Das war Montag, der 23. November 2015
Liebe Leserinnen und Leser - das war's. Der Montag ist vorüber, sie können die Ecke unten im Kalender nun abreißen. Wenn Sie einen digitalen Kalender auf Ihrem Smartphone nutzen und nicht diese altmodischen, hübsch gebundenen Dinger, lassen Sie das mit dem Abreißen lieber. Könnte teuer werden.
Diese Themen haben Sie besonders interessiert:
Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Costa Ricas Präsident als "Feind der Haie" nominiert
Eigentlich ist Costa Rica für seinen weitreichenden Umweltschutz bekannt - das Land profitiert stark vom Öko-Tourismus. Früher galt das Land auch als Vorreiter im Haischutz. Nicht mehr.
Tierschutzorganisationen haben Costa Ricas Präsidenten Luis Guillermo Solís für den Negativ-Preis "Feind der Haie" nominiert.
Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr habe der Schutz der Haie in dem mittelamerikanischen Land schwere Rückschläge erlitten, heißt es.
Unter anderem seien erneut Exportgenehmigungen für Hammerhaiflossen gewährt worden. Zudem habe die Regierung erklärt, sich in internationalen Gremien nicht mehr für die Ausweitung des Haischutzes einzusetzen.
Nachrichten kompakt
Audi räumt Einbau von Manipulations-Software ein
Der Autobauer Audi hat im Abgas-Skandal der Konzernmutter Volkswagen die Installation einer Software zugegeben, die in den USA als illegales Schummelprogramm gilt.
Das Unternehmen teilte mit, den US-Behörden bei der Zulassung von 3,0-Liter-Diesel-Autos insgesamt drei Software-Programme nicht offengelegt zu haben.
Eines davon werde nach geltender US-Gesetzgebung als "Defeat Device" betrachtet.
Als Defeat Device bezeichnen die US-Umweltbehörden EPA und CARB verbotene Programme zur Manipulation von Abgas-Messwerten bei Emissionstests.
Räuber keilen Geldtransporter ein und eröffnen Feuer
Szenen wie aus einem Action-Thriller in Berlin-Marienfelde: Bei diesem versuchten Raubüberfall hätte es sich auch um ein Film-Set drehen können. Passiert ist es heute tatsächlich:
Zwei Autos keilen einen Geldtransporter ein und stoppen ihn - dann eröffnen mindestens vier Täter das Feuer auf die zwei Männer im Fahrzeug.
Die Täter setzten eines ihrer Autos in Brand und flüchteten in dem anderen, nach ersten Erkenntnissen ohne Beute.
Verletzt wurde bei dem Überfall niemand.
Pegida-Teilnehmerzahl dünnt aus
Huch, es ist ja Montag. Da war doch was: Pegida. Ja, die gibt's noch, aber es werden immer weniger. An der heutigen fremdenfeindlichen Demonstration in Dresden haben sich Schätzungen zufolge zwischen 4750 bis 5500 Menschen versammelt. Zuletzt hatte Pegida bis zu 8000 Menschen auf die Straße gebracht. Zeitgleich gingen erneut rund 800 Menschen gegen Hass und Hetze auf die Straße. Zu der Gegendemonstration hatte die Gruppe Gepida - "Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter" - aufgerufen.
Griechenland-Rettung kostet weniger als befürchtet
Die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott kostet aller Voraussicht nach weniger als befürchtet. Wie der Direktor des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, in Brüssel sagte, wird das Land die in einem dritten Hilfspaket veranschlagten bis zu 86 Milliarden Euro nicht benötigen.
Grund sei, dass für die Rekapitalisierung der griechischen Banken weniger Geld nötig sei als veranschlagt.
Regling: "Die Bankenrekapitalisierung wird weniger kosten als die zehn Milliarden Euro, die bereits im Sommer zur Auszahlung vorgesehen gewesen seien."
Die darüber hinaus zur Verfügung stehenden 15 Milliarden Euro für die Bankenrettung würden "nicht gebraucht".
