Das war Dienstag, der 16. Juni 2015
Liebe Leser, ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende. Zumindest am Vormittag ging es aus Nachrichtensicht Schlag auf Schlag. Nur beim Thema Griechenland tat sich wenig.
Und womit konnten wir Sie heute informiere und erfreuen. Schauen wir mal:
Vor allem interessierten Sie sich für den Blackout der jungen Studentin bei der gestrigen WWM-Sendung. War aber auch ärgerlich.
Einmal mehr verfolgten sie die Entwicklungen in Griechenland.
Auch der Urteilsspruch im Fall Tugce wurde von Ihnen mit einer gewissen Spannung erwartet.
Sommerpause beim Fußball: Ist doch eigentlich mit die beste Zeit, oder? Morgen beginnt dass für die U21 die EM in Tschechien.
Bleiben Sie uns gewogen.
Frau will 60 Kilo Heroin aus Türkei schmuggeln
Knapp 60 Kilo Heroin wollte eine Frau in einem Reisebus aus der Türkei nach Bulgarien schmuggeln. Die 50-Jährige hatte die Drogen im Gesamtwert von fast drei Millionen Euro in fünf Rucksäcken versteckt, als Ermittler das Heroin am Grenzübergang bei Kapitan Andreewo entdeckten. Wie das bulgarische Hauptzollamt weiter mitteilte, war das Rauschgift in 146 Päckchen sortiert. Der Wert der Drogen wurde mit etwa 2,7 Millionen Euro angegeben. Die Frau und ihre beiden Helfer wurden festgenommen.
Hollandes Ex wettert gegen Nutella
Lange nichts mehr von Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal gehört. Doch nun meldet sich Madame wieder. "Man muss aufhören, Nutella zu essen", meint sie. Denn in dem beliebten Schoko-Brotaufstrich befinde sich Palmöl - für dessen Gewinnung Waldflächen gerodet würden.
An den Nutella-Hersteller Ferrero gerichtet sagte die frühere Lebensgefährtin von Frankreichs Staatschef François Hollande: "Sie müssen andere Rohstoffe verwenden." Ferrero wollte Royals Äußerungen nicht direkt kommentieren. "Der Anbau der Ölpalme kann mit dem Respekt von Umwelt und Bevölkerung einhergehen", erklärte der Konzern.
Laporta will wieder Barca führen - mit Puyol
Joan Laporta strebt zurück ins Präsidentenamt beim spanischen Triple-Sieger FC Barcelona. Der 52-Jährige kündigte seine Kandidatur bei den Wahlen im Juli an. Der katalanische Anwalt und Politiker war schon von 2003 bis 2010 Barça-Vorsitzender, musste sein Amt aber wegen der Statuten des Fußball-Clubs aber nach zwei Amtszeiten aufgeben.
Sein Nachfolger Sandro Rossell trat im Vorjahr wegen der finanziellen Unregelmäßigkeiten beim Transfer von Neymar zurück. Derzeit wird der Club von Josep Maria Bartomeu interimsmäßig geführt. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bartomeu und Laporta erwartet. Laut Medienberichten will Laporta den früheren Kapitän Carles Puyol als Sportdirektor engagieren.
Wien will Kontoinhaber an Heimatländer verpetzen
Deutschland schenkt Ausländern die Maut - Österreich nimmt Ausländern das Bank-Geheimnis. Bei Eröffnung von Neukonten werde von Ende 2016 oder Anfang 2017 an das Heimatland des Bankkunden informiert. Das beschloss die rot-schwarze Koalition. Damit soll der Steuerhinterziehung von EU-Bürgern mit Hilfe von österreichischen Banken ein Riegel vorgeschoben werden. Mit der jetzigen Regelung passt sich Österreich an EU-weite Vorgaben an.
Guam lehrt Gruppe D das Fürchten
Auf dem Insel-Archipel Guam leben 165.000 Einwohner. Die haben insgesamt 545 Quadratkilometern. Nicht viel? Richtig - dennoch entwickelt sich dort offenbar etwas. Denn innerhalb von gut einer Woche errang das Nationalteam des Landes zwei historische Siege. Im Fußball.
