Wirtschaft
Der Außenhandel stützt erneut die deutsche Wirtschaft: Die Exporte legten stärker zu als die Importe.
Der Außenhandel stützt erneut die deutsche Wirtschaft: Die Exporte legten stärker zu als die Importe.(Foto: picture alliance / dpa)

Mini-Wachstum im dritten Quartal: Wirtschaft schrammt an Rezession vorbei

Knapper geht es kaum: Einen minimalen Zuwachs verzeichnet die deutsche Wirtschaft im Sommer - und rettet sich vor einer Rezession. Ein weiteres Minus nach dem mauen Frühjahr hätte die Krise manifestiert. Die Rettung kommt aus zwei erfolgreichen Bereichen.

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal dank eines Mini-Wachstums an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten dieses Ergebnis vorausgesagt.

Im zweiten Quartal war die Wirtschaft um revidiert 0,1 (bisher 0,2) Prozent und damit erstmals seit mehr als einem Jahr geschrumpft. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Experten von Rezession. "Positive Impulse kamen nach vorläufigen Berechnungen vor allem von den privaten Haushalten, die ihre Konsumausgaben kräftig erhöhten", erklärten die Statistiker. "Darüber hinaus stützte der Außenhandel die deutsche Wirtschaft: Die Exporte legten stärker zu als die Importe." Dagegen schrumpften die Investitionen - vor allem, weil die Unternehmen "erheblich weniger" in Anlagen wie Maschinen oder Fahrzeuge steckten.

"Die Investitionen in Bauten gingen geringfügig zurück", so die Statistiker. Im Vergleich zum dritten Quartal 2013 legte das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent zu. Auch für das Gesamtjahr 2014 dürfte es zu einem Wachstum von rund 1,2 Prozent reichen, sagen die meisten Experten voraus. Für das kommende Jahr gehen die Prognosen aber auseinander: Während die Bundesregierung eine leichte Beschleunigung auf 1,3 Prozent erwartet, gehen die Wirtschaftsweisen von einem Rückgang auf 1,0 Prozent aus.

Quelle: n-tv.de

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