Säugling erstickt: Vier Jahre Haft für Mutter
Es ist eine grausige Geschichte: Weil sie ihr neugeborenes Kind mit einem Kissen erstickte, muss eine 37-jährige Frau aus Südthüringen für vier Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Meiningen sprach sie wegen Totschlags schuldig. Der Prozess dauerte nur gut sechs Stunden.
Die Angeklagte hatte unter Tränen geschildert, wie sie ihr Kind Ende April 2011 in der Dusche gebar. Der Brustkorb des kleinen Jungen sei "komisch aufgewölbt" gewesen und er habe geschrien. Sie habe ein Kissen genommen, es auf den Säugling gelegt und die Hand daraufgelegt.
Die sterblichen Überreste waren vor einem Jahr auf dem Dachboden ihres Wohnhauses entdeckt worden. Dort fand die Polizei auch die Knochen eines weiteren Jungen.
Die 37-Jährige beteuerte, dass es sich dabei um eine Totgeburt gehandelt habe. Ob das zweite Kind tatsächlich tot geboren wurde, konnte ein Gutachten nicht mehr feststellen.
Diebe stehlen der Polizei Hunderte Kalaschnikows
In Honduras sind Hunderte Schusswaffen aus einer Asservatenkammer der Polizei verschwunden. Rund 700 Waffen, zum größten Teil Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow, seien gestohlen worden, berichtete die Zeitung "La Prensa". Es handele sich um ausgemusterte Gewehre der Polizei und beschlagnahmte Waffen. Es sei zu befürchten, dass die Waffen nun in die Hände krimineller Organisationen geraten. Mit 66 Morden je 100.000 Einwohner ist Honduras eines der gefährlichsten Länder der Welt. Für einen Großteil der Gewalttaten werden Jugendbanden - die sogenannten Maras - verantwortlich gemacht.
USA verhängen Sanktionen gegen Burundi
Burundi ist nicht besonders oft Thema in den Medien - aber dem ostafrikanischen Land droht derzeit (wieder) ein Bürgerkrieg. In Burundi hatte sich Präsident Pierre Nkurunziza im Juli entgegen der Verfassung für eine dritte Amtszeit wiederwählen lassen. Die Opposition boykottierte die Abstimmung, seither kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen:
In den vergangenen Monaten wurden Hunderte getötet. Mehr als 210.000 Menschen sind ins Ausland geflohen.
Die USA verhängen nun Sanktionen gegen Top-Vertreter der Regierung und auch der Opposition.
Sie seien gegen alle gerichtet, die Frieden und Sicherheit bedrohten und den Prozess der Demokratisierung unterminierten, heißt es.
n-tv.de-Sportredakteur spricht über Paris-Erlebnis
Mit Online-Redaktionen ist das ja so eine Sache. Sie liebe Leser, lesen zwar viel von uns, manchmal sehen Sie sogar ein Bildchen vom Autor neben dem Artikel. Aber mit Bewegung und so ist nicht viel. Deshalb sei ein kurzer Hinweis gegönnt: Falls Sie den Kollegen Stefan Giannakoulis aus der Sportredaktion mal live und in Farbe sehen wollen, dann schalten Sie heute um 22.05 Uhr den mdr ein. Über Fußball wird er da nicht reden - es geht um Ernsteres. Der Kollege war während der Anschläge im "Stade de France"; auch die Stadion-Räumung in Hannover hat er miterlebt. Thema der Sendung ist "Terror in Europa - Wie sicher leben wir?".
Wo ist Nofretete? Tutanchamuns Grab wird abgesucht
Pharaonen, Mumien, alte Legenden - Wissenschaft kann enorm spannend sein. In dieser Woche zeigt sich das besonders: Mit modernen Methoden will Ägypten die Theorie überprüfen, die legendäre Nofretete liege in einer Geheimkammer im Grabmal des Pharaos Tutanchamun begraben.
Von Donnerstag bis Samstag wird mit besonders leistungsfähigen Radargeräten und Infrarot-Wärmekameras überprüft, ob es in den Gemäuern von Tutanchamuns Grab geheime Grabkammern gibt.