Erst wurde Turkmenistan zu Hause mit 1:0 besiegt. Gegen Indien gelang nun sogar ein 2:1-Erfolg. Die Spiele sind Teil der Asien-Qualifikation für die WM in Russland 2018.
Damit führt Guam nun die Gruppe D mit sechs Punkten aus zwei Spielen an. "Es fühlt sich gut an", sagt übrigens Trainer Gary White. Ach ja. Guam belegt in der Fifa-Weltrangliste Platz 174.
Und Berti hatte gesagt, "es gibt keine Kleinen mehr".
Geburtstagsfeier wird zum Todes-Drama
Eine Feier in der kalifornischen Uni-Stadt Berkeley endete für sechs Menschen tödlich. Sie kamen beim Absturz eines Balkons ums Leben. Die Opfer kommen allesamt aus Irland. Medienberichten zufolge war eine Party im Gange, als sich das Unglück ereignete. Der Balkon im vierten Stockwerk stürzte in der Nacht ab, wie der Sender NBC unter Berufung auf die Polizei berichtete. Laut "San Franscisco Chronicle" starben vier Menschen am Unglücksort in Berkeley, zwei weitere Opfer im Krankenhaus.
Der irische Außenminister Charlie Flanagan sagte: "Ich habe von der Polizei und auch vom Krankenhaus gehört, dass fünf irische Bürger ihr Leben verloren haben." Man habe ihm gesagt, dass ein 21. Geburtstag gefeiert worden sei und zahlreiche andere Studenten in der Wohnung gewesen seien. Auch die acht oder neun verletzten Studenten seien seines Wissens nach Iren.
Ob es sich bei den Toten und Verletzten um Studenten handelt, war zunächst nicht klar.
Lok Leipzig veröffentlicht Rowdy-Bilder
Der Schock sitzt tief - die Strafe wird hart sein. Nach den Ausschreitungen vom Wochenende im Spiel gegen Erfurt II im Steigerwald-Stadion bittet der sächsische Verein nun seine Fans um Hilfe.
Auf der Homepage veröffentlicht Leipzig Bilder des Platzsturms. Wer der Randalierer erkennt, möge sich beim Verein melden. "Der Club ist fest entschlossen, alle Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen", hießt es. Man sei "immer noch entsetzt über die Geschehnisse". Erkenntnisse würden zusammen mit der Polizei ausgewertet, "damit diese Personen aus dem Umfeld des Vereins entfernt werden können".
Donald Trump will Präsident werden
Der Immobilien-Tycoon und Reality-TV-Star Donald Trump steigt ins Rennen ums Weiße Haus ein. In New York gab der 69-Jährige seine Kandidatur bekannt. Er wolle das Land wieder groß machen, sagte er.
Anhänger des schillernden Milliardärs hatten ihn bereits in den vergangenen Jahren zu einer Kandidatur gedrängt. trump ist nun der zwälfte Kandidat, der für die Republikaner ins Rennen geht. Erst am Vortag hatte Jeb Bush seine Ambitionen bekanntgegeben. "Wollen wir wirklich einen weiteren Bush im Weißen Haus - wir hatten genug von denen", hatte Trump daraufhin getwittert.
Sein Nettovermögen bezifferte er in seiner Bewerbungsrede übrigens auf 8,7 Milliarden Dollar.
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Igor Belikow - Held von Magdeburg ist tot
Er ist Ehrenbürger der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Für seine Rettungstat am 13. März 1969 bewahrt ihm Magdeburg ein ehrendes Gedenken. Bereits Ende Mai ist Igor Belikow verstorben, wie die Stadt mitteilte. "Im Namen der Landeshauptstadt Magdeburg spreche ich den Angehörigen und Freunden Igor Belikows mein aufrichtiges Beileid aus", sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper. "Wir werden seine lebensrettende Tat niemals vergessen und sein Andenken in Ehren halten."
