Das war der Tag
Ein langer Tag geht seinem Ende entgegen. Folgende Nachrichten sollten Sie nicht verpasst haben:
Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wird noch einmal teurer als geplant.
Der Bundestag darf nun doch beim Freihandelsvertrag Ceta zwischen der EU und Kanada mitreden.
US-Präsidentschaftskandidatin Clinton muss wegen ihrer Email-Affäre keine Strafverfolgung fürchten.
Das Britische Pfund verliert im Zuge des Brexit weiter an Wert.
Thomas Müller muss einer geschwächten DFB-Elf endlich auch mal mit Toren helfen.
Ich verabschiede mich in den Feierabend mit dem guten Gefühl, dass morgen und am Donnerstag abends wieder Fußball läuft. Vive la Europameisterschaft! Bleiben Sie uns treu.
Gedeon will mit Fraktionsaustritt AfD-Spaltung stoppen
Nach der Eskalation im Streit um Antisemitismus-Vorwürfe hat der baden-württembergische AfD-Politiker Wolfgang Gedeon den Austritt aus der Landtagsfraktion seiner Partei verkündet. Er hoffe, dadurch die Spaltung seiner Fraktion noch zu verhindern, sagte Gedeon am Abend der Nachrichtenagentur dpa.
Kurz zuvor hatte der Fraktionschef und AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen gemeinsam mit zwölf weiteren Abgeordneten aus Protest gegen Gedeon die Fraktion verlassen. Auslöser für den Bruch war gewesen, dass in der Fraktion nicht die nötige Zweidrittelmehrheit für den Rauswurf des Abgeordneten Gedeon zustandegekommen war.
Langenfeld soll neue Bundesverfassungsrichterin werden
Der Bundesrat will am kommenden Freitag eine neue Richterin für das Bundesverfassungsgericht wählen. Vorgeschlagen sei die Göttinger Juraprofessorin Christine Langenfeld, teilte die Länderkammer mit. Die Regierungschefs der Länder hätten sich auf die 53-Jährige geeinigt, die den Vorsitz des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration innehat. Langenfeld träte in Karlsruhe die Nachfolger von Herbert Landau an, der aus Altersgründen aus dem Amt ausscheidet.
Brand in Münchner U-Bahnhof löst Großeinsatz aus
Feueralarm im Münchner U-Bahnhof Odeonsplatz: Der Brand von zwei Gummipuffern an der Achse einer U-Bahn hat am Abend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Rund 90 Einsatzkräfte seien vorsorglich ausgerückt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Zwei Trupps mit Atemschutzgerät hätten den Brand aber schnell abgelöscht. Niemand sei verletzt worden.
Wegen der Rauchentwicklung wurde der U-Bahnhof von der Münchner Verkehrsgesellschaft vollständig evakuiert. Die U-Bahnlinien 3 und 6 konnten länger nicht zwischen den Stationen Münchner Freiheit und Sendlinger Tor verkehren. Tausende Münchner waren davon in der Spätphase des Berufsverkehrs betroffen.
EU-Kommissar pocht auf neue Grenzschutzagentur
EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat das Europaparlament gedrängt, der geplanten Reform des europäischen Grenzschutzes schnell zuzustimmen. "Wir haben keine Zeit zu verlieren", sagte er in Straßburg. Der Vorschlag für eine neue Behörde zum Schutz der EU-Außengrenzen ist eine Reaktion auf die Flüchtlingskrise. Die bestehende EU-Grenzschutzagentur Frontex soll in ihr aufgehen, mehr Kompetenzen bekommen und stärker an der Rückführung von Migranten beteiligt werden.
Die Grünen-Abgeordnete Ska Keller bemängelte, dass die Agentur mehr Ermächtigungen bekäme, ohne dass auf der anderen Seite die Grundrechte gestärkt würden. Morgen wird das Parlament über den Vorschlag der EU-Kommission abstimmen.
Bis zu 15 Tote bei Absturz türkischen Armeehubschraubers
Beim Absturz eines türkischen Militärhubschraubers im Nordosten des Landes sind mindestens fünf Insassen ums Leben gekommen. Bei dem Absturz in der Provinz Giresun habe es "Tote und Verletzte" gegeben, sagte Regierungschef Binali Yildirim während eines Besuchs in der westlichen Provinz Izmir vor Journalisten. Er sprach von fünf Toten "und vielleicht mehr". An Bord waren demnach 15 Menschen.
Zuvor hatte der Sender CNN-Türk berichtet, die Maschine vom Typ Sikorsky S-70 sei bei schlechtem Wetter in einer Bergregion der Schwarzmeer-Provinz abgestürzt. Zu den Insassen habe ein Brigadegeneral gehört. Die Absturzursache sei noch unklar.
May zur Favoritin auf Cameron-Nachfolge gekürt
Bei der ersten Runde zur Wahl eines neuen Vorsitzenden der britischen Konservativen hat Innenministerin Theresa May einen deutlichen Sieg eingefahren.
Wie das Komitee der Partei am Abend bekanntgab, erhielt sie 165 Abgeordnetenstimmen und damit einen mehr als die übrigen vier Bewerber zusammengenommen.
