Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Dow Jones und S&P 500: Zwei US-Indizes erreichen Rekordwerte

Der US-Arbeitsmarktbericht war eine dicke Überraschung und trieb an der Wall Street gleich zwei Indizes auf neue Gipfelrekorde. Ein echtes Kursfeuerwerk blieb jedoch aus - viele Investoren sind verunsichert, welchen Weg die Fed nun einschlagen wird.

Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat den Dow-Jones-Index zum Wochenausklang bis knapp an die Marke von 18.000 Punkten geführt. Bei 17.991 Punkten steht nun das neue Rekordhoch. Und auch der S&P-500 setzte bei 2.079 Punkten eine erneute Rekordmarke. Zwar konnten die Indizes ihre Aufschläge in der Folge nicht ganz behaupten, aber sowohl der Dow-Jones-Index als auch der S&P-500 beendeten den Handel auf neuen Rekordschlussständen.

Im November wurden 321.000 neue Stellen geschaffen, deutlich mehr als die von den Ökonomen erwarteten 230.000. Auch der Vormonat wurde kräftig nach oben revidiert. Die US-Wirtschaft hat nun zehn Monate in Folge mehr als 200.000 Jobs geschaffen, die längste derartige Serie seit über 30 Jahren.

Doch blieb an der Wall Street ein Kursfeuerwerk aus. Vielmehr machten sich die Investoren nun Sorgen, welche Auswirkungen der starke Arbeitsmarktbericht auf die Zinspolitik der US-Notenbank haben könnte. Denn diese könnte nun die Zinsen möglicherweise früher als bislang erwartet anheben. Derzeit gehen die Investoren überwiegend von einer Erhöhung in der zweiten Jahreshälfte 2015 aus.

Der Dow-Jones-Index kletterte um 0,3 Prozent auf 17.959 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,2 Prozent auf 2.075 Punkte nach oben und der Nasdaq verzeichnete ein Plus von 0,2 Prozent auf 4.781 Punkte.

"Sollten wir noch zwei oder drei so starke Arbeitsmarktberichte haben, dann steigt die Chance, dass die Fed die Zinsen früher erhöhen wird als viele bislang dachten", sagte Gary Pollack, Chef des Anleihenhandels bei der Deutschen Bank in New York. "Dieser Bericht hat Angst auf dem Anleihenmarkt ausgelöst, die Renditen sind gestiegen."

So ist die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert. Und auch am langen Ende des Marktes legten die Renditen zu. Die Rendite für zehnjährige Papiere erhöhte sich um fünf Basispunkte auf 2,30 Prozent. "Der starke und breite Stellenzuwachs kombiniert mit positiven Revisionen und steigenden Stundenlöhnen hat den Anleihenmarkt ziemlich hart getroffen", so Analyst Christopher Sullivan von der United Nations Federal Credit Union.

Bisher hat die US-Notenbank mit der ersten Zinserhöhung nach der globalen Finanzkrise gezögert, weil der Aufschwung an vielen Amerikanern vorbeigegangen war. Seit 2008 liegt der Leitzins nahe null Prozent, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Im Oktober hat die Federal Reserve ihr Programm massiver Staatsanleihekäufe auslaufen lassen. Sollte der Aufschwung am Arbeitsmarkt aber mit dieser Dynamik weitergehen, dürfte Mitte 2015 die erste Zinserhöhung der Fed folgen.

Am Aktienmarkt legten Gap um 0,4 Prozent zu. Der Mode-Einzelhändler hatte am späten Donnerstag ein unerwartet starkes flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 6 Prozent für November ausgewiesen. Schlechter sah es dagegen bei American Eagle Outfitters aus. Hier ging es nach einer enttäuschenden Prognose um 13,8 Prozent abwärts.
 

Quelle: n-tv.de

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