Belikow - Rotarmist und in der DDR als Jagdflieger stationiert - rettete 1969 der damals vierjährigen Kathrin Lehmann das Leben. Das Mädchen war aus einem Fenster im fünften Stock ihres Wohnhauses gestürzt. Nach mehr als 20 Metern freiem Fall fing Belikow sie mit seinem Mantel auf.
Belikow wurde Ehrenbürger der Stadt - die Urkunde überreichte ihm 1983 Kathrin. Zuletzt besuchte er 2005 die Stadt und traf sich erneut mit ihr. In Der Stadt erinnert seit den 80er Jahren eine Plastik an seine Rettungstat. Belikow war 1941 in Charkow geboren worden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Jusos Bayern attackieren SPD-Chef Gabriel
Unschöner Zwischenruf für den SPD-Chef Sigmar Gabriel aus Bayern: Der Nachwuchs der Sozialdemokraten kritisiert massiv den Parteichef für dessen Äußerungen zu Griechenland. Kleine Passagen des Offenes Briefes gefällig? Bitte:
"Es reicht ganz Europa der deutsche Chauvinismus und die süffisante Überheblichkeit (...)"
"Es reicht jedem Menschen mit einem Fünkchen internationaler Solidarität im Herzen die ewig gleiche Nummer, bei der die RentnerInnen in Deutschland gegen die RentnerInnen in Griechenland ausgespielt werden, während fröhlich die finanziellen Interessen deutscher Banken in der 'Schuldenkrise' gerettet werden."
"Und es reicht uns Jusos dein blanker Populismus, mit dem du dich vor den Karren der Griechenlandhetze aus dem Haus Springer spannen lässt."
" Wir erwarten mehr von einem Vorsitzenden der SPD, als unreflektiert Stammtischparolen zu wiederholen und im trübbraunen Wasser zu fischen."
"Es wäre schön, (...) wenn auch du (...) in Zukunft auf derart plumpe Debattenbeiträge verzichten könntest."
Gabriels Ausbruch finden Sie übrigens hier. Den Applaus der Linke auf die Replik aus dem Freistaat übrigens hier.
Sinn: Hilfe auch nach Grexit nötig
Griechenland würde selbst bei einem Austritt aus der Eurozone noch jahrelange Hilfen brauchen. Denn bis die Effekte einer eigenen Währung zu "neuen Arbeitsplätzen führt, werden ein bis zwei Jahre vergehen", sagt der Ökonom Hans-Werner Sinn zu n-tv.de.
Und deshalb müsse die Staatengemeinschaft Griechenland weiter helfen - und etwa "den Import von sensiblen Gütern wie Medikamenten oder Energie mitfinanzieren". Unter dem Strich werde eine eigene Währung "die griechische Gesellschaft stabilisieren". Im Euro aber könne Griechenland seine Schulden nicht bezahlen, "denn es ist nicht wettbewerbsfähig".
Das komplette Interview lesen Sie hier.
Waschbär reitet Alligator - oder so
Erinnern Sie sich an das in einem Londoner Park aufgenommene Specht-Wiesel-Foto? Es gibt Nachschub: In den USA will ein Mann - und nun halten Sie sich fest - folgendes erlebt haben.
Im Ocala National Forest in Florida habe er einen Waschbär fotografiert. Langweilig? Schon, aber der kleine Unhold ritt anscheinend auf einem schwimmenden Alligator.
Dem Sender WTFV schrieb Richard Jones, sein Sohn habe den Waschbären wohl erschreckt, der dann auf den Alligator gehüpft sei. Just bevor der Bär wieder vom Reptil gesprungen sei, habe er auf den Auslöser drücken können. Auf jeden Fall sei dies das Foto seines Lebens.
Nordkorea steht vor neuer Hungersnot
Nordkorea erlebt nach Berichten von Staatsmedien die schlimmste Dürre in einem Jahrhundert. Die wichtigsten Reisanbaugebiete in den Provinzen Süd Hwanghae, Nord Hwanghae, Süd Pyongan und Süd Hamgyong seien von einer schweren Dürre betroffen. Dort gebe es "große Schäden", meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.
Gut ein Drittel der Reisfelder sei ausgedörrt.
In den Provinzen Süd und Nord Hwanghae gebe es praktisch keinen Niederschlag.