Tutanchamun war nach neunjähriger Herrschaft 1324 vor Christus im Alter von 19 Jahren gestorben.
Sein Grabmal befindet sich im Tal der Könige in der Nähe von Luxor im Süden Ägyptens.
Blatter drängte auf Bundesverdienstkreuz-Verleihung
Ich weiß, ich weiß - Blatter hatten wir heute schon. Aber das hier ... nun ja, lesen Sie selbst: Fifa-Präsident Joseph S. Blatter soll sein Bundesverdienstkreuz am Ende der WM 2006 unter fragwürdigen Umständen bekommen haben, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Blatter habe darauf gedrängt, diesen Orden zu erhalten. Nach den ordensrechtlichen Vorschriften des Bundespräsidialamtes kann aber jemand, der "seine eigene Auszeichnung anregt, ... nicht mit einer Verleihung des Verdienstordens rechnen".
Polizei in NRW sprengt internationalen Betrügerring
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine international tätige Betrügerbande gesprengt. Die Bandenmitglieder sollen bei Firmen in 15 Staaten rund eineinhalb Millionen Euro Schaden angerichtet haben.
Mehrere Personen wurden bei Razzien in den vergangenen 14 Tagen festgenommen, zwei davon sitzen noch in Untersuchungshaft.
Die Bande soll ihre Beute durch Betrug, Geldwäsche, Bedrohung und Computerkriminalität ergaunert haben.
Unter anderem sollen Bandenmitgliedern aus Nigeria weltweit E-Mail-Konten gehackt und dadurch Geschäftsabläufe bei den betroffenen Firmen haben.
Zwei Tote bei US-Hubschrauber-Absturz in Südkorea
Tragischer Unfall beim Übungsflug eines US-Militärhubschraubers in Südkorea:
Ein AH-64-Apache-Helikopter ist verunglückt, die beiden Piloten gestorben.
Ermittler vermuteten, dass der Hubschrauber vor dem Absturz gegen eine Hochspannungsleitung oder einen Stahlmast geprallt ist.
Der Absturzsort liegt etwa 140 Kilometer östlich von Seoul in Wonju.
Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung gegen Nordkorea stationiert.
Australische Linke will Zigarettenpreise erhöhen
Sie glauben, hierzulande sei das Rauchen teuer? Dann passen Sie mal auf: In Australien kostet eine Packung Zigaretten mit 25 Glimmstengeln knapp 25 Australische Dollar. Das sind rund 17 Euro. Geht es nach der australischen Linken, müssten Raucher von Adelaide bis Darwin bald noch tiefer in die Tasche greifen.
Im Falle eines Sieges bei den 2017 anstehenden Parlamentswahlen will die Australian Labor Party (ALP) die Zigarettenpreise innerhalb von drei Jahren auf über 40 Australische Dollar (27 Euro) pro Packung erhöhen.
Die Mehreinnahmen würden nicht nur der Haushaltskonsolidierung zugute kommen, sondern auch in wichtige Gesundheitsinitiativen investiert.
"Wir wollen, dass noch mehr Leute mit dem Rauchen aufhören", sagte die Sprecherin des ALP-Gesundheitsausschusses.
Foo Fighters widmen Album den Pariser Terroropfern
Die US-Rockband Foo Fighters widmet den Anschlagsopfern von Paris ein neues Mini-Album. Die EP "Saint Cecilia" kann seit heute gratis auf der Internetseite der Band heruntergeladen werden. Eigentlich wollte die Band mit den neuen Songs am Ende ihrer Welttournee "das Leben und die Musik feiern", wie Sänger Dave Grohl erklärte. Nach den Anschlägen von Paris habe die Veröffentlichung nun aber eine "neue, hoffnungsvolle" Intention. "Vielleicht bringen die Songs ein bisschen Licht in diese manchmal dunkle Welt", erklärte der frühere Nirvana-Schlagzeuger. Die Foo Fighters sollten eigentlich in der vergangenen Woche in Paris auftreten. Nach den Anschlägen mit 130 Toten brachen sie aber ihre Europatournee ab und sagten die restlichen Konzerte ab.