An zweiter Stelle nach May kam die Staatssekretärin im Energieministerium, Andrea Leadsom, mit 66 Stimmen.
Justizminister Michael Gove (48 Stimmen) und Arbeitsminister Stephen Crabb (34 Stimmen) folgten dahinter. Crabb erklärte am Abend seinen Verzicht.
Auf dem letzten Platz lag der ehemalige Verteidigungsminister Liam Fox mit 16 Stimmen. Er scheidet damit aus dem Bewerberfeld.
Bei der Suche nach einer neuen Führung haben zunächst die Tory-Abgeordneten das Sagen, später stimmen die rund 150.000 Parteimitglieder ab. Der für einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingetretene Cameron hatte nach seiner Niederlage beim Brexit-Referendum am 23. Juni seinen Rückzug innerhalb der nächsten Monate angekündigt.
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Videos des Tages
Ukraine verbannt Sowjetsterne von Uniform
Die prowestliche Führung der Ukraine hat sich von einem weiteren Symbol aus Sowjet-Zeiten getrennt und die Offizierssterne auf neuen Armeeuniformen durch Rauten ersetzt. Staatschef Petro Poroschenko habe die Abzeichen bestätigt, sagte Präsidentenberater Juri Birjukow. Poroschenko besuchte unterdessen den vom ukrainischen Militär kontrollierten Teil des Konfliktgebiets Donbass. Trotz einer offiziellen Feuerpause wurden im Donbass bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten drei Regierungssoldaten getötet und 13 verletzt.
In der Separatistenhochburg Donezk kündigte der Chef der Aufständischen, Alexander Sachartschenko, den Beginn von Vorwahlen zur Kandidatenfindung an. Er warf Kiew vor, kein Interesse an den vereinbarten Regionalwahlen zu haben. Die ukrainische Regierung macht eine dauerhafte Waffenruhe zur Bedingung für eine solche Abstimmung.
EU vertagt "Schwarze Liste" zu Steueroasen
Die EU will ihre "Schwarze Liste" zu Steueroasen wie Panama mit seinen Hunderttausenden Briefkastenfirmen später als bisher geplant vorlegen. Die Liste solle erst ab dem Jahr 2017 Länder erfassen, die grundlegende Steuerstandards nicht einhielten, teilte die EU-Kommission mit. Wann im kommenden Jahr die Liste präsentiert werden soll, ließ die Behörde offen.
Steuerkommissar Pierre Moscovici hatte noch im April eine solche Liste bis spätestens Oktober angekündigt. Die Brüsseler Behörde schlug nun außerdem vor, Firmenregister in der EU für Steuerfahnder leichter zugänglich zu machen. Außerdem soll die Arbeit von Steuerberatern besser kontrolliert werden können, um "aggressive" Steuervermeidung bekämpfen zu können. Die sogenannten Panama Papers brachten im Frühjahr weltweit Politiker, Reiche und Sportler in Erklärungsnot.
Kuh entwischt in Kaiserslautern Schlachter und Polizei
Und hier nun mein Held des Tages: In Kaiserslautern ist eine Kuh von einem Schlachthof entkommen und anschließend auch der Polizei entwischt. Mit einem Hubschrauber suchte die Polizei erfolglos nach dem entlaufenen Tier. Verkehrsteilnehmer beobachteten am Vormittag ein braunes Rindvieh, das in Richtung Innenstadt galoppierte. Wie die Beamten herausfanden, war das Tier aus einem nahegelegenen Schlachtbetrieb ausgerissen. Mehrere Streifen nahmen die Verfolgung auf.
Zwar bekamen sie die Kuh hin und wieder zu sehen, es gelang jedoch nicht, das Tier einzufangen. Weil der Ausreißer auch nahe eines Rangierwerks auf den Bahngleisen gesichtet wurde, fuhren Züge auf Sicht. Zeitweise war der Bahnverkehr zwischen Kaiserslautern und Landstuhl unterbrochen. Schließlich zog sich die Kuh in den Wald zurück, wie die Polizei vermutete. Die Suche wurde erfolglos abgebrochen.
Farc-Guerilla will Schutzgeld-Erpressung aufgeben
Der Chef der kolumbianischen Farc-Guerilla, Rodrigo Londoño, hat angeordnet, die seit Jahrzehnten übliche Erpressung von Schutzgeld zu beenden. Er wolle damit eine Bedingung der Regierung im Rahmen des gemeinsamen Friedensprozesses erfüllen, sagte Londoño der Nachrichtenagentur "Rural de Colombia".
Seit langer Zeit fordert die Farc als die größte Guerillaorganisation Lateinamerikas in von ihr kontrollierten Gebieten von Viehzüchtern, Händlern und anderen Gewerbetreibenden eine "Revolutionssteuer", um ihre Kämpfer zu finanzieren und zu ernähren. Im Juni hatten beide Seiten einen Waffenstillstand geschlossen - in Kubas Hauptstadt Havanna wird seit 2012 über einen Friedensvertrag verhandelt.
