Milliarden Euro. Auch die Allianz werde ihre dortigen Rückversicherungsaktivitäten, die ein vernachlässigbares Volumen hätten, nicht mehr fortführen, sagte ein Konzernsprecher.
Die USA sehen den Iran auf dem Weg in eine Militärdiktatur und hatten das Land zuletzt gewarnt, sie würden nicht untätig zusehen, wie das Land eine Atombombe baue. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, die USA planten zwar keinen Angriff auf den Iran. Es gehe aber darum, die internationale Gemeinschaft auf wirtschaftliche Sanktionen einzuschwören.
Keine neuen Siemens-Aufträge
In Deutschland hatte zuletzt der Münchner Industriekonzern Siemens angekündigt, keine neuen Aufträge aus dem Iran mehr anzunehmen. Bestehende Verträge will Siemens aber erfüllen. Laut Vorstandschef Peter Löscher haben die Geschäfte mit dem Iran ausschließlich zivilen Charakter, das Unternehmen liefere vor allem Infrastruktur-, Verkehrs- und Medizintechnik.
Siemens macht dort jährlich rund eine halbe Milliarde Euro und damit weniger als ein Prozent des gesamten Umsatzes.
wne/rts
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
-
Griechenland-Exporte
Euler Hermes versichert nicht
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Boni-Streit vor Londoner Gericht
Coba erleidet Schlappe
-
Verbleib im Deutsche-Bank-Turm
Börsig behält Privilegien
-
"Das Urteil ist gefallen"
Schlecker steht vor dem Aus
-
Defizitabbau darf länger dauern
EU kommt Spanien entgegen
-
Zwischen Krisenangst und Optimismus
Konjunktur bleibt wackelig
-
Rätselraten um Bankia-Hilfen
EZB wurde gar nicht gefragt