Schlagzeilen zum Feierabend
20 Tote bei Verkehrsunfall in Mexiko
Bei einem schweren Verkehrsunfall im Zentrum von Mexiko sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. 15 weitere Fahrgäste seien zum Teil schwer verletzt worden, als auf einer Landstraße im Bundesstaat Puebla ein Bus mit einem Auto zusammen stieß. Das teilte der Leiter des Zivilschutzes mit. Medienberichten zufolge war der Wagen am Sonntagabend (Ortszeit) auf der Landstraße zwischen dem Golf von Mexiko und der mexikanischen Hauptstadt mit dem Reisebus kollidiert. Der ausgelaufene Diesel habe sich entzündet und den Reisebus in Brand gesetzt.
Kenia erklärt Korruption zu Sicherheitsrisiko
Kenia gilt als eines der korruptesten Länder der Welt - momentan hat Präsident Uhuru Kenyatta sechs Minister nach Korruptionsvorwürfen suspendiert. Dagegen will das Land nun vorgehen und dies mit dem Anti-Terror-Kampf verbinden.
Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat Korruption zur "Bedrohung der nationalen Sicherheit" erklärt.
Terroranschläge seien in dem ostafrikanischen Land regelmäßig mit veruntreuten Geldern finanziert worden, sagte der Präsident
Der Geheimdienst solle von nun an prüfen, ob ein der Korruption Verdächtigter Verbindungen zu Terrororganisationen haben.
Ägyptische Polizei erschießt Flüchtlinge
Die ägyptische Polizei hat fünf sudanesische Flüchtlinge an der Grenze zu Israel erschossen. Sechs weitere Migranten wurden verletzt, als sie die Grenze ins wohlhabende Israel ohne Erlaubnis überqueren wollten, sagte ein Beamter der Sicherheitsbehörden.Zudem seien fünf Sudanesen unverletzt festgenommen worden.
Den Angaben zufolge hatten die Flüchtlinge auf Warnschüsse nicht reagiert.
Von 2007 bis 2011 erschossen ägyptische Sicherheitskräfte mehrmals Flüchtlinge, als diese die Grenze zu Israel überqueren wollten.
Erst vor gut einer Woche waren 15 Sudanesen dort unter unklaren Umständen ums Leben gekommen.
Fifa-Richter eröffnet Verfahren gegen Blatter und Platini
Nun ist es offiziell: Der Fifa-Ethikrichter Hans-Joachim Eckert hat ein Verfahren gegen die suspendierten Top-Funktionäre Joseph Blatter und Michel Platini eröffnet. Mit einem Urteil sei noch im Dezember zu rechnen, teilte die Rechtsprechende Kammer mit. Fifa-Chef Blatter und Uefa-Boss Platini, beide derzeit von ihren Aufgaben entbunden, wird eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken im Jahr 2011 vorgeworfen. Dabei soll es sich laut der Funktionäre um eine verspätete Honorarzahlung für Platinis Fifa-Arbeit aus den Jahren 1998 bis 2002 handeln. Beide beteuern ihre Unschuld.
Südkorea startet Militärmanöver an Seegrenze
Die einen provozieren, die anderen rumpeln verbal dagegen an: Ungeachtet nordkoreanischer Vergeltungsdrohungen hat Südkorea an der zwischen Pjöngjang und Seoul umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer ein Militärmanöver abgehalten.
Die Übung in den umstrittenen Gewässern diente der Zurschaustellung militärischer Stärke, aber auch der Erinnerung an den fünften Jahrestag eines nordkoreanischen Angriffs auf die Insel Yeonpyeong.
Bei dem Raketenbeschuss am 23. November 2010 waren fünf Südkoreaner, unter ihnen zwei Zivilisten, getötet worden.