Stuttgart-21-Kosten explodieren auf zehn Milliarden
Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte nach Medienberichten die Steuerzahler und die Deutsche Bahn AG bis zu zehn Milliarden Euro kosten. Offiziell veranschlagt sind bisher 6,5 Milliarden. Davon geht der Bundesrechnungshof nach Informationen von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" nach mehr als dreijährigen Prüfungen aus.
Die Kontrollbehörde habe die Bundesregierung bereits gewarnt, dass die Finanzierung der Mehrkosten in Milliardenhöhe völlig ungeklärt sei. Den Zeitungen zufolge ist die vorläufige Prüfmitteilung der Bundesregierung zugeleitet worden, eine letzte Stellungnahme aus dem Haus von Verkehrsminister Alexander Dobrindt müsse noch eingearbeitet werden.
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Stimmrekorder bezeugt Löschversuche bei Egyptair-Flug
Kurz vor dem Absturz einer Egyptair-Maschine im Mittelmeer hat es offenbar noch Versuche gegeben, ein Feuer an Bord zu löschen. Das habe eine erste Auswertung des Stimmenrekorders ergeben, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus dem Umfeld der ägyptischen Untersuchungskommission. Die Aufnahmen deckten sich demnach mit Datenauswertungen, die Rauch an Bord des Flugzeuges gezeigt hatten.
Auch die Untersuchung von Wrackteilen habe ergeben, dass der vordere Teil des Flugzeuges großer Hitze und dichtem Rauch ausgesetzt gewesen sei. Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang noch unklar.
Flugzeug in Kassel nach anonymen Anruf geräumt
Nach einem anonymen Hinweis ist ein Flugzeug auf dem Flughafen Kassel evakuiert worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich ein Anrufer beim Airport gemeldet und gesagt, dass sich an Bord eines im Abflugbereich stehenden Flugzeugs ein Koffer befinden soll, von dem eine Gefahr ausgehen könnte. Daraufhin sei die Maschine, die ins türkische Antalya fliegen sollte, geräumt worden.
Wie die Polizei weiter mitteilte, überprüfen Beamte derzeit den Flieger. Eine Flughafen-Sprecherin sagte, es sei unklar, wann der starten könne. Die Passagiere seien wieder im Abflugbereich.
NACHTRAG 18.40 UHR:In dem Flugzeug wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.
Schlagzeilen zum Feierabend
UN warnen vor 30.000 heimkehrenden Dschihadisten
Angesichts der jüngsten Erfolge beim Kampf gegen die Dschihadisten im Irak warnen die Vereinten Nationen vor Anschlägen in ihren Herkunftsländern wie Marokko oder Tunesien. Der Leiter des UN-Komitees zur Terrorismusbekämpfung, Jean-Paul Laborde, sagte in Genf, derzeit befänden sich etwa 30.000 "ausländische terroristische Kämpfer" im Irak und in Syrien.
Da der Aktionsradius der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak kleiner werde, wichen viele Kämpfer zunehmend nicht nur nach Europa, sondern auch in ihre Heimat aus. Der Franzose Laborde sagte, die Angriffe dort drohten "immer heftiger" zu werden - auch als Antwort auf den zunehmenden Druck, der auf die Dschihadisten ausgeübt werde.
Berliner FDP wirbt nach Brexit um Londoner Start-ups
In zehn Wochen und fünf Tagen wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die FDP darf auf eine Rückkehr in das Landesparlament hoffen und demonstriert ihr Wiedererstarken auch in einer ganz anderen Hauptstadt: In London ist heute ein Werbeauto unterwegs mit dem Spruch "Liebe Start-ups, bleibt ruhig und kommt nach Berlin". So sollen vom Brexit verunsicherte Jungunternehmen angelockt werden.
Zumindest auf Twitter war den Berliner Liberalen eine gewisse Aufmerksamkeit sicher. Fun fact für Nicht-Berliner: Der FDP-Spitzenkandidat Sebastian Czaja ist der Bruder des Berliner Sozialsenators Mario Czaja von der CDU. Brüder-Duelle mit unterschiedlichem Parteibuch gehören ja zu den Klassikern der deutschen Demokratie.
Bahn lockt Kunden mit Billig-Angeboten
Getrieben von einem aggressiven Wettbewerb dreht die Bahn an mehreren kleinen Preisschrauben. Vor allem Bahncard- und Sparpreisnutzer profitieren, wie das Unternehmen mitteilte. Die 19-Euro-Sparpreise werden bis Mitte September verlängert. Nutzer der Bahncard 50 sollen künftig zusätzlich 25 Prozent Rabatt auf Sparpreise erhalten.
Teurer werden Ticketkäufe im Zug und zusätzliche Reservierungen in der ersten Klasse. Von Januar bis Mai seien Bahntickets insgesamt fünf Prozent günstiger geworden, sagte Fernverkehrs-Vorstandschefin Birgit Bohle. Alles deute auch 2016 auf einen Fahrgastrekord hin. Der Umsatz sei zwar gestiegen - derzeit aber dennoch deutlich hinter den Erwartungen.
