Montag, 17. Juli 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Thomas Badtke

17:53 Uhr

Dax-Anleger brauchen vor Draghi viel Mut zum Risiko

Der erste Börsentag der neuen Handelswoche geht mit leichten Verlusten zu Ende. "Man hält sich vor der EZB-Sitzung erst einmal zurück", kommentiert n-tv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf die Situation zum Handelsschluss. Von den positiven BIP-Zahlen aus China habe der Markt nicht profitieren können, führt sie weiter aus.

Der Dax geht in Frankfurt 0,4 Prozent schwächer aus dem Handel, er schließt mit 12.587 Punkten. Der MDax büßt 0,1 Prozent auf 25.136 Zähler ein. Der TecDax legt dagegen 0,4 Prozent auf 2308 Stellen zu.

Adidas ziehen etwas mehr als 0,5 Prozent an, ebenso Lufthansa und Conti - mehr ist heute nicht drin. Das sind die Topwerte im Dax. Deutsche Börse weisen mit etwa 1,5 Prozent die größten Verluste auf.

Die Berichtssaison liefert dabei die ersten Überraschungen: Während Gea wieder einmal enttäuscht und die Prognose zurückschraubt, läuft das Geschäft bei Puma gut. Vor aller das Ergebnis überzeugt bei den Herzogenaurachern, die Aktie springt zeitweise gut 6 Prozent nach oben. Am Ende bleiben davon etwas mehr als 2 Prozent. Gea sacken dagegen rund 5,5 Prozent ab. Mal sehen, was der Dienstag so bringt ...

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17:16 Uhr
16:46 Uhr

Puma überrascht alle, auch Adidas

Confed Cup, U21-EM: Eigentlich spielt in diesem Sommer der deutsche Fußball nur für Adidas. Aber bei den Anlegern kann der Herzogenauracher Konkurrent Puma heute mehr punkten: Die Titel zieht's in der Spitze rund 6 Prozent nach oben. Zum Vergleich: Das Adidas-Plus beträgt vergleichsweise bescheidene rund 1 Prozent.

Der Grund: Puma hat nach einer starken Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal seine Jahresprognose für Umsatz und operativen Gewinn angehoben. Die Geschäftsaussichten für das restliche Jahr seien positiv, so der Adidas-Konkurrent. "Klar positiv ist die Ebit-Entwicklung", kommentiert ein Aktienhändler.

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16:07 Uhr
15:52 Uhr

"Viele, viele Quartalszahlen" an der Wall Street

US-Anleger haben sich am Montag zurückgehalten. Vor der Veröffentlichung wichtiger Quartalszahlen in dieser Woche wollten sie keine eindeutige Position einnehmen. Der US-Markt sei derzeit nicht billig, sagte Analyst Phil Guarco von JP Morgan Private Bank. Deshalb wollten Investoren prüfen, ob die hohen Bewertungen auch gerechtfertigt seien, weshalb den Bilanzen eine wichtige Rolle zukäme.

Der Dow-Jones-Index eröffnet mit 21.634 Punkte und damit auf dem Schlussstand vom Freitag. Auch der breiter gefasste S&P-500 notiert bei 2458 Zählern nahezu unverändert. Der Nasdaq Composite legt 0,1 Prozent auf 6316 Stellen zu.

15:36 Uhr

SMA Solar steigen und steigen und ...

Bei den Technologiewerten liegt der Anlegerfokus wieder einmal auf den Titeln von SMA Solar. Im Tageshoch notieren sie über der 31-Euro-Marke, pendeln sich dann um 30,85 Euro ein - ein Aufschlag von weiteren rund 3 Prozent. Damit gelingt erstmals seit September 2016 wieder der Sprung über die 30-Euro-Marke. Schon an den vergangenen Handelstagen haben ein Großauftrag aus den USA und positive Aussagen in einem Anlegermagazin für Auftrieb gesorgt.

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15:17 Uhr

Goldpreis klettert auf Zweiwochenhoch

Wie der Kupferpreis legt auch die Goldnotierung zu. Eine Feinunze kostet 1234 Dollar. Das sind rund 0,5 Prozent mehr als noch am Freitag. Das Tageshoch markiert der Preis bei 1235,55 Dollar. Auf diesem Stand lag die Feinunze zuletzt vor zwei Wochen.