Der Zwischenfall war einer der bedrohlichsten Grenzvorfälle zwischen den beiden koreanischen Staaten seit dem Ende des Koreakriegs (1950-1953).
Kinderarzt soll 21 Jungen missbraucht haben
In Augsburg beginnt heute der Prozess gegen einen Kinderarzt, der 21 Jungen missbraucht haben soll. Der 40-Jährige Bayer soll auch für eine Kindesentführung im niedersächsischen Garbsen im August 2014 verantwortlich sein. Ein Fünfjähriger war damals in ein Auto gelockt, betäubt, missbraucht und nach zwei Stunden wieder freigelassen worden. Der Mann hatte damals als Assistenzarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover gearbeitet. In der Folge stießen die Ermittler auf immer neue Verdachtsfälle, die bis ins Jahr 2007 zurückreichen. Weitere Tatorte waren Augsburg, München und Nürnberg.
Update 16:15 Uhr: Gerade kommt die Nachricht, dass der Arzt den Missbrauch an den Jungen gestanden hat. Mehr dazu hier.
Zug rast in Schafherde - Mehr als 20 tote Tiere
Beim Überqueren eines Bahnübergangs in Bremen ist eine Schafherde von einem Zug erfasst worden. 20 Schafe und der Hütehund starben bei dem Unglück. Weitere Schafe wurden eingeschläfert.
Der 60 Jahre alte Schäfer wollte offenbar mit seinen rund 200 Schafen die Gleise überqueren. Einige Tiere blieben aber plötzlich stehen. Kurz danach schlossen sich die Halbschranken, der Hund schaffte es nicht, die Schafe von den Schienen zu treiben.
Die Regionalbahn auf dem Weg nach Oldenburg blieb trotz Notbremsung erst etwa einen Kilometer nach dem Bahnübergang stehen. Die 25 Fahrgäste blieben unverletzt.
Gegen den Schäfer wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Nach Polizeiangaben ist es allerdings unwahrscheinlich, dass er für den Unfall verantwortlich gemacht werden kann.
Nachrichten kompakt: Das Wichtigste in 90 Sekunden
Russland lockert Atom-Exportverbot für Iran
Gut vier Monate nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran lockert Russland ein Exportverbot für sensible Technologien in die Islamische Republik.
Russische Firmen dürften unter bestimmten Bedingungen Nuklear-Ausrüstung in den Iran ausführen sowie das Land in seinem Atomprogramm finanziell und technisch unterstützen.
Nach jahrelangen Verhandlungen hatten sich die fünf UN-Vetomächte Russland, USA, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland mit der Regierung in Teheran auf eine Beschränkung des Atomprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen den Iran schrittweise aufgehoben werden.
Der iranische Botschafter in Moskau gab zudem bekannt, dass Russland mit der Auslieferung eines S-300-Raketenabwehrsystems begonnen habe.
Schichtwechsel
Über den Autor
Es ist ein Kommen und Gehen. Kollege Max Borowski hat trotz des Sauwetters die Redaktion verlassen, aber es hilft alles nichts: Der Schichtwechsel ist gnadenlos. Hier begleitet Sie nun Fabian Maysenhölder durch den übrigen Tag.
Mutter gesteht Tötung von Neugeborenem
Ein Jahr nach dem Fund zweier toter Babys in Thüringen hat die Mutter eingeräumt, einen Säugling erstickt zu haben.
Unter Tränen schilderte die 37-Jährige vor dem Landgericht Meiningen, wie sie ihr Kind Ende April 2011 in der Dusche geboren hat. Der Brustkorb des kleinen Jungen sei "komisch aufgewölbt" gewesen und er habe geschrien. Daraufhin habe sie ein Kissen genommen, es auf den Säugling gelegt und die Hand daraufgelegt. "Wie fest ich gedrückt habe, weiß ich nicht mehr", sagte die Frau.