Merkel schafft es auch beim Halbfinale nicht ins Stadion
Arme Bundeskanzlerin: Der erklärte Fußball-Fan Angela Merkel wird der Zeitung "Die Welt" zufolge auch beim EM-Halbfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich nicht im Stadion dabei sein. "Die Bundeskanzlerin wird nicht nach Marseille fahren, sondern versucht, das Spiel in Berlin zu verfolgen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert dem Blatt. Als Grund nannte er, dass es Merkels Terminlage nicht zulasse.
Bei dieser Europameisterschaft war Merkel noch gar nicht im Stadion. Bundesinnenminister Thomas de Maizière musste seinen geplanten Besuch des Viertelfinales am vergangenen Samstag absagen - er konnte aufgrund von Problemen am Flugzeug nicht zur Partie gegen Italien nach Bordeaux reisen.
Piraten werben für linkes Bündnis bei Gauck-Nachfolge
Die Piraten streben die Wahl des künftigen Bundespräsidenten gemeinsam mit SPD, Grünen und Linken an. Rot-Rot-Grün fehlten in der Bundesversammlung nur wenige Stimmen für eine Mehrheit, heißt es in einem Schreiben der Piraten-Spitze an die drei Parteien.
Gesucht werde eine Persönlichkeit, die über die generelle Amtseignung und das nötige Charisma hinaus "glaubhaft für ein weltoffenes und freies Deutschland" eintrete, heißt es in dem Schreiben. "Bei gleicher Eignung bevorzugen wir die Wahl einer Bundespräsidentin."
In der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 werden SPD, Grüne und Linke nach derzeitigem Stand knapp unter der erforderlichen Mehrheit von 631 Stimmen liegen. Ob die Stimmen der in drei Landesparlamenten vertretenen Piraten für eine Mehrheit reichen, lässt sich erst nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im Herbst sagen.
FBI entscheidet bis Mitte Juli über Clinton-Anklage
Die US-Bundespolizei FBI entscheidet voraussichtlich binnen der nächsten zwei Wochen über eine Anklage gegen Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre.
Die "Washington Post" schreibt, das FBI werde seine Entscheidung wohl noch vor der am 18. Juli beginnende Parteiversammlung der Republikaner bekanntgeben.
Clinton war am Samstag vom FBI befragt worden: Sie hatte als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über ihren privaten Server abgewickelt. Das FBI untersucht, ob sie illegalerweise auch Geheiminformationen verschickt oder empfangen hat.
Das FBI selber kann Clinton nicht anklagen, aber dem Justizministerium eine Empfehlung geben.
Würde die Ex-Außenministerin angeklagt, könnte der Druck auf sie wachsen, ihren Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin abzubrechen.
Clinton leidet im Wahlkampf bereits unter mangelnder Glaubwürdigkeit. Die Email-Affäre verschärft das Problem.
NACHTRAG 18:41 UHR: Jetzt ging es doch schneller und ganz im Sinne der demokratischen Präsidentschaftskandidatin: Das FBI verzichtet auf eine Anklage.
Mutmaßlicher Islamist am Flughafen Frankfurt festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat einen 28-jährigen Deutschen auf dem Frankfurter Flughafen wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der radikalislamischen Shebab-Miliz in Somalia festgenommen. Der Mann soll 2012 in einem Trainingslager in Somalia an Waffen ausgebildet worden sein, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.
Der Mann soll zudem auf einem Verteidigungsposten der Miliz eingesetzt gewesen sein. Die Shebab-Miliz ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verknüpft und will in Somalia ein Kalifat auf Grundlage des islamischen Rechts einführen.
Autsch! Ganz böser Zauber im Live-Fernsehen
Der folgende Clip ist nur etwas für Hartgesottene: Die Kollegen beim polnischen Frühstücksfernsehen hatten gestern einen Magier zu Gast. Naja, oder zumindest jemanden, der sich für einen Magier hält. Sein Trick mit dem verschwindenden Nagel geht jedenfalls gehörig schief. Es sei denn, der Nagel sollte in der Hand der Moderatorin verschwinden. Aber sehen Sie selbst ...
So sieht der neue 50-Euro-Schein aus
Die Europäische Zentralbank hat heute den neuen 50-Euro-Schein vorgestellt. Der größte unter den alltäglichen Scheinen soll ab 4. April 2017 in Umlauf kommen. Zuvor hatte die EZB bereits die 5-, 10- und 20-Euro-Scheine erneuert. Der Austausch dient vor allem der Sicherheit: Jede neue Generation erschwert es Geldfälschern, Kopien anzufertigen.
Wie beim 20-Euro-Schein bekommt auch der 50er eine Art Fenster, eine durchsichtige Stelle. Bei Licht besehen, ist in dem Fenster die g riechische Mythenfigur Europa zu sehen. Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist eine lange Nummer, deren Farben sich je nach Lichteinfall verändern.