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14:53 Uhr

Preis für Kupfer bricht nach oben aus

"Bei Kupfer sieht man klare Ausbruchsversuche nach oben und der Index der Basismetalle läuft", sagt ein Händler. Das zeige klar, dass konjunkturbullische und inflationäre Signale nun auch für Preisanstiege sorgten. Die Tonne Kupfer verteuert sich

Bei den Aktien profitiert Aurubis von dieser Aufwärtsbewegung. Die Titel legen rund 2 Prozent zu. Sie gehören damit zu den stärksten Werten im Nebenwerteindex MDax.

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14:14 Uhr

Rekorde an der Wall Street? Das war letzte Woche ...

Nach der Rekordjagd der vergangenen Woche zeichnen sich an den US-Börsen zum Handelsbeginn wenig veränderte Kurse ab. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes treten auf der Stelle. Im Laufe der Woche werden zahlreiche bedeutende US-Unternehmen ihre Quartalsausweise veröffentlichen, so dass sich die Anleger einstweilen zurückhalten.

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An Konjunkturdaten wird nur der Empire State Manufacturing Index für den Monat Juli veröffentlicht.

Heute ist die Liste der Berichtsunternehmen noch recht kurz: Nach der Schlussglocke lassen Netflix in die Bücher schauen. Zuvor dürften Procter & Gamble mit dem Bemühen eines aktivistischen Aktionärs um mehr Einfluss auf den Konzern im Fokus stehen. Die Fondsgesellschaft Trian Fund Management will für ihren Gründer und Vorstandschef Nelson Peltz einen Sitz im Board von Procter & Gamble erkämpfen.

13:50 Uhr

Ölpreis kriegt die 50 Dollar nicht zu fassen

Leichte Gewinne verbucht der Ölpreis im bisherigen Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 48,96 Dollar und damit 0,2 Prozent mehr als noch am Freitag. Der Preis für die US-Sorte WTI liegt bei 46,56 Dollar - immer noch etwa 0,1 Prozent als zum zurückliegenden Wochenschluss.

Die Sorge vor einem zu hohen Angebot bleibt aber das beherrschende Thema am Ölmarkt. Der Preis für Rohöl liegt nach wie vor unter der Marke von 50 Dollar. Am Freitagabend hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes einen erneuten Anstieg der Bohrlöcher in den USA gemeldet.

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13:30 Uhr

Wie reagieren Anleger auf die BVB-Frist für Aubameyang?

Deutschlands einziger börsennotierter Fußballverein, Borussia Dortmund, will Planungssicherheit für die neue Saison. Glaubt man der "Bild", hat der Ruhrpott-Klub seinem umworbenen Toptorjäger Pierre-Emerick Aubameyang ein Ultimatum gesetzt: Demnach endet die BVB-Frist für einen Wechsel des Gabuners zu einem europäischen Spitzenklub am 26. Juli.

Um Aubameyang buhlen angeblich vor allem der englische Meister FC Chelsea und der italienische Renommierklub AC Mailand. Als Ablösesumme sind mindestens 70 Millionen Euro im Gespräch.

Die BVB-Aktie reagiert mit leichten Aufschlägen.

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13:18 Uhr

Deutsche Börse ist Top-Verlierer im Dax

Mit Abgaben von 1,7 Prozent sind Deutsche Börse der Hauptverlierer im Dax. Auslöser für die Abgaben ist eine Abstufung auf "Sectorperform" durch RBC Capital Markets. Händler machen übergeordnet aber auch Gewinnmitnahmen aus, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 25 Prozent gestiegen ist. Das Überraschungspotenzial bei den in der kommenden Woche anstehenden Quartalszahlen sei daher begrenzt, so ein Marktteilnehmer.

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12:58 Uhr

Nach Kursrutsch: Was wird aus Snapchat-Mutter?