Die sterblichen Überreste waren vor einem Jahr auf dem Dachboden ihres Wohnhauses in Benshausen gefunden worden. Dort entdeckte die Polizei auch die Knochen eines weiteren Jungen. Die 37-Jährige beteuerte, dass es sich dabei um eine Totgeburt gehandelt habe. Ob das zweite Kind tatsächlich tot geboren wurde, konnte laut Gericht nicht mehr festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter Totschlag in einem Fall vor. Sie hat noch eine 13 Jahre alte Tochter.
Hubble-Teleskop fotografiert Smiley im All
Endlich einmal ein Sternzeichen, das auch ein Laie einfach erkennen kann! Mit bloßem Auge ist dieses Smiley aus den Galaxien SDSSCGB 8842.3 und SDSSCGB 8842.4 sowie einem "Einsteinring" - das ist das verzerrte Licht einer weiter im Hintergrund befindlichen Galaxie - drumherum allerdings am Himmel nicht zu sehen. Die undatierte Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble.
EZB klagt über ausgebliebenen Kulturwandel bei Banken
Der als Konsequenz aus der Finanzkrise geforderte Kulturwandel in der Bankenbranche lässt nach Ansicht der EZB-Aufsicht auch Jahre später noch auf sich warten.
"Wir haben die Krise 2007/2008 zwar hinter uns gelassen, sind aber weit weg von dem Punkt, wo wir im Hinblick auf die Risiko-Kultur sein sollten", sagte die oberste EZB-Bankenaufseherin, Daniele Nouy. "Neue Belege für das Fehlverhalten von Kreditinstituten kommen jeden Tag zum Vorschein."
Daher sei für die Aufsicht die Rolle von Ethik und Geschäftskultur im Risikomanagement von Banken weiter wichtig. Die EZB-Bankenaufsicht überprüft laut Nouy derzeit den Umgang mit Risken bei den Instituten. Unternehmensführung, Werte und Kultur seien ein Kernbereich des Überprüfungsprozesses, des sogenannten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP), dem sich Banken jährlich unterziehen müssen.
Prinz Charles: Klimawandel schuld an Syrienkonflikt
Während die Welt im Schock darüber debattiert, wie der islamistische Terror des IS zu bekämpfen ist, präsentiert der britische Thronfolger seine eigene Theorie zu den Ursachen des syrischen Bürgerkriegs, der den IS groß gemacht hat. Im Zentrum dieser Entwicklung steht der Klimawandel.
"Tatsächlich gibt es viele Hinweise, dass einer der Hauptgründe für diesen Horror in Syrien eine Trockenheit war, die etwa fünf oder sechs Jahres dauerte, was bedeutete, dass viele Menschen am Ende ihr Land verlassen mussten", sagte Prinz Charles dem Fernsehsender Sky News.
Die Debatte bei vielen Problemen in der Welt drehe sich zu viel um kurzfristige Lösungen und nicht um die dahintersteckenden Probleme, vor allem den Klimawandel, beklagte der Prinz.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Gigi Hadid hat die Haare ab
Pro Asyl kritisiert Zentralrat der Juden
Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl hat Forderungen aus dem Zentralrat der Juden nach Obergrenzen für Flüchtlinge kritisiert. "Es ist befremdlich, wenn die CSU und der Zentralrat der Juden de facto fordern, die Europäische Menschenrechtskonvention außer Kraft zu setzen", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt.
Sowohl die Genfer Flüchtlingskonvention als auch die Europäische Menschenrechtskonvention garantierten Schutz vor Zurückweisung an der Grenze in jedem Einzelfall, argumentierte Burkhardt. Wenn Flüchtlinge per Boot an Europas Küsten anlandeten, könne niemand sagen: "Jetzt drehen wir das Boot um und schicken es zurück."
Zentralratspräsident Josef Schuster hatte zuvor in einem Interview mit der "Welt" gesagt: "Über kurz oder lang werden wir um Obergrenzen nicht herumkommen." Schuster plädierte für kontrollierte Zugänge in die Bundesrepublik.
Deutsche betrachten Kleidung als Wegwerfartikel
Bekleidung ist einer Umfrage im Auftrag von Greenpeace zufolge zum Wegwerfartikel geworden.
