Wirtschaft

Audi, BMW, DaimlerVollgas ins zweite Halbjahr

09.08.2010, 12:41 Uhr

China und den USA sei Dank: Die deutschen Autohersteller fahren Monat für Monat Absatzzuwächse ein. Audi und Daimler machen es vor, BMW zieht nach und sichert sich weiter die Spitzenposition unter Deutschlands Oberklasseherstellern.

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BMW fährt in der Oberklasse weiter vor der Konkurrenz. (Foto: picture-alliance/ dpa)

BMW, Daimler

und Audi haben auch im Juli wieder deutlich mehr Autos verkauft. Weltweit wächst

die Nachfrage nach den deutschen Oberklassewagen. Nach schweren zwei Jahren knüpfen

die drei Premiumhersteller wieder an die Rekorde aus der Zeit vor der Krise an.

Weltweit setzte BMW 119.982 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls Royce ab, wie

der Konzern mitteilte. Das ist verglichen mit dem Vorjahresmonat ein Plus von 9,1

Prozent.

In den ersten

sieben Monaten des Jahres kletterte die Zahl der verkauften Autos damit um 12,5

Prozent auf 816.014. "Seit September 2009 haben wir unsere Verkäufe zum elften

Mal in Folge gesteigert", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Für das gesamte

Jahr erwartet BMW ein Absatzplus von rund 10 Prozent auf mehr als 1,4 Millionen

Fahrzeuge. Entgegen dem Branchentrend konnten die Münchner auch auf dem rückläufigen

deutschen Markt zulegen.

Aufholjagd mit Ausdauer

Für Experten

ist die kräftige Erholung mehr als eine kurze Aufholjagd. "Ich sehe weiterhin

große Wachstumschancen für die deutschen Hersteller in China, aber auch die Märkte

in Europa und Nordamerika werden sich wieder stabilisieren", sagte Autofachmann

August Joas von der Münchner Managementberatung Oliver Wyman. Zwar profitierten

die Konzerne vom Export. "Es wäre aber zu einfach zu sagen: China hat uns gerettet.

Die Hersteller haben sehr systematisch ihre Hausaufgaben gemacht."

2012 dürften

die Unternehmen wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen. Dazu müssten aber die eingeleiteten

Entwicklungen weiter vorangetrieben werden, sagte Joas. Insgesamt traut er den drei

Herstellern ein Absatzvolumen von jeweils rund zwei Millionen Fahrzeugen jährlich

zu. "Der weltweite Markt ist da und Premium bleibt ein Wachstumssegment."

Bislang verkaufen die drei Hersteller zwischen rund 1 Million und 1,5 Millionen

Autos im Jahr.

Audi und Daimler ebenfalls stark

Vor BMW hatten

bereits Daimler und Audi ihre Absatzzahlen für Juli bekanntgegeben. Die Schwaben

verbuchten den zehnten Monat in Folge ein Absatzplus. Mit 106.100 Fahrzeugen der

Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach verkauften die Stuttgarter 12,9 Prozent

mehr als im Vorjahresmonat. Vor allem in Asien und den USA liefen die Geschäfte

mit Luxusautos weiter gut. Beim Smart kämpft Daimler dagegen mit schrumpfendem Absatz

- im Juli rauschte die Zahl der verkauften Kleinwagen um ein Fünftel auf 8400 nach

unten. Seit Jahresbeginn legten die Verkäufe insgesamt um 11,8 Prozent auf 713.500

Fahrzeuge zu.

Audi lieferte

weltweit rund 91.400 Fahrzeuge aus, 7,7 Prozent mehr als im Juli 2009. Von Januar

bis Juli kletterte der Absatz der Volkswagen-Tochter damit um 17,4 Prozent auf insgesamt

rund 646.300 Autos. Verkaufsrekorde stellte Audi erneut in China und den USA auf.

Rückläufig waren die Verkäufe im Juli angesichts eines kräftigen Minus in Deutschland

aber in Westeuropa. Auf dem Heimatmarkt ging der Absatz im Juli um fast ein Fünftel

auf 18.829 Autos zurück.

Quelle: dpa