Schichtwechsel
Mit der Sonne über Berlin ist auch Volker Petersen aus dem Büro verschwunden. Die Stimmung bleibt hier dennoch sommerlich ausgelassen. Wir freuen uns auf spannende und kuriose Nachrichten und wissen es sehr zu schätzen, dass Sie heute wieder dabei sind. Mein Name ist Sebastian Huld. Kritik und Anmerkungen richten Sie bitte an sebastian.huld@nachrichtenmanufaktur.de oder schreiben mir via Twitter.
Staat will auch noch mehr für BER zahlen
Beim Hauptstadtflughafen BER sind wir längst in dem Stadium, wo wir froh sind, wenn er überhaupt irgendwann mal aufmacht. Bund, Berlin und Brandenburg wollen dafür auch Mehrkosten in Kauf nehmen. Das geht aus einem Schreiben an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Demnach sollen die Flughafen-Eigentümer erklären, "im Fall von Abweichungen von der Finanzplanung die Gesamtfinanzierung des Projekts sicher zu stellen". Dies sei eine Bedingung dafür, dass Bund, Berlin und Brandenburg für weitere Kredite der Flughafengesellschaft bürgen können.
Deutscher Bierpreis liegt im europäischen Mittelfeld
Bei dieser Statistik will kein Land Spitzenreiter sein - das Statistische Bundesamt hat die Bierpreise in Europa unter die Lupe genommen.
In Deutschland zahlt man im Schnitt 3,76 Euro für den halben Liter.
Teurer war es erwartungsgemäß unter anderem in Norwegen und in der Schweiz. Hier lagen die Halbliterpreise 2014 nach Berechnungen der EU-Statistikbehörde bei durchschnittlich 8,65 Euro beziehungsweise 6,64 Euro.
Günstiger trank es sich für 1,29 Euro in Polen und für nur 99 Cent in Bulgarien.
Ramadan endet, Ernte beginnt
Das passt doch irgendwie: Während der islamische Fastenmonat Ramadan heute endet, beginnt auch die Getreideernte. Und die Bauern sind optimistisch, sie rechnen mit einer Ernte von bis zu 48 Millionen Tonnen, fast so viel wie im letzten Jahr, und steigenden Preisen.
Übrigens fordern manche, das Ende des Ramadans zum Feiertag zu machen.
Hausbesitzer muss nackten Nachbarn ertragen
Nicht immer ist es schön, nackte Menschen zu sehen, vor allem - manchmal - nicht in der direkten Nachbarschaft. Einem Dortmunder Hausbesitzer war das zu viel geworden, er klagte gegen seinen öfter mal unbekleideten Nachbarn. Doch das Landgericht machte ihm deutlich, dass er das hinnehmen müsse. Denn der Nachbar spazierte nur einmal die Woche nackt nach der Sauna durch den Garten. Aber ärgern muss sich der Kläger auch nicht. Der nackte Nachbar hat sein Haus verkauft und zieht bald fort.
Feuer bei Wiesenhof kostet 500 Leuten den Job
Das ist bitter für 500 Angestellte des Wiesenhof-Konzerns. Nach einem Großbrand in einer Geflügelschlachterei in Lohne (Niedersachsen) müssen mehr als 500 Leute sich einen neuen Job suchen. Statt 750 sollen nur noch 213 Arbeiter beschäftigt werden. "Die Vereinbarung tut sehr weh", sagte der Betriebsratsvorsitzende Zafer Babacan. Es sei aber der bestmögliche Kompromiss gefunden worden. Ende März hatte ein technischer Defekt einen Großbrand in der Schlachterei ausgelöst. Versicherungsangaben zufolge liegt der Schaden bei rund 300 Millionen Euro. Der Betrieb solle wieder aufgebaut werden, es werde aber noch Jahre dauern, bis die alten Kapazitäten wieder erreicht würden, sagte Konzernchef Paul-Heinz Wesjohann.
Österreich hat Termin für neue Stichwahl
Eigentlich ist das Datum schon belegt, aber der Reihe nach: Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, sollen die Österreicher ihren Präsidenten am 2. Oktober wählen, dann also, wenn auch auch das Referendum in Ungarn stattfindet. Später mehr.
Frankfurter Polizei hielt nichts von "Internet"
Datum auf dem Papier oben rechts nicht übersehen.
Gregor Gysi will nach Costa Rica
Er war der vielleicht beste Redner des Bundestages, mittlerweile hat sich Gregor Gysi in den Ruhestand verabschiedet. In einem Interview mit der Zeitschrift "Donna" sagte der 68-Jährige nun, was ihn noch reizen würde. "Ich will zum Beispiel unbedingt mal nach Costa Rica, weil ich gehört habe, dass die Papageien da frei rumfliegen", sagte er - zu dieser Idee hätten ihn auch seine drei Herzinfarkte und seine Gehirn-OP gebracht. Da "fängt man an, das Leben bewusster zu gestalten." Er bedauerte auch, dass viele Freundschaften kaputtgegangen seien.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Waltz über Farage: "Ober-Ratte verlässt sinkendes Schiff"
Christoph Waltz ist über den Brexit überhaupt gar nicht begeistert. Im Gegenteil - und nun hat er wieder gegen die Befürworter ausgeteilt. Die Zielscheibe liegt nahe: Nigel Farage, UKIP-Chef, der sich gerade zurückgezogen hat. Waltz' Kommentar: "Nun, natürlich würde die Ober-Ratte das sinkende Schiff verlassen. Das ist unvermeidlich." Mit den Verantwortlichen der "Leave"-Kampagne geht der Hollywoodstar hart ins Gericht:
"Sie haben versucht, es als einen heldenhaften Abgang darzustellen, aber es ist das Eingeständnis eines Debakels."