"Der Pegel der Wasserspeicher ist auf dem Tiefstand, während Flüsse austrocknen."
Zuletzt hatte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium gewarnt, die Getreideproduktion im Norden könnte im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 20 Prozent sinken, wenn es bis Juli weiter so wenig regne.
Nordkorea wird immer wieder von Hungersnöten getroffen. Ende der 90er Jahre starben dabei Schätzungen zufolge Hunderttausende Nordkoreaner.
Harald Glööckler zieht aufs Land
Berlin ist um eine Attraktion ärmer (und so mancher Berliner dürfte wohl aufatmen): Harald Glööckler verlässt die Hauptstadt.
Glööckler (in dessen Nachname kein Tippfehler ist) zieht nach Bad Dürkheim.
Das liegt an der Deutschen Weinstraße.
Und Glööckler? Ist natürlich glücklich: "Wir haben unseren langgehegten Wunsch erfüllt und eine Villa mit großem Parkgrundstück auf dem Land gekauft", lässt er ausrichten.
Und wo liegt jetzt nochmal die Deutsche Weinstraße?
Hier gibt es übrigens das berühmte Wurstfest. Wird man Harald Glööckler hier demnächst sehen?
Putin schafft über 40 Interkontinentalraketen an
Russlands Präsident Wladimir Putin weilt auf einer Militärmesse in Kubinka in der Nähe von Moskau. Und dort verkündet er:
Das russische Arsenal wird um über 40 Interkontinentalraketen aufgestockt.
Sie könnten auch die technisch fortschrittlichsten Flugabwehrsysteme überwinden.
Für den Kreml ist der Schritt die Konsequenz der Nato-Präsenz in Osteuropa.
Lego-Figuren "menscheln" - sagen die Richter
Sind Lego-Männchen Plastikteile, die sich einfach nur besonders gut mit anderen Plastikteilen zusammenstecken lassen? Oder umgibt sie möglicherweise doch eine gewisse Aura der Menschlichkeit?
Bei dieser sicher nicht ganz einfachen Entscheidung ließen sich die Richter am Gericht der Europäischen Union (EuG) nun womöglich von dem milden Lächeln der Spielzeug-Klassiker aus Dänemark einlullen - und entschieden: Ja, die Lego-Figuren "menscheln".
Gleichzeitig bedeutet diese Feststellung eine Niederlage für den britischen Spielzeughersteller Best-Lock. Denn dieser wollte den von Lego eingetragenen EU-Markenschutz für die gelben Männchen aufheben lassen. Und da spielt die "menschelnde Wirkung" der Spielfiguren eine entscheidende Rolle.
Die ganze Geschichte lesen Sie hier.
Studie: Mehr Schokolade - weniger Herzkrankheiten
Gerne würde ich Ihnen hier jetzt melden, dass Schokolade gesund ist. So weit würden die Forscher der Universität Aberdeen nicht gehen, aber:
Ihre Studie zu Ess- und Lebensgewohnheiten von 20.000 Menschen in Ostengland hat ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schokolade und einem niedrigen Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle gibt.
Das Risiko einer Herzerkrankung war bei den Schokoladenessern um 12 Prozent niedriger als bei den absoluten Schokoladenabstinenzlern.
Bei Schlaganfällen war es gar um 23 Prozent niedriger.
Ein Ernährungswissenschaftler aus Paris warnt aber: Medizinische Schlussfolgerungen sollten nicht gezogen - und schon gar keine "Verkaufsargumente" für die Süßwarenindustrie daraus konstruiert werden.
Null Ahnung, null Euro - war das gerecht?
Günther Jauch hat Tanja Fuß gestern mit 0 Euro nach Hause gehen lassen, die junge Studentin scheiterte schon an der 50-Euro-Frage. Machen wir doch mal eine Umfrage dazu ...
Alle, die die letzte Antwort gewählt haben, klicken bitte hier.
Und Mobilnutzer, die auch abstimmen wollen, klicken bitte hier.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Tsipras noch zu "zwei, drei Gesten" bereit
Bewegen sich die Griechen im Schuldenstreit doch noch? Die Aussagen von Stavros Theodorakis verbreiten zumindest Hoffnung - wenn auch nur eine leise.
