Das war Dienstag, der 10. März 2015
Das war der heutige Tag auf n-tv.de. Wir hoffen, dass Sie sich gut informiert gefühlt haben. Morgen früh meldet sich wieder der Kollege Benjamin Konietzny mit den wichtigsten Meldungen.
Fliegender Weltrekordjäger landet in Indien
e Nur mit der Sonne über sich um die Welt fliegen - auf dieser Mission ist der Schweizer Bertrand Piccard mit seinem Solarflugzeug. Die zweite Etappe hat er jetzt erfolgreich abgeschlossen.
"Solar Impulse 2" landet 16 Stunden nach dem Start im Sultanat Oman den sonnenbetriebenen Einsitzer im westindischen Gujarat.
Der Einsitzflieger setzt um 23.25 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen bei Ahmedabad auf.
Auf seiner Reise hatte Piccard das Arabische Meer überflogen.
Schalke will Sami Khedira verpflichten
Am Ende der Saison läuft der Vertrag von Sami Khedira bei Real Madrid aus. Und Schalke würde den Mittelfeldspieler gerne zurück in die Bundesliga holen.
"Natürlich würde Sami Khedira Schalke gut zu Gesicht stehen. Wenn er zu haben wäre, würden wir ihn natürlich nehmen", sagt Sportvorstand Horst Heldt.
Heldt sieht zahlreiche Konkurrenten für Schalke. "Es gibt ganz viele Vereine, die sich vorstellen könnten, mit Sami Khedira zusammenzuarbeiten", sagte er.
Der Vertrag des 27 Jahre alten Nationalspielers bei den Madrilenen läuft zum Saisonende aus.
Studie: Deutschland schuldet Athen 269 Mrd Euro
Ein Ausschuss aller griechischen Parlamentsparteien soll erneut über Reparationsforderungen an Deutschland beraten.
Die Gesamtforderungen an Deutschland werden in einer griechischen Studie auf 269 bis 332 Milliarden Euro beziffert.
Die deutschen Regierungen verwendeten "juristische Tricks", um nicht mit Athen über Reparationen zu reden, sagt Regierungschef Alexis Tsipras.
Der Oberste griechische Gerichtshof prüft, wie mögliche Reparationsforderungen an Deutschland erhoben werden könnten.
Wikipedia verklagt US-Regierung wegen Überwachung
Der US-Geheimdienst National Security Agency sollte seine Überwachung einschränken, das hat auch Präsident Barack Obama erkannt. Doch seine Geheimdienstreform steckt im Kongress fest. Kein Wunder, der wird ja auch von den oppositionellen Republikanern dominiert.
Nun verklagt die hinter dem Online-Lexikon Wikipedia stehende Stiftung Wikimedia die US-Regierung wegen der Überwachung des Internets.
Die Klage wirft der NSA und anderen US-Geheimdiensten vor, ihre Befugnisse zu überschreiten und die Verfassung zu verletzen.
Die Kläger kritisieren, dass die Geheimdienste bei ihrer Suche nach Terrorverdächtigen automatisch die Internetaktivitäten von unschuldigen Bürgern überwachen.
Neben der Wikimedia-Stiftung stehen unter anderem auch Amnesty International und Human Rights Watch hinter der Klage.
Die NSA kann praktisch die gesamte Onlinekommunikation überwachen indem sie Glasfaserkabel und andere Hauptverbindungen des Internets anzapft.
Spediteure klagen in Karlsruhe gegen Mindestlohn
Spediteure aus Polen, Ungarn und Österreich ziehen vor das Bundesverfassungsgericht, weil sie keine deutschen Mindestlöhne zahlen wollen.
Es gibt zwar einen Kompromiss, wonach Kontrollen bei reinem Transitverkehr ausgesetzt werden, aber das Gesetz ist nach Ansicht der Unternehmen trotzdem verfassungswidrig.