Sie verließen das Chaos und andere müssten aufräumen, während sie selbst sich in "irgendein anderes gewinnbringendes Geschäft" zurückzögen.
"Das zeigt, wie verachtenswert diese Leute sind, da sie nicht einmal einstehen für etwas, das sie angerichtet haben."
Waltz gab in dem Interview weiter zu, "etwas zu emotional" zu reagieren, weil er die "abgrundtiefe Dummheit" nicht begreifen könne.
In Berlin brennen wieder die Autos - Politik uneins
Linksautonome Brandstifter halten wieder Autobesitzer in der Hauptstadt in Atem. In den Wochen hat jede Nacht irgendwo ein Fahrzeug gebrannt. Hintergrund ist die Räumung eines besetzten Hauses im Berliner Stadtteil Friedrichshain am 22. Juni. Doch die Politik ist sich nicht einig, wie sie mit dem Problem umgehen soll. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller von der SPD setzt auf Gespräche, Innensenator Frank Henkel, (CDU und möglicher Bürgermeisterkandidat) eher nicht. "Ich stelle mir nur für eine Sekunde vor, es gäbe in unserer Stadt eine Straße, in der militante Rechte unsere Polizisten von Dächern mit Steinen angreifen würden. (...) Ich stelle mir vor, Rechtsextreme würden in unserer Stadt auf Polizeieinsätze mit stadtweitem Terror in der Nacht reagieren." Henkels Fazit: "Niemand würde auf die Idee kommen, mit solchen Extremisten zu verhandeln, eine Deeskalation einzufordern, ihnen vielleicht sogar Immobilien anzubieten. Zum Glück", so Henkel in einer Mitteilung.
Ungarn kündigt Referendum über EU-Flüchtlingspolitik an
Der EU steht das nächste Referendum ins Haus, diesmal aber eine Nummer kleiner als in Großbritannien. Ungarn will über die EU-Flüchtlingspolitik abstimmen lassen - Ministerpräsident Orbán lehnt diese ab und lässt daher die Bürger darüber abstimmen. Am 2. Oktober soll es so weit sein.
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Jangtse tritt über die Ufer, viele Tote und Vermisste
16 Millionen Menschen leiden am Jangtse-Fluss in China an den Folgen schwerer Regenfälle. Riesige Gebiete stehen unter Wasser, 112 Menschen wurden als tot oder vermisst gemeldet. Im Süden Chinas sind Überschwemmungen und Erdrutsche während der Regenzeit im Sommer üblich, dieses Jahr fiel in der Region aber besonders viel Regen. Im Juni waren bei einem Orkan und Regenstürmen in der östlichen Provinz Jiangsu mehrere Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden. Fast 100 Menschen starben.
Bombendrohung - Schweizer Kampfjets fangen Boeing 747 ab
Aufregung bei unseren Nachbarn: Wegen einer Bombendrohung haben Kampfflugzeuge eine israelische Passagiermaschine über der Schweiz kurzzeitig abgefangen und begleitet.
Die Militärmaschinen seien am Morgen um 8.30 Uhr im Gebiet von Schaffhausen nahe der deutschen Grenze zu dem Flugzeug der Gesellschaft El Al aufgestiegen, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA.
Das Flugzeug des Typs Boeing 747 sei von New York nach Tel Aviv unterwegs gewesen, hieß es bei der Schaffhausener Polizei.
Die Maschine habe den Flug ohne Versuch einer Zwischenlandung fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Schweizer Flugsicherung Skyguide.
Wer oder was den Bombenalarm ausgelöst hatte, sei unklar. Möglicherweise sei die Warnung von den Piloten selbst gekommen, erklärte Skyguide-Sprecher Vladi Barroso. In solchen Fällen sei es üblich, dass Militärmaschinen aufstiegen und ein Sichtkontakt mit dem Cockpit des betreffenden Flugzeugs gesucht werde.
Update: Das israelische Außenministerium teilte mit, es sei behauptet worden, in der Küche des Flugzeugs befinde sich eine Bombe. Die USA hätten die Schweiz darüber informiert, während die Passagiermaschine in ihren Luftraum geflogen sei. "Eine Untersuchung hat ergeben, dass sich keine Bombe an Bord befindet, und das Flugzeug setzt seine Reise planmäßig fort", sagte er weiter.
