Wirtschaft
Frankreichs Präsident Francois Hollande.
Frankreichs Präsident Francois Hollande.(Foto: AP)

Hollande hat ein Problem : Wieder mehr Arbeitslose in Frankreich

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt auf einen neuen Höchststand. Damit nimmt der Druck auf Präsident Hollande zu. Denn der hatte seinen Landsleuten versprochen, eine Trendwende einzuleiten.

Frankreich muss einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau verbuchen. Im Januar kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 8900 auf 3,31 Millionen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 4,4 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Bereits im Dezember war die Arbeitslosigkeit in Frankreich auf einen Rekordwert geklettert. Damit musste Staatspräsident Francois Hollande sein selbst gestecktes Ziel begraben, den Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Ende 2013 zu stoppen.

Eine Arbeitslosenquote veröffentlicht das Arbeitsministerium nicht. Nach jüngsten Zahlen von Eurostat vom Dezember 2013 lag sie mit 10,8 Prozent in Frankreich mehr als doppelt so hoch im Vergleich zu Deutschland, wo 5,1 Prozent gemessen wurden. Laut Prognosen des französischen Statistikamtes Insee dürfte die Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2014 bei 10,5 Prozent liegen, die französischen Überseegebiete mit eingerechnet bei rund 11 Prozent.

Arbeitsminister Michel Sapin gab als neues Ziel aus, die Arbeitslosigkeit bis Jahresende zu senken. "Die gesamte Politik der Regierung ist auf ein einziges und für alle verständliches Ziel ausgerichtet: Am Jahresende muss es weniger Arbeitslose geben", sagte er. Immerhin sei es der Regierung sei es bereits gelungen, die Zahl der jungen Arbeitslosen zu senken.

Um die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone aus der Krise zu bekommen, will Hollande Unternehmen, Gewerkschaften und Bevölkerung nun unter anderem für einen "Pakt der Verantwortung" gewinnen.

Quelle: n-tv.de

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