Die Spediteure wollen ihren Fahrern auch dann nicht den deutschen Mindestlohn zahlen, wenn das Fahrtziel in Deutschland liegt und dort Lkw be- oder entladen werden.
Mit der Klage verbunden ist ein Eilantrag auf Aussetzung des Mindestlohngesetzes für europäische Transportunternehmen.
MH17 wurde vom Boden aus abgeschossen
Am 17. Juli 2014 wurde der Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen, 298 Menschen starben. Der Westen sagt, es seien die Separatisten mit einer Boden-Luft-Rakete gewesen, Russland spricht von einem ukrainischen Su-25-Kampfflugzeug. Der russische Chef-Konstrukteur des Typs sieht das WDR, NDR und der SZ zufolge anders.
"Wir können nicht verstehen, wie eine Su-25 die Boeing hätte abschießen können" sagt Wladimir Babak. Er und sein Team seien alle möglichen Varianten durchgegangen.
Grund sei die Höhe: Eine Su-25 sei ein Tiefflieger, der zwar auf mehr als 10.000 Meter hätte steigen können, allerdings hätte sie dort nicht schießen können, ohne abzustürzen.
Der Konstrukteur schließt auch den Abschuss durch andere Kampfflugzeuge und damit Luft-Luft-Raketen allgemein aus. Sie hätten eine Boeing nur beschädigt, nicht in der Luft auseinanderbrechen lassen.
"Die Boeing wurde mit einer Buk-Rakete abgeschossen. Ich kann mir nichts anderes vorstellen", sagt Babak.
Eine Buk ist eine Boden-Luft-Rakete, die von Fahrzeugen aus abgeschossen wird. Sowohl die ukrainische Armee, als auch die Separatisten verfügen über diese Raketen.
Panini gibt Papst-Zeitschrift für Frauen heraus
Der Panini-Verlag ist vor allem wegen Fußball-Klebebildchen bekannt geworden. Doch seit die Lizenz weg ist, setzt das Unternehmen unter anderem auf deutsche Comic-Übersetzungen von Superhelden. Und jetzt bekommt Papst Franziskus seine eigene Zeitschrift. "Für Frauen ab 40 in Ballungsgebieten und katholischen Regionen." Nein, das ist kein Witz, sondern ab kommende Woche 72-seitige Realität.
Die Zeitschrift "Mein Papst" erscheint erstmals am 18. März und dann monatlich.
Kostenpunkt ist 1,80 Euro
"Mein Papst" ist die deutsche Version der Zeitschrift "Il mio Papa", die in Italien seit einem Jahr auf dem Markt ist und vom Verlag Mondadori herausgegeben wird.
Die Auflage für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist 250.000 Exemplare.
Titel der ersten Ausgabe heißt es: "Papst der Herzen - Franziskus ist einer von uns!"
Das Magazin soll am Kiosk neben den Frauenzeitschriften platziert werden, sagt der Verlag.
USA sehen "Terrorherrschaft" in der Ostukraine
Victoria Nuland arbeitet im US-Außenministerium und ist dort verantwortlich für Europa - und zudem bekannt dafür, dass sie verbal kräftig austeilt. Das tat sie jetzt auch in Sachen Ukraine-Konflikt im Senat.
Die umkämpften Teile der Ostukraine und die von Moskau annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim würden unter einer "Terrorherrschaft" stehen, sagt Nuland.
Und: "Russland und seine separatistischen Marionetten haben unsägliche Gewalt und Plünderungen ausgelöst."
Der Kreml halte bei diesem "fabrizierten Konflikt" die Fäden in der Hand, sagt sie, ...
... Menschenrechtsverletzungen auf der Krim und in der Ostukraine seien "die Norm".
Russland stoppt Gespräche über Rüstungsgrenzen
Am morgigen Mittwoch trifft sich eine Beratungsgruppe zum KSE-Abkommen, das Grenzen für konventionelle Streitkräfte in Europa festlegt. So sollen groß angelegte Überraschungsangriffe verhindert werden.