Russische Nachwuchs-Spione blamieren FSB
Als Geheimagent arbeitet man eher im Verborgenen, es sei denn, man heißt James Bond, dessen Namen jeder Bösewicht von Honolulu bis Hanoi bereits kennt. Vielleicht hat der Nachwuchs des russischen Dienstes FSB da etwas falsch verstanden. Zum Abschluss ihrer Ausbildung drehten sie ein Video, das am Wochenende erschien. Darin sieht man, wie sie mit 30 schwarzen Mercedes-Geländewagen durch Moskau cruisen. Nicht so gut: Man sieht öfter mal die Gesichter der Geheimagenten. Die Vorgesetzten sind ungehalten, wie die "Süddeutsche Zeitung" online berichtet.
Zweiter tödlicher Unfall an gleicher Stelle der A6
Gestern gab es eine Massenkarambolage auf der A6 bei Mannheim, zwei Menschen starben, 14 wurden verletzt - und nur ein paar Stunden später hat es dort schon wieder gekracht. Ein Lkw-Fahrer kam ums Leben, wie die Polizei Südhessen mitteilt. Er fuhr in Höhe der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen aus zunächst ungeklärten Gründen auf ein Stauende auf. Nach ersten Erkenntnissen waren zwei Lastwagen und zwei Pkw an dem Unfall beteiligt. Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Ludwigshafen voll gesperrt.
Rios Bürgermeister vor Olympia: "Entsetzlich, grausig"
Eduardo Paes macht sich Sorgen - der Bürgermeister von Rio de Janeiro begrüßt im August die Olympischen Spiele in seiner Stadt, doch bei der Sicherheit gibt es offenbar noch sehr viel Luft nach oben. "Das ist das wichtigste Thema und der Bundesstaat macht einen entsetzlichen, grausigen Job", sagte er CNN. Der Auftrag zum Schutz der Menschen werde "völlig verfehlt", so Paes weiter. Hintergrund der Aussagen sind zahlreiche Vorfälle in den vergangenen Wochen.
20 bewaffnete Angreifer sollen versucht haben, einen Drogenboss aus einem Krankenhaus zu befreien.
An der Copacabana wurden Leichenteile angeschwemmt.
Anfang des Monats stahlen Diebe zwei Container mit Equipment für die Berichterstattung von ARD und ZDF auf dem Weg vom Hafen zum Lager.
Zuletzt hatten Polizisten und Feuerwehrbeamte mit einer drastischen Protestaktion auf die Missstände aufmerksam gemacht. An Rios Flughafen Galeão entrollten Beamte in der Ankunftshalle ein Plakat mit der Aufschrift "Willkommen in der Hölle".
Schlagzeilen am Morgen
Deutscher stirbt beim Paragleiten in Österreich
Aus mehreren Hundert Metern ist ein deutscher Urlauber beim Paragleiten in den österreichischen Alpen abgestürzt. Der 64-jährige Mann aus Friedberg wollte eigentlich in Annenheim in Kärnten landen - doch sein Schirm klappte wegen Thermikproblemen zu zwei Dritteln zusammen. Er geriet ins Trudeln und stürzte ab. Er starb noch an der Unfallstelle.
Obama bringt Tochter "in Verlegenheit"
Gestern war nicht nur der US-amerikanische Nationalfeiertag, sondern auch der Geburtstag von Malia Obama, Tochter des US-Präsidenten. Und Barack Obama sagte am Ende einer live im Internet übertragenen Feier: "Weil es die Aufgabe eines Vaters ist, seine Töchter in Verlegenheit zu bringen, habe ich noch etwas zu tun" - und stimmte Happy Birthday an. Mit heiserer Stimme und leichter Unsicherheit im Treffen der Töne. Und Malia? Kam am Ende auf die Bühne und umarmte ihren Vater.
Mehr dazu hier.
Latex-Frau aus Castrop-Rauxel gibt sich zu erkennen
Gestern überraschte uns das Foto einer Frau im Latexanzug, die mit aufgesetzter Gasmaske ihren Yorkshire-Terrier ausführte. Jetzt gibt sich die Dame aus Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet zu erkennen. Der "Bild"-Zeitung sagte die arbeitslose Yessika S.: "Ich will Gleichgesinnten Mut machen. Es ist völlig in Ordnung, wenn man auf Latex und bizarre Kleidung steht oder andere sexuelle Vorlieben hat", so die 46-Jährige. Ihre Umgebung reagierte offenbar verständnisvoll, "böse Blicke" gebe es nicht. Manche wollten sogar ein Selfie.
Chinesisches Paar verschwindet in Neuschwanstein
Neuschwanstein wollte das chinesische Paar unbedingt sehen, daher machten sich sie und er allein auf den Weg dorthin und verließen ihre Reisegruppe - doch seitdem sind sie verschwunden. Seit Samstagabend werden sie vermisst, die Polizei Füssen suchte sogar per Hubschrauber nach ihnen. Ergebnislos.
Update: Mittlerweile wurde die Suche abgebrochen.
Attentäter sprengen sich in Saudi-Arabien in die Luft
Wie lange soll das noch so weitergehen? Aber okay, wahren wir professionelle Distanz: In Saudi-Arabien haben sich wieder mehrere Leute in die Luft gesprengt.
An drei verschiedenen Orten schlugen die Täter zu.