Knapp 15 Dollar kostet eine Snap-Aktie noch, einst waren es mehr als 29 Dollar. Enttäuschend, wenn man das ie Erwartungen zum Börsenstart als Vergleich hernimmt, denn die Snapchat-Mutter wollte Facebook und deren Tochter Instagram Paroli bieten. Doch das Wachstum bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück - und so taumelt auch der Aktienkurs. Droht nun eine Übernahme?

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12:23 Uhr

Mittags-Dax: Frühe Gewinne wie weggeblasen

Der freundliche Stimmung zum Handelsazftakt hält am deutschen Aktienmarkt nicht lange vor. Dax und Co. drehen schnell ins Minus. Der deutsche Leitindex Dax notiert am Mittag 0,4 Prozent im Minus bei 12.757 Punkten. Der MDax gibt ebenfalls 0,4 Prozent auf 25.072 Zähler ab. Einzig der TecDax weist mit 0,2 Prozent auf 2302 Stellen einen geringen Aufschlag auf.

Im Dax belasten vor allem die Finanzwerte: Deutsche Bank geben 0,2 Prozent ab. Commerzbank und Allianz fallen je 0,5 Prozent. Die geringe Inflation in der Eurozone bremst hier. "Der Reflationierungs-Trade funktioniert damit nicht", sagt ein Händler. Zu den wenigen Dax-Gewinnern zählen Conti und Lufthansa, deren Titel je 0,2 Prozent im Plus liegen.

11:44 Uhr

Experten: EZB-Chef Draghi gibt weiteres Ausstiegssignal

Die Commerzbank rechnet damit, dass EZB-Präsident Mario Draghi nach der Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) ein weiteres vorsichtiges Signal für einen schrittweisen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik geben wird. "Das Kommuniqué wird wohl nicht mehr den Satz enthalten, dass die EZB das Volumen der monatlichen Anleihenkäufe bei Bedarf erhöhen könnte", so Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Bei der Sitzung Anfang Juli hatte die EZB bereits den Passus gestrichen, dass sie weitere Zinssenkungen für möglich hält. Damit wäre der "Easing Bias" aus den offiziellen Kommunikation der EZB verschwunden. Krämer geht davon aus, dass sie EZB "ein klares Signal für ein Ende der Käufe" erst im Herbst geben wird. "Sie sollte dann ankündigen, die Käufe im Verlauf des kommenden Jahres zurückzufahren. Details dürften im vierten Quartal folgen", kalkuliert Krämer.

Die EZB gibt ihre geldpolitischen Entscheidungen am Donnerstag um 13.45 Uhr bekannt. Gegen 14.30 Uhr beginnt eine Pressekonferenz mit Draghi.

 

11:16 Uhr

Inflationsdruck? Nicht in der Eurozone ...

Von Inflationsdruck ist in der Eurozone auch im Juni keine Spur. Das sagen aktuelle Daten von Eurostat. Demnach klettern im Juni die Verbraucherpreise im mit einer Jahresrate von 1,3. Im Mai lag die Rate noch bei 1,4 Prozent. Auf Monatssicht bleiben die Preise unverändert.

Die Kerninflationsrate (ohne Energie-, Lebensmittel-, Alkohol- und Tabakpreise) erhöht sich dagegen ebenfalls wie erwartet auf 1,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat steigen die Kernverbraucherpreise 0,2 Prozent. Die EZB strebt mindestens eine Jahresrate von 2 Prozent an.

10:51 Uhr

Renault fährt deutschen Auto-Aktien davon

Renault legen gegen den lustlosen Gesamtmarkt fast 2 Prozent zu. Gute Absatzzahlen für Juni treiben den Kurs. Der französische Autobauer ist damit klarer Outperformer: BMW zeigen sich lediglich 0,2 Prozent fester. Daimler notieren unverändert und VW sogar leicht im Minus.

Nach den vorläufigen Daten kann Renault den weltweiten Absatz um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.

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10:21 Uhr

Handelswoche in Asien beginnt überwiegend positiv

Die überraschend gute Konjunkturdaten aus China sind Kurstreiber an den asiatischen Aktienmärkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktie außerhalb Japans steigt 0,5 Prozent. In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Der Shanghai Composite verliert zum Handelsauftakt zunächst 2i Prozent, grenzt die Verluste gegen Ende aber wieder ein und notiert 0,6 Prozent im Minus. Der Hongkonger Hang-Seng-Index kletter 0,6 Prozent.

09:56 Uhr
09:38 Uhr

Gea warnt - Aktienkurs sackt ab

Um mehr als 5 Prozent sacken Gea-Titel ab. Damit reagieren die Aktien deutlich auf die Gewinnwarnung vom Wochenende. Allerdings: "Gea hat jetzt schon vier Quartale hintereinander mit zwei Gewinnwarnungen und anderen Dauerbaustellen enttäuscht", kommentiert ein Händler. "Es hält sich noch in Grenzen", sagt n-tv-Börsenexperte Frank Meyer. "Das Unternehmen steckt in einer Umstrukturierung."

Für 2017 erwartet Gea nun ein operatives EBITDA von 600 bis 640 Millionen Euro anstelle von bisher in Aussicht gestellten 620 bis 670 Millionen Euro.

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09:16 Uhr

China-Daten schieben Dax an

Am deutschen Aktienmarkt klettern die Kurse zum Start in die neue Handelswoche zunächst, allerdings nur leicht: Der Dax notiert bei 12.641 Punkten und damit 0,1 Prozent fester. Frische BIP-Zahlen aus China stützen den Markt: 6,9 Prozent im zweiten Quartal bedeuten eine etwas bessere Entwicklung als erwartet. Das gleiche Bild zeichnet die Industrieproduktion. Sie klettert im Juni um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hat das Wachstum noch 6,5 Prozent betragen.

Für Kursbewegung könnten die EU-Verbraucherpreise sorgen, die um 11:00 Uhr veröffentlicht werden. Analysten prognostizieren eine unveränderte Tendenz zum Mai und einen Anstieg von 1,3 Prozent im Jahresvergleich.

09:11 Uhr

Euro versucht es mit Stabilisierung

Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA - eine unerwartet niedrige Inflation und überraschend schwache Umsätze im Einzelhandel - beschäftigen den Euro kaum noch. Die Gemeinschaftswährung präsentoerz sich mit 1,1460 Dollar - und damit nur unwesentlich niedriger als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1415 Dollar festgelegt. "Die Diskussion über den nächsten Zinsschritt der Fed wird wieder lauter werden», kommentiert Experte Dirk Gojny von der National-Bank.

07:34 Uhr

Ruhiger Start beim Dax erwartet

Mit einem ruhigen Start in die neue Handelswoche an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler zum Wochenstart. Viele Vorlagen deuteten eher auf eine Seitwärtsbewegung hin. "Der Markt muss erst einmal konsolidieren", sagt ein Händler. Der Dax wird zunächst wenig verändert um 12.630 Zähler erwartet.

Grundsätzlich positiv wirke das gute Wirtschaftswachstum in China. Mit plus 6,9 Prozent stieg das BIP im zweiten Quartal etwas stärker als die erwarteten 6,8 Prozent. Vor allem für die bereits angesprungenen Aktien der Rohstoffbranche dürfte dies ein weiterer Kurstreiber sein. Der Roh- und Grundstoffsektor wird fest erwartet.

Im Fokus stehen die Finanzwerte. "Die deutsche 10-Jahresrendite sieht nach einem weiteren Sprung nach oben aus", so der Händler. Nach aktuell 0,596 Prozent sei ein Sprung bis 0,75 Prozent möglich. Dies müsse der Markt erst verdauen.

Wichtigster Termin des Tages ist die Inflation in der Eurozone. Sie wird 1,3 Prozent höher als im Vorjahr erwartet. Selbst bei Banken sei nun aber fraglich, ob der Sektor positiv auf einen Zins- und Inflationsanstieg reagieren werde, da die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo am Freitag operativ eher enttäuscht hätten, sagt der Händler.

Überwiegend mit positiven Vorzeichen zeigen sich die Aktienmärkte in Asien zu Wochenbeginn. In Tokio findet aufgrund eines Feiertages kein Handel statt. In China geben die Aktienkurse leicht nach, standen zwischenzeitlich aber auch schon massiv unter Druck.