Russland stoppt seine Teilnahme an den Beratungen, ab diesem Mittwoch werde Russland sich an Treffen nicht mehr beteiligen, erklärt das Außenministerium in Moskau.
Russland beschloss bereits 2007, die Umsetzung des Vertrags auszusetzen, da er nicht mehr den Sicherheitsinteressen des Landes entsprach.
Der KSE-Vertrag von 1990 sieht eine Begrenzung der konventionellen Waffen in Europa vor, also etwa Panzer, Kampfflugzeuge oder Angriffshubschrauber.
Ritt mit der höchsten, schnellsten Achterbahn der Welt
Ein bisschen Achterbahn fahren? Also entweder, Sie machen sich auf zur neuen Rekordanlage im Carowinds-Vergnügungspark im US-Bundesstaat North Carolina - oder sie fahren einfach per Video mit.
Rund 99 Meter hoch
Bis zu 81 Grad Gefälle
Über 150 km/h schnell
Höher und schneller als die "Fury 325" ist keine andere Bahn der Welt. Der Park öffnet am 28. März.
Kuba geißelt US-Sanktionen als "brutal"
Kuba schaltet sich in den Streit zwischen den USA und Venezuela ein. Die USA erklärten gestern Venezuela zur "Bedrohung für die US-Sicherheit" und verhängten Sanktionen.
Die US-Sanktionen seien "willkürlich und aggressiv", schrieb die kubanische Regierung in der kommunistischen Parteizeitung "Granma".
Revolutionsführer Fidel Castro wandte sich persönlich an Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. "Ich beglückwünsche Dich zu Deiner brillanten und mutigen Rede gegen die brutalen Pläne der US-Regierung", schrieb er in einem Brief.
Maduro sagte, Obama repräsentiere die "imperialistische Elite" der USA und wolle ihn stürzen.
Obama erinnere ihn an Frankenstein, die Sanktionen seien die "größte Aggression" der USA gegen sein Land.
Die USA sind einer der wichtigsten Abnehmer venezolanischen Öls und damit ein wichtiger Devisenbringer.
Rumänen machen Frankreich zu Deutschland
Frank-Walter Steinmeier macht in Bukarest amüsierte Miene zum geografischen Ratespiel: Frankreich oder Deutschland?
Zum 135-jährigen Bestehen der Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland bekam Steinmeier eine eigens für ihn gedruckte Broschüre mit den richtigen Farben, aber den falschen Umrissen.
Rumäniens Außenminister Bogdan Aurescu entschuldigte sich später offiziell. Sein Haus sprach von einem "bedauerlichen technischen Fehler".
Video zeigt tödliche Hubschrauber-Kollision in Argentinien
Nach dem Absturz zweier Hubschrauber bei Dreharbeiten zu einer französischen TV-Show haben verschiedene Medien Videoaufnahmen des Unglücks veröffentlicht. Die zwei argentinischen Piloten sowie acht Franzosen starben, darunter auch Spitzensportler.
Zu sehen ist, wie die beiden Helikopter zuerst nebeneinander fliegen, sich dann annähern und zusammenstoßen.
Die Leichen konnten erst jetzt geborgen werden, weil die Experten der Flugunfallbehörde aus der 500 Kilometer entfernten Stadt Córdoba anreisen mussten. Ein über die Ufer getretener Fluss erschwerte die Anreise.
Hinweis: In der ursprünglichen Meldung hieß es, die Mitarbeiter der Behörden hätten aus dem 1100 Kilometer entfernten Buenos Aires anreisen müssen. Das war falsch.
12-Jähriger sticht 13-jährigen Flüchtlingsjungen nieder
Wie jetzt bekannt wird, hat am Freitag ein 12-jähriger Junge einen 13-Jährigen mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer war in Begleitung eines 18-Jährigen.
Der Junge stach zweimal zu.