Laut Innenministeriums starben vier Polizisten, als ein Attentäter am Montagabend vor der Propheten-Moschee in der heiligen Stadt Medina einen Sprengstoffgürtel zündete.
Fast zeitgleich habe es in Katif einen ähnlichen Anschlag mit drei Toten gegeben.
Bereits in der Nacht zuvor hatte sich ein Attentäter in Dschidda in die Luft gesprengt.
Mehr dazu hier.
Paar aus Singapur foltert Zweijährigen zu Tode
Mit scharfen Chilischoten, Schlägen und Tritten haben eine Mutter und ihr Freund in Singapur einen zweijährigen Jungen zu Tode gequält.
Die Mutter wurde jetzt zu elf Jahren Haft, der Freund zu zehn Jahren und zwölf Schlägen mit der Peddigrohrstange verurteilt, wie Lokalmedien berichten.
Sie hätten das Kind an dem Tag dafür bestraft, dass es seinen Teller nicht leer essen wollte. Der Junge sei aber systematisch misshandelt worden. Der Fall flog auf, weil die Mutter im November 2015 Sanitäter rief, als ihr Kind bewusstlos im Bett lag.
Die Verletzungen stammten von einem Sturz, habe sie gelogen. Bei der Autopsie seien 40 Verletzungen entdeckt worden, darunter eine gebrochene Rippe und Hirnblutungen.
Mehr dazu hier.
Hotdog-König erobert Krone zurück
Haben Sie mal in New York einen Hotdog verspeist? Dann wissen Sie, dass die Dinger ziemlich schnell weg sind. Trotzdem ist diese Leistung beachtlich: Joey Chestnut hat gestern auf Coney Island 70 Hotdogs in 10 Minuten gegessen. Beim Hotdog-Wettessen in der berühmtesten Hotdog-Bude der Welt, Nathan's. Letztes Jahr hatte er bei der Hotdog-Meisterschaft noch verloren, nun ist sein Universum wieder im Gleichgewicht. Na dann: Glückwunsch.
New York hat übrigens noch andere Fast-Food-Klassiker zu bieten, das Pastrami-Sandwich zum Beispiel. Hier lesen Sie mehr zum Hotdog-Wettessen.
Firma klont Haushunde nach ihrem Tod
Viele Menschen lieben Hunde. Entsprechend traurig ist es, wenn sie sterben. Doch eine Firma aus Südkorea verspricht Trost - sie klont das Tier ganz einfach. Bereits 800 Mal hat das Unternehmen Sooam Biotech aus Seoul das getan, Kostenpunkt: umgerechnet knapp 90.000 Euro. Dafür gibt's eine genetische Kopie - aber Platz, Fuß und Aus muss man ihm trotzdem beibringen. Gruselig irgendwie - was vorbei ist, ist vorbei, würde ich sagen. Mehr dazu hier.
Genau heute vor 20 Jahren kam übrigens das Klonschaf Dolly, der erste Klon eines erwachsenen Säugetiers, zur Welt - mehr dazu hier.
Das wird heute wichtig
Ich wünschte, ich wäre Urs Siegenthaler und hätte heute auf Mehmet Scholl gehört. Aber nein, ich bin nicht liegengeblieben und darf auch nicht zu den Themen schweigen, die heute wichtig werden.
In Großbritannien beginnt heute das Auswahlverfahren für einen neuen Premier.
Der Petersberger Klimadialog geht in Berlin zu Ende.
Der argentinische Präsident Mauricio Macri besucht Berlin.
Die EZB stellt den neuen 50-Euro-Schein vor.
Wir berichten weiter über den Fall Peggy.
Über die Autorin
In Wimbledon spielt Angelique Kerber heute gegen Simona Halep aus Rumänien. Um 14 Uhr geht's auf dem Centre Court los. Bei der Tour de France geht es heute von Saumur nach Limoges, das sind schlanke 237,5 Kilometer. Und EM? Finden Sie später im EM-Tag. Heute ist aber eh spielfrei.
Ich heiße Volker Petersen und ziehe heute weiterhin voll durch, Mehmet! Zu erreichen bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Obi. Nein, den Witz habe ich neulich schonmal gemacht. Bei Twitter!
Das Wetter mit Björn Alexander
Der Tag startet zuerst einmal oft freundlich bis sonnig und trocken. Nur im Nordwesten und Norden ziehen schnell erste Schauer durch. Später wird dann aber die gesamte Nordhälfte wechselhafter mit Regengüssen und örtlichen Gewittern. Südlich der Mittelgebirge scheint trotz durchziehender Wolkenfelder dagegen auch am Nachmittags noch häufiger die Sonne, höchstens an den Alpen sind nachmittags und abends vereinzelte Gewitter möglich. Generell können die Gewitter von Starkregen und Sturmböen begleitet sein. Und auch an den Küsten und auf den Bergen sind Windböen um die 70 bis 100 km/h möglich. Die Temperaturen erreichen im Norden beim kräftig auffrischendem Wind 18 bis 24, in Berlin bis 25 Grad. Im Süden werden es 24 bis 28 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht