Wirtschaft
Die Börsenprofis sehen Licht.
Die Börsenprofis sehen Licht.(Foto: picture alliance / dpa)

Börsianer wieder zuversichtlicher: ZEW-Index schießt nach oben

Die Zuversicht der Börsenprofis hinsichtlich der Konjunktur wird deutlich größer. Der ZEW-Index für den Dezember schnellt regelrecht nach oben. Er erreicht den höchsten Stand seit Mai. Der schwache Euro und der niedrige Ölpreis sich dabei hilfreich.

ZEW-Index

Der ZEW-Index, der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veröffentlicht wird, gilt neben dem ifo-Geschäftsklimaindex als das am meisten beachtete Konjunktur-Barometer. Der Index gibt die Differenz zwischen den positiven und negativen Erwartungen für die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung von rund 300 Analysten und institutionellen Anlegern wieder.

Die Börsenprofis zeigen sich zunehmend optimistischer für die deutsche Wirtschaft. Das Barometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für die Konjunkturerwartungen stieg im Dezember überraschend deutlich auf plus 34,9 Zähler von 11,5 Punkten im Vormonat. Das ZEW beruft sich auf eine Umfrage unter 230 Anlegern und Analysten. Dies ist der höchste Stand seit Mai. Ökonomen hatten nur mit 18 Zählern gerechnet.

"Langsam scheinen die Finanzmarktexperten Vertrauen in die deutsche Konjunktur zurückzugewinnen", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Dies hänge mit dem günstigen Umfeld "in Form eines schwachen Euros und eines niedrigen Ölpreises" zusammen.

Die Börsianer bewerteten auch die Lage etwas besser als zuletzt. Dieses Barometer stieg leicht auf 10,0 Punkte von 3,3 Zählern.

Auch die aktuelle Konjunkturlage wird von den Finanzprofis wieder besser eingeschätzt. Der Index legte 6,7 Punkte zu und steht nun bei 10,0 Punkten. Volkswirte hatten lediglich einen Wert von 5,0 Zählern vorausgesagt.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Euro-Wirtschaft verbesserten sich ebenfalls. Der Erwartungsindikator kletterte um 20,8 Punkte auf 31,8 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Lage im Währungsblock hat sich im Dezember jedoch um 3,1 auf minus 62,8 Punkte verschlechtert.

Quelle: n-tv.de

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