Das 13-jährige Opfer ist ein syrisches Flüchtlingskind.
Der Junge wurde an der Hand und im Bauch getroffen, er musste im Krankenhaus notoperiert werden.
Das Motiv des Täters ist nicht bekannt.
Der Messerstecher ist noch nicht strafmündig, also informierten die Ermittler das zuständige Jugendamt sowie das Familiengericht.
Karina Kraushaar ist tot
Die Schauspielerin Karina Kraushaar ist im Alter von 43 Jahren gestorben, berichtet "bunte.de". Sie war vor allem durch ihre Rolle in der ZDF-Serie "Hallo Robbie" bekannt.
Dem Magazin zufolge starb sie an "multiplem Organversagen aufgrund von jahrelangem Alkoholmissbrauch".
Ein Bekannter konnte sie nicht erreichen und setzte daraufhin einen Notruf ab.
Die Helfer fanden sie bewusstlos, sie verstarb dann im Krankenhaus in Hamburg-Eppendorf.
Rücktritt wegen Neonazis alarmiert Parteien
Wegen rechtsextremer Drohungen ist der Tröglitzer Bürgermeister vor einigen Tagen zurückgetreten. Auf den Schritt reagieren Spitzenpolitiker von SPD, CDU, Grünen und Linken mit Bestürzung.
"Wenn sich in unserer rechtsstaatlichen Demokratie ein gewählter Bürgermeister vor einem braunen Mob nicht mehr geschützt sieht, müssen alle Alarmglocken schrillen", sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der "Berliner Zeitung".
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sprach von "einer Tragödie für unsere Demokratie".
CDU-Bundesvize Armin Laschet nannte es "bestürzend", wenn sich Kommunalpolitiker so sehr allein gelassen fühlten, dass sie keinen anderen Ausweg als den Rücktritt sähen.
Die Linkspartei wies der Bundesregierung eine Mitverantwortung zu. "Was wir in Tröglitz erleben, ist das Scheitern einer Politik, die soziale Probleme missachtet und auf dem rechten Auge blind ist", erklärte Parteichef Bernd Riexinger.
Informationen zu den Gründen des Rücktritts haben die Newsdesk-Kollegen zusammengestellt.
Neonazis drohen Journalisten mit dem Tod
In Dortmund haben maskierte Angreifer einen 43-jährigen Journalisten mit Steinen beworfen, verletzt und damit gedroht, ihm das Leben zu nehmen.
Das Opfer der noch unbekannten Angreifer berichtete regelmäßig über die Dortmunder Neonazi-Szene, berichten die "Ruhr Nachrichten".
Die Polizei geht daher von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Angriff stehe "im Gesamtzusammenhang der fortgesetzten Einschüchterungen und Bedrohungen von Journalisten, politisch Aktiven und anderen Dortmundern durch Rechtsextremisten in den letzten Monaten", sagte der Polizeipräsident.
Vor wenigen Wochen erst wurden mehrere Dortmunder Journalisten im Netz durch Todesanzeigen öffentlich bedroht.
Hier lesen Sie eine Meldung mit mehr Hintergründen.
Tote Flüchtlinge bleiben meist unbekannt
Menschen die während ihrer Auswanderung oder Flucht ums Leben kommen, bleiben meistens unerkannt. Tausende Angehörige sind im Unklaren darüber, was mit ihren Lieben geschehen ist. Das berichtet die Internationale Organisation für Migration.
Besorgt ist die Organisation auch über die stark steigende Zahl von Todesfällen unter Migranten und Flüchtlingen.
2014 sind demnach über 5000 Menschen auf dem Weg in ihre Zielländer ums Leben gekommen.
Allein in diesem Jahr wurden bereits 600 Todesfälle gezählt, 2014 lag diese Zahl im gleichen Zeitraum noch bei 100.
Kritik übte die Organisation an der Europäischen Union: Dort fehle ein System, die Daten der Gestorbenen zu erfassen und die Angehörigen zu informieren.