Ministerpräsident Alexis Tsipras habe ihm gesagt, es gebe "noch zwei, drei Gesten, die er machen könnte", berichtet er von einem Gespräch. Theodorakis' Partei To Potam war die erste, die Tsipras vom Stand der Verhandlungen unterrichtete.
Tsipras hatte aber zuvor schon immer wieder gesagt, dass den Geldgebern wichtige Punkte wie die Rente nicht angetastet würden.
Zudem: Seit gestern schieben sich Athen und die Gläubiger den Schwarzen Peter zu - jeder beharrt darauf, dass der Ball im Feld des jeweils anderen liege.
Urteil im Tuğçe-Prozess: Drei Jahre Haft
Sanel M. muss drei Jahre ins Gefängnis. Das entschied das Landgericht Darmstadt. Der 18-Jährige hatte zugegeben, die Studentin Tuğçe A. vor einem Schnellrestaurant geschlagen zu haben. An den Folgen der Attacke starb die junge Frau später.
Alles zum Urteil im Tuğçe-Prozess finden Sie hier.
Gruppensieg und 15:1 Tore - DFB-Frauen in der "Krise"
Da gewinnen die DFB-Frauen mit 4:0, schließen die Gruppenphase der WM an der Tabellenspitze ab - und Kapitänin Nadine Angerer? Die spricht von "Krise" und wie diese bewältigt werden könnte. Wie bitte? Was meint die Frau?
Der Torhüterin war das Auftreten ihrer Mitspielerinnen zu lasch.
"Jetzt kommen die starken Gegner, da muss die Einstellung stimmen. Wenn wir nochmal so spielen, scheiden wir aus", warnt sie.
Trainerin Silvia Neid ist ein wenig diplomatischer, sagt aber auch: "Jetzt geht's erst richtig los."
Harry Rowohlt ist tot
Der Schriftsteller und Übersetzer Harry Rowohlt ist tot. Er wurde 70 Jahre alt.
Die ausführliche Meldung finden Sie hier.
Abramowitsch steckt halbe Milliarde in Stamford Bridge
Seit 1877 steht die Stamford Bridge im Londoner Stadtteil Fulham, seit 1905 trägt hier der FC Chelsea seine Heimspiele aus. In den kommenden Jahren wird das altehrwürdige Stadion ein neues Gesicht bekommen:
Chelsea-Eigner Roman Abramowitsch lässt die Stamford Bridge ausbauen, der "Guardian" berichtet darüber. Statt wie bisher rund 42.000 soll es dann 60.000 Zuschauer fassen.
Das Ganze soll etwa 500 Millionen Pfund kosten - also rund 690 Millionen Euro.
Die Stamford Bridge liegt mitten in der Stadt. Der Ausbau dürfte sich über Jahre hinziehen. Chelsea muss sich so lange ein Ausweichstadion suchen.
Deutscher stirbt an Folgen von Mers
Bisher war die Mers-Epidemie weit entfernt. Doch jetzt ändert sich das:
In der Nacht ist ein 65-jähriger Mann im niedersächsischen Ostercappeln an einer Folgeerkrankung von Mers gestorben.
Er hat im Februar Urlaub in Abu Dhabi gemacht und sich dort mit Mers infiziert.
Im Mai hatte er die Isolierstation verlassen können.
"The Rock" kommt ungeschoren davon
Ob dieser Autobesitzer ganz freiwillig klein beigab?
Die Kurzfassung auf Deutsch: Dwayne "The Rock" Johnson rasierte dem Autofahrer mit seinem Truck den Außenspiegel ab. Als der schmächtige Herr den bulligen Action-Star erkannte, habe er auf Schadenersatzansprüche verzichtet, schreibt "The Rock".
SC Mödling unterliegt nach löwenhaftem Fight 2:42
Fußballer beim SC Mödling in Österreich zu sein, ist kein Spaß. Zum Beispiel am vergangenen Wochenende.