Polizei in Myanmar prügelt Studenten-Protest nieder
Eine Protestaktion junger Studenten hat die Polizei in Myanmar blutig niedergeschlagen.
In der Stadt Letpadan, rund 150 Kilometer nördlich von Rangun, hatten rund 50 junge Leute versucht, mit Protestplakaten durch eine Polizeisperre zu brechen.
30 Studenten wurden in Lastwagen gepfercht und abtransportiert, andere fanden in buddhistischen Klöstern Unterschlupf.
Über die Zahl von Verletzten wurde zunächst keine Angaben gemacht.
Die Studenten veranstalten einen Marsch von Mandalay nach Rangun, um für unabhängige Studentenverbände und moderne Lehrpläne zu protestieren. In Letpadan versuchte die Polizei nun, den Marsch aufzuhalten.
Myanmar ist seit dem Ende der Miltärdiktatur 2011 im Umbruch. Parlament und Regierung werden allerdings immer noch vom Militär kontrolliert. Vielen Menschen dauern die Veränderungen im Land zu lange.
53 Prozent der Bürger für Olympia in Berlin
53 Prozent der Bürger Berlins haben für Olympia 2024 in der Hauptstadt gestimmt.
Der "Berliner Kurier" berichtet, dies sei das Ergebnis der Forsa-Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Vom Mitbewerber Hamburg liegen derzeit noch keine Daten vor.
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Ukraine will Rüstungsbudget vervierfachen
Die Ukraine ist fast pleite. Dennoch will der Staat in diesem Jahr vier Mal so viel in sein Militär investieren wie 2014.
Umgerechnet 566 Millionen Euro sollen für neue Waffen ausgegeben werden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Insgesamt soll das Verteidigungsbudget 2015 bei 3,5 Milliarden Euro liegen, was etwa 4,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts entspricht.
Der Krieg gegen die prorussischen Separatisten mache die Ausgaben notwendig, betonte Verteidigungssprecherin Viktoria Kuschnir.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Euro fällt auf tiefsten Stand seit fast 12 Jahren
Weiter unter Druck geriet heute der Kurs von Europas Gemeinschaftswährung:
Der Euro fiel das erste Mal seit fast zwölf Jahren unter die Marke von 1,08 Dollar.
Belastend wirken die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, die Geldschwemme der EZB in der Eurozone sowie die anhaltende Debatte über die griechischen Staatsfinanzen.
Eine Meldung mit mehr Hintergründen lesen Sie hier.
Edathy zahlt 5000 Euro an Feuerwehrverband
Die 5000 Euro, die Sebastian Edathy im Kinderporno-Prozess zahlen muss, haben einen neuen Empfänger.
Edathys Geld geht nun an den Jugend- und Kinderfeuerwehrverband in Niedersachsen.
Das Landgericht Verden hat beschlossen, dass der Verband das Geld erhalten soll. "Die Kammer hat entschieden, dass der Verband das Geld erhalten soll, weil er sich bislang mehrfach vergeblich um eine Zuwendung bemüht hat", sagte eine Gerichtssprecherin.
Das Landgericht hatte den Prozess gegen Edathy gegen die Zahlung von 5000 Euro an den Kinderschutzbund eingestellt. Der Kinderschutzbund hatte verweigert, das Geld anzunehmen.
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Irak meldet weiteren Erfolg im Kampf gegen IS
Eine Woche nach dem Beginn der Großoffensive der irakischen Armee gegen die Terrororganisation islamischer Staat meldet das Militär einen weiteren Erfolg.
Den Streitkräften sei es gelungen, den Ort Al-Alam nördlich von Tikrit einzunehmen, so ein Sicherheitsoffizieller.
IS-Kämpfer seien aus der Stadt geflohen und hätten auf der Flucht Gebäude und Geschäfte angezündet.
Die Armee und schiitische Milizen bereiten sich nach eigenen Angaben nun darauf vor, Tikrit - eine strategisch wichtige Stadt rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad - komplett einzunehmen.
Nigeria sieht Verzweiflung bei Boko Haram
Die Regierung Nigerias sieht im Treueschwur der Terrororganisation Boko Haram zum Islamischen Staat (IS) einen Akt der Verzweiflung.
Regierungssprecher Mike Omeri sagte, dass der Schwur von den schweren Verlusten der Terrormiliz am Wochenende ausgelöst worden sei.
Das nigerianische Militär hatte gemeinsam mit seinen Verbündeten in den vergangenen Tagen einige Orte von Boko Haram zurückerobert und dutzende Extremisten getötet.
Omeri sagte weiter, dass auch ausländische Extremisten die Vernichtung Boko Harams nicht aufhalten könnten.
Der Chef von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte dem Anführer des IS, Abu Bakr al-Bagdadi in einer Audiobotschaft die Treue geschworen.
Audi verkauft so viele Autos wie noch nie
Obwohl es in Wachstumsmärkten wie Brasilien, Indien oder Russland im vergangenen Jahr Probleme gab, hat Audi 2014 mehr Autos verkauft als je zuvor.
1,74 Millionen Fahrzeuge hat die Volkswagen-Tochter an die Kunden geliefert.
Das trieb den Umsatz auf einen neuen Rekordwert von 54 Milliarden Euro. Der Gewinn steht bei gut 4,4 Milliarden Euro.
Diese Werte will Audi in diesem Jahr weiter verbessern. Noch vor 2020 will Audi mehr als zwei Millionen Autos pro Jahr verkaufen.
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Nordkoreaner sollen im März "The Interview" sehen
Die umstrittene Nordkorea-Satire "The Interview" soll noch in diesem Monat auch in Nordkorea zu sehen sein.
Südkoreanische Aktivisten wollen um den 26. März bis zu 10.000 Kopien des Films mit Hilfe von Ballons über die Grenze in die stalinistische Diktatur befördern.
Der einst aus Nordkorea geflüchtete Aktivist Park Sang Hak will zusätzlich eine halbe Million Flugblätter über dem Norden abwerfen.
Die südkoreanische Regierung hatte in dem Zusammenhang immer wieder zu Zurückhaltung aufgerufen, um offene Provokationen zu vermeiden.
Pjöngjang drohte Park, er werde "für seine Verbrechen mit Blut bezahlen". Park zeigte sich unbeeindruckt: "Ich werde weiter Flugblätter nach Nordkorea schicken, und wenn ich dabei mein Leben riskiere."
In der Filmkomödie "The Interview" geht es um einen Mordkomplott des CIA gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.
Noch einmal fernsehen wie in den Neunzigern
Fernsehen in den 90er-Jahren war bunt, laut, grell, hysterisch, eigentlich total nervig. Die einzige Möglichkeit, die Hirnwindungen zu beruhigen, war der Kanalwechsel - insofern man denn mehr als drei hatte.
Dennoch, Fernsehabende wie in den Neunzigern gibt es heute nicht mehr. Die aufmerksame, vorbereitende Lektüre der Fernsehzeitschrift entfällt meistens. Stattdessen wird die Konzentration zwischendurch vom Smartphone abgelenkt, früher undenkbar. Und in den frühen Jahren der Dekade wurde dem Bild- und Tonkonsum ja sogar noch durch den Sendeschluss eine Grenze gesetzt.
Wer ein bisschen etwas vom wunderbaren TV-Aroma der Neunziger einsaugen möchte, dem sei die Internetseite My90sTV.com empfohlen. Dabei handelt es sich um einen TV-Simulator samt Umschaltfunktion, nerviger Mentos-Werbung, rauschigem Bild mit viel zu starker Farbsättigung - und natürlich 4:3-Bildformat.
Zahl der Abtreibungen leicht zurückgegangen
In Deutschland haben 2014 weniger Frauen abgetrieben als noch im Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
Demnach wurden im vergangenen Jahr 99.700 Abtreibungen gemeldet, rund drei Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Drei Viertel (rund 73 Prozent) der Frauen waren dabei zwischen 18 und 34 Jahren alt.
Zwischen 35 und 39 Jahren waren 16 Prozent, 40 Jahre und älter rund acht Prozent.
Nur in vier Prozent der Fälle waren medizinische oder kriminologische Ursachen der Grund für die Abtreibung. Die restlichen 96 Prozent gehen auf persönliche Entscheidungen zurück.
Schlagzeilen am Morgen
EU-Betrugsbehörde ermittelt gegen Front National
Das Europaparlament hat wegen des Verdachts "finanzieller Unregelmäßigkeiten" in der Parteikasse der rechtsextremen Partei Front National die EU-Antibetrugsbehörde Olaf eingeschaltet.
Die französischen Rechtsextremen stehen im Verdacht, EU-Gelder für Personal bezogen zu haben, obwohl dieses in Frankreich eingesetzt wurde.
Parteichefin Marine Le Pen zeigte sich empört und kündigte an, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wegen falscher Beschuldigung anzuzeigen.
Einen Artikel mit mehr Hintergründen lesen Sie hier.
Katar weist Kritik an Arbeitsbedingungen zurück
Das Emirat Katar weist Kritik an den Arbeitsbedingungen auf seinen Baustellen entschieden zurück.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel trifft heute den Emir, Scheich Tamim Bin Hamad al-Thani, und besucht eine der Großbaustellen.
Die katarische Regierung vertritt den Standpunkt, die Ursache des Problems liege bei den ausländischen, auch den deutschen Unternehmen. Zudem wirft die Regierung den Medien vor, einseitig zu berichten.
Besonders umstritten ist das "Sponsorensystem", bei dem der Arbeitgeber ausländischen Arbeitern den Pass abnimmt. Amnesty International nennt das eine moderne Form von "Leibeigenschaft".
Momentan halten sich mehr als 13.000 Gastarbeiter in Katar auf.
Einen Artikel unserer Kollegin Nora Schareika, die mit Gabriels Delegation am Golf unterwegs ist, lesen Sie hier.
Neuseelands Regierungschef ist am Hammer eine Null
John Key ist Regierungschef Neuseelands und kann bestimmt so einiges. Was er definitiv nicht kann, ist einen Nagel mit einem Hammer auf den Kopf treffen.
Am Wochenende wollte er vor laufenden Kameras ein Wahlplakat festnageln und schlug aber immer wieder daneben. In den sozialen Netzwerken wird das Video dazu gefeiert.
Er trug es mit Fassung. "Schockierend, nicht wahr?", sagte er gegenüber neuseeländischen Medien.
Ein Video der Aktion sehen Sie hier.
Am Navi vertippt, 1200 Kilometer Umweg gefahren
Weil der Busfahrer einen falschen Ort im Navigationssystem eingegeben hat, ist eine Reisegruppe in Frankreich einen Umweg von 1200 Kilometern gefahren.
Der belgische Busfahrer, der eigentlich in den Skiort La Plagne in den Alpen wollte, wählte versehentlich La Plagne in den Pyrenäen, erzählte er dem Radiosender Studio Brussel.
Mit 24-stündiger Verspätung traf die Reisegruppe schließlich in den Alpen ein.
Gewinn bei RWE bricht weiter ein
Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE verdient immer weniger Geld. Bei der Bilanz-Pressekonferenz in Essen präsentierte der Konzern dramatische Zahlen:
2014 fiel der Gewinn um 44,6 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.
Der Konzern hat zudem rund 31 Milliarden Euro Schulden.
Dennoch will der Konzern eine Dividende in Höhe von einem Euro pro Aktie ausschütten.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Arabische Liga fordert Truppe gegen Dschihadisten
Eine gemeinsame Eingreiftruppe gegen islamische Extremisten wünscht sich der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi.
"Es gibt den dringenden Bedarf zur Schaffung einer gemeinsamen arabischen Mehrzweck-Streitmacht, die schnell für den Kampf gegen Terrorismus und die Aktivitäten von Terrorgruppen eingesetzt werden kann", sagte Al-Arabi vor Vertretern der Mitgliedsstaaten der Liga.
Auch darüber hinaus müssten die Staaten im Bereich der Sicherheit und der Geheimdienste stärker zusammenarbeiten.
Al-Arabis Stellvertreter Ahmen Ben Helli hatte bereits angekündigt, dass die Mitgliedsstaaten Anfang März über die Schaffung einer solchen Truppe beraten würden. Der Vorschlag wird offenbar durch Ägypten, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützt.
Ex-First-Lady der Elfenbeinküste muss 20 Jahre in Haft
Simone Gbagbo, die Frau des ehemaligen Präsidenten der Elfenbeinküste und einst First Lady des Landes, ist zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Ein Gericht in der Hauptstadt Abidjan verurteilte sie, weil sie in ihrer Rolle als First Lady die Staatssicherheit untergraben habe.
Dabei geht es um die Unruhen im Umfeld der Präsidentenwahl 2010 und 2011, als mindestens 3000 Menschen ums Leben kamen.
Gbagbos Mann Laurent, der damalige Präsident, hatte sich damals geweigert, trotz seiner Abwahl Platz für seinen Nachfolger zu machen. Laurent Gbagbo wartet in Den Haag auf seinen Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof.
Mehr Japaner sterben an Folgen der Flucht aus Fukushima
Vier Jahre ist es jetzt her, dass sich in Fukushima die verheerende Atomkatastrophe ereignete. Und während viele Menschen mit den direkten Folgen der Strahlung zu kämpfen haben, steigt auch die Zahl der Opfer der Flucht vor der Strahlung, berichtet die japanische Zeitung "Tokyo Shimbun".
Die Zahl der Menschen, die in Folge der Flucht vor der Strahlung gestorben sind, beträgt demnach im Jahr 2014 1232 und ist im vergangenen Jahr um 18 Prozent gestiegen.
Dabei sind die gesundheitlichen Auswirkungen des harten Lebens auf der Flucht maßgeblich: das Leben in Notunterkünften, mangelhafte Ernährung, andere begehen Suizid.
In Japan können insgesamt 120.000 Menschen nicht zurück in ihre Heimat. Bei dem Unglück im März 2011 kamen rund 19.000 Menschen ums Leben, rund 3200 Menschen starben bisher an den Folgen der Flucht.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Das wird heute wichtig
[kein Linktext vorhanden]Guten Morgen! Mein Name ist Benjamin Konietzny, ich bin heute der Frühaufsteher und werde Sie bis heute Nachmittag hier mit Nachrichten versorgen. Folgende wichtige Termine stehen heute an:
Sigmar Gabriel beendet heute seine Reise durch die Golfstaaten. Heute macht er noch einen Abstecher nach Katar. Ob er sich dort mit den zum Teil unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Umfeld der Fußball-WM auseinandersetzen wird, darauf wird unsere Kollegin Nora Schareika, die ihn begleitet, ein Auge werfen.
Auch Angela Merkel kommt heute wieder nach Hause. Sie war in Japan unterwegs. Vorher trifft sie sich dort aber noch mit weiblichen Führungskräften.
Audi stellt seine Jahreszahlen vor und erwartet ein Rekordjahr. Weltweit 1,7 Millionen Wagen verkaufte die Volkswagen-Premiumtochter.
Ebenfalls Jahreszahlen - wenn auch wahrscheinlich ziemlich miese - legt heute außerdem RWE in Essen vor.
Schlagzeilen aus der Nacht