Nicht nur, dass sie gegen den ASV Unterwaltersdorf mit 2:42 verloren haben. Nein, man macht ihnen auch noch Vorwürfe!
Trainer Michael Kanyka stellt sich vor sein Team: Es habe massive Personalprobleme gegeben. Sogar er selbst musste ran. Bei 30 Grad im Schatten!
Außerdem: Auf das Aufstiegsrennen, in dem sich Unterwaltersdorf noch befand, hatte das Spiel dann keinen Einfluss mehr. Dafür fehlten noch neun Tore. "Wir haben gekämpft wie die Löwen und haben das sportlich durchgezogen", findet Kanyka.
Und wer jetzt gehässig kichert, der sollte wissen, dass es auch eine tröstliche Seite der Geschichte gibt: Trotz der miesen Leistung (2 Punkte, 223 Gegentreffer) ist Mödling nicht abgestiegen. Geht auch nicht, sie spielen schon in der untersten Liga.
Tuğçe-Urteil gehen Rangeleien voraus
Die Nerven aller Beteiligten sind angespannt: Vor der Urteilsverkündung im Fall Tuğçe kommt es zu Handgreiflichkeiten.
Einige Zuschauer wollten sich an der Warteschlange vor dem Gerichtssaal vordrängeln.
Andere Wartende beschwerten sich lauthals. Es kam zu Beleidigungen und Rangeleien.
Die Polizei wurde gerufen, die Lage beruhigte sich wieder.
Sanel M. erwartet heute sein Urteil. Der damals 18-Jährige hatte zugegeben, die Studentin Tuğçe im November 2014 geschlagen zu haben. Später erlag die 22-Jährige ihre Kopfverletzungen.
Gipfel des Mount Everest liegt jetzt woanders
Die Schulatlanten müssen jetzt nicht unbedingt neu gedruckt werden, aber erstaunlich genug ist diese Geschichte:
Der Gipfel des Mount Everest ist bei dem Erdbeben im April um drei Zentimeter nach Südwesten gerutscht. Das hat die chinesischen Kartographiebehörde ermittelt.
Wussten Sie, dass das gar nicht so außergewöhnlich ist? Angeblich ist der Mount Everest innerhalb der vergangenen zehn Jahre um insgesamt 40 Zentimeter gewandert.
Das Erdbeben hatte auch Einfluss auf den Massentourismus auf dem "Dach der Welt". Mehr dazu gibt es hier.
Lebt der einäugige Dschihadist doch noch?
Gestern hieß es, der algerische Dschihadistenführer Mokhtar Belmokhtar sei tot. Jetzt meldet sich die libysche Terrorgruppe Ansar al-Scharia zu Wort:
Sie veröffentlichen eine Liste der bei dem Drohnenangriff in Ostlibyen getöteten Kämpfer. Der einäugige Extremist ist nicht darunter.
"Niemand anderes wurde getötet", schreiben sie in ihrer Erklärung.
Belmokhtar wurde schon 2013 einmal für tot erklärt, tauchte dann aber laut Sicherheitskreisen wieder auf und soll in Libyen sein.
Schlagzeilen am Morgen
Eisenacher CDU macht mit NPD gemeinsame Sache
Im Eisenacher Stadrat ist es zu einem schier unglaublichen Eklat gekommen. Die CDU macht gemeinsame Sache mit den Abgeordneten der NPD - und kann nicht verstehen, warum man daran Anstoß nehmen sollte. Was ist passiert?
Am Montagabend stellt die NPD einen Abwahlantrag gegen Oberbürgermeisterin Katja Wolf von den Linken.
Bei der folgenden geheimen Abstimmung schließen sich mehrere Abgeordnete der CDU an und stimmen gegen Wolf.
Die nötige Zweidrittelmehrheit verfehlen NPD und CDU zwar, CDU-Fraktionschef Raymond Walk spricht im Nachhinein jedoch von einem "Denkzettel" für Wolf.
Der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring verurteilt das Verhalten seiner Parteifreunde - na immerhin:
Saudi-Arabien richtet im Akkord hin
Human Rights Watch ist entsetzt. In Saudi-Arabien werden in diesem Jahr reihenweise Todesurteile vollstreckt.
Stand jetzt sind 2015 schon 100 Menschen hingerichtet worden.
Das sind jetzt schon mehr Hinrichtungen als im gesamten Vorjahr.
47 der Todesurteile ergingen wegen Drogendelikten.
Die desaströse Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist seit langem bekannt. Das ölreiche Land ist ein wichtiger Wirtschaftspartner des Westens - auch Deutschlands.
Varoufakis: Gläubiger erniedrigen Griechen "mit Sadismus"
Yanis Varoufakis lässt aber auch keine verbale Spitze aus. Beispiel?
Bei einer Rede auf Kreta sagte er am Abend, die Vorschläge der Gläubiger böten keine Lösung der Krise, sondern eine Erniedrigung der Griechen.
Die Gläubiger forderten Griechenland "mit Sadismus" auf, diejenigen Bürger finanziell zu belasten, die bereits schwer von der Krise getroffen seien.
"Wenn sie unsere Erniedrigung wollen, dann werden sie die Auflösung Europas ertragen müssen."
Jauch-Versagerin macht sich nichts draus
Der Schäferhund!!! Verdammt nochmal, liebe Tanja Fuß, das wäre doch so leicht gewesen. Jeder, der gestern "Wer wird Millionär?" gesehen hat, fühlt mit der jungen Studentin. Denn das ist wirklich der Albtraum eines jeden Quizteilnehmers: Dass einem bei der ersten Frage der Aufwärmrunde auf Jauchs Stuhl die Nerven versagen.
Tanja Fuß trägt's allerdings mit Fassung: "Es war eine tolle Erfahrung und ich habe die Herzen des Publikums gewonnen und nicht die Million. Aber den Hauptgewinn habe ich ja schon mit meinem Freund." Hach, da sage mal einer, die jungen Leute seien nicht mehr romantisch.
Was Tanja Fuß nicht wusste, können Sie hier noch einmal nachlesen.
Bundestag startet IT-Netz im Sommer neu
Das Computernetz des Bundestags ist von einem Trojaner verseucht, bis vor kurzem flossen womöglich auch sensible Daten ab. Wer genau hinter der Attacke steckt, weiß keiner. So soll es jetzt wieder sicherer zugehen im deutschen Parlament:
Laut der Vorsitzenden der IT-Kommission des Bundestags, der Linken Petra Pau, wird die Sommerpause zum Neustart des Systems genutzt.
"Sicher ist: Der Bundestag ist arbeitsfähig und wird es auch bleiben, selbst wenn er - aus welchen Gründen auch immer - in der Sommerpause zusammentreten muss", sagte sie dem "Tagesspiegel".
Es sei unklar, ob die Attacke noch läuft, so Pau weiter.
9 Millionen für Trapp - ist der Eintracht-Keeper weg?
Der Sommer ist ja stets die Zeit für ein reges Treiben auf dem Transfermarkt. Machen wir hier im "Tag" doch auch mal ein bisschen mit:
Wir bieten neun Millionen Euro.
Dafür wollen wir gerne den Eintracht-Torhüter Kevin Trapp - eines der größten deutschen Talente zwischen de Pfosten - haben.
Wenn wir aber Pech haben, dann kommt uns Paris St. Germain zuvor, die sollen laut "Bild"-Zeitung genau dieses Angebot gemacht haben.
Tja, da können wir wohl abstinken. Denn Paris St. Germain ist französischer Meister und spielt kommende Saison in der Champions League. Diese Perspektiven können wir bei n-tv.de nicht bieten.
Alles zu den Bewegungen am Transfermarkt gibt's in unserem Transferticker.
Forscher können Gedachtes sichtbar machen
Es klingt nach Telepathie, ist weit weniger als das - und doch ist es spektakulär, was Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie gelungen ist:
Sie können aus Gehirnströmen von Menschen Laute, Wörter und ganze Sätze rekonstruieren.
Dazu haben sie Epilepsiepatienten, deren Schädel zu Behandlungszwecken ohnehin geöffnet worden war, ein Elektrodennetz über das Gehirn gelegt.
Die Hirnaktivität bei bestimmten Lauten wurde durch Farben sichtbar gemacht. Und im Umkehrschluss konnten dann die gedachten Wörter in Farben umgewandelt werden.
Klingt spannend, oder? Mehr dazu gibt's bei uns hier!
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Bei Deutscher Schule Istanbul fehlen Millionen
An der Deutschen Schule Istanbul gibt es Ärger mit der Justiz. Es sollen Gelder veruntreut worden sein.
Von einem Konto soll ein Millionenbetrag verschwunden sein. Aus einer "Handkasse", in die die Schulbeiträge zum Teil bar eingezahlt worden waren, fehlen auf einmal Hunderttausende Euro.
So ganz genau weiß aber keiner, wie viel Geld fehlt. "Die Schule ist immer noch dabei, sich einen endgültigen Überblick zu verschaffen", sagt der Elternbeiratsvorsitzende Gunnar Köhne.
Schuld soll der mittlerweile abgelöste Vorstand der Schule sein, es wird jetzt ermittelt.
Hier gibt es die ganze Geschichte für Sie.
Nobelzentrum macht mit der Fifa Schluss
Ein "Handschlag für den Frieden" zwischen den Kapitänen von Fußballmannschaften wollten sie gemeinsam etablieren. Jetzt geht das Nobelpreiszentrum, ein Ableger des Komitees, das jährlich den Friedenspreis verleiht, aber erstmal wieder auf Abstand zur Fifa.
Das Osloer Gremium beendet die 2012 geschlossene Zusammenarbeit mit dem Weltfußballverband.
Sie soll fortgeführt werden, "sobald die Umstände dies zulassen".
Dass es um die Korruptionsvorwürfe geht, wird nicht explizit ausgesprochen. Das kann sich aber wohl jeder denken.
Varoufakis macht keine weiteren Zugeständnisse
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis scheint eine Standleitung zur "Bild"-Zeitung zu halten. Nach Montag hat er dem Blatt heute schon wieder ein Interview gegeben. Das hat er gesagt:
Er will den Euro-Finanzministern am Donnerstag keine neue Reformliste vorlegen.
Das Treffen sei nicht "das Forum, Positionen und Vorschläge zu präsentieren, die zuvor nicht auf unterer Verhandlungsebene diskutiert und verhandelt worden sind".
Griechenland stehe aber "jederzeit bereit, eine umfassende Lösung mit unseren Partnern zu finden".
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll eine "Hoffnungsrede" halten.
Streng genommen hat er der "Bild"-Zeitung also wenig Neues gesagt. Außer, dass er auf seinen bisherigen Standpunkten beharrt.
US-Drohne tötet angeblich Nasser al-Wahischi
Im Jemen gelingt den USA ein Schlag gegen die Terrororganisation Al-Kaida. Bei einem Drohnenangriff stirbt einer der aktuell wichtigsten Köpfe des Extremistennetzwerks.
Berichten zufolge ist Nasser al-Wahischi tot.
Er war Chef des Al-Kaida-Ablegers auf der Arabischen Halbinsel - kurz AQAP.
AQAP steht angeblich hinter dem Attentat auf "Charlie Hebdo".
Hier gibt es alle Infos von den Kollegen.
Das wird heute wichtig
Kaffee ist fertig, ein Croissant auf dem Teller - auf in den zweiten Tag der Woche. Heute wieder mit mir, Johannes Graf. Freuen Sie sich mit mir unter anderem auf diese Themen:
Heute soll im Tugce-Prozess das Urteil fallen.
Die EU-Innenminister treffen sich und beraten über die Flüchtlingsproblematik. Es geht unter anderem um die Verteilung der Migranten nach einem umstrittenen Quotensystem.
Der Europäische Gerichtshof entscheidet über die Anleihekäufe der EZB in der Krise.
Die "Rühe-Kommission" stellt ihre Ergebnisse vor. Es geht um die Frage, ob der Bundestag bei Auslandseinsätzen ausreichend eingebunden ist.
Schlagzeilen aus der Nacht