Von den 5,2 Milliarden Kleidungsstücken in deutschen Schränken würden 40 Prozent sehr selten oder nie getragen, teilte die Umweltschutzorganisation mit. Mode sei zum Wegwerfartikel wie Einweggeschirr verkommen, kritisierte Greenpeace-Expertin Kirsten Brodde.
Demnach besitzen Frauen im Durchschnitt 118 Kleidungsstücke (ohne Strümpfe und Unterwäsche), Männer 73 Teile.
Zum Bild der Wegwerfmentalität passt, dass die Hälfte der Befragten noch nie Kleidung zum Schneider gebracht hat. Mehr als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen war noch nie beim Schuster. Fast die Hälfte der Befragten hat demnach in den letzten sechs Monaten Kleidung weggeworfen. "Das geht zulasten der Umwelt und der Gesundheit, denn die Kleidung wird mit Hunderten giftiger Chemikalien produziert", sagte Brodde.
Kissinger würdigt seinen Freund Schmidt
Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger hat den gestorbenen ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt als einen besonderen Freund gewürdigt.
Er habe ihn 60 Jahre gekannt und geschätzt, sagte Kissinger beim Staatsakt für Schmidt in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis. Helmut Schmidt habe Mut und Visionen nie für sich reklamiert aber verkörpert.
Schmidt sei gebildeter als die meisten Politiker der Nachkriegszeit gewesen, sagte Kissinger. Der aus Fürth stammende Kissinger hielt seine Rede auf Deutsch.
Verfolgen Sie den Staatsakt für Helmut Schmidt im n-tv Live-Stream!
Rekord: Mehr als 180.000 Flüchtlinge im November
Der Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Deutschland wird im November einen neuen Höchststand erreichen.
Wie aus den Zahlen der Bundespolizei hervorgeht, wurden seit Monatsbeginn knapp 180.000 illegale Einreisen registriert.
Allein am Wochenende waren es einem Sprecher zufolge 14.482. Am Sonntag wurden 7362 Flüchtlinge gezählt, davon 6128 in Bayern. Am Samstag waren es bundesweit 7120, 5913 kamen über die deutsch-österreichische Grenze. Der bisherige Monats-Rekord wurde im Oktober mit 181.000 registrierten neuen Migranten erreicht.
Die Prognose des Bundes für das Gesamtjahr von 800.000 Flüchtlingen ist damit deutlich überschritten. Bis Ende Oktober hatten die Bundesländer 758.500 Flüchtlinge registriert. Die Zahlen der Bundespolizei beruhen auf Kontrollen im Grenzgebiet. Durch sie werden längst nicht alle Migranten erfasst.
Blatter: War kurz davor zu sterben
Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat zu Beginn des Monats aufgrund gesundheitlicher Probleme um sein Leben gefürchtet. "Ich war kurz davor, zu sterben. Ich war zwischen den Engeln, die gesungen haben, und dem Teufel, der das Feuer angezündet hat. Aber es waren die Engel, die gesungen haben", sagte er in einem Interview des Schweizer Radio- und TV-Senders RTS.
Blatter war zu Beginn des Monats in ein Krankenhaus eingeliefert worden. "Der Druck war enorm", berichtete er, "an einem bestimmten Punkt sagt der Körper: nein, genug ist genug."
Gegen Blatter läuft seit 24. September in der Schweiz ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Untreue und ungetreuen Geschäftsbesorgung. Am 8. Oktober wurden er und Platini von der FIFA-Ethikkommission für 90 Tage gesperrt, ihre Einsprüche wurden abgewiesen.
Zwölf-Stämme-Lehrer wegen Prügeln verurteilt
Wegen Rutenschlägen auf einen Schüler ist ein ehemaliger Lehrer der Sekte "Zwölf Stämme" zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Das Amtsgericht Nördlingen in Bayern ordnete am Montag zudem an, dass der 54-Jährige eine Geldstrafe von 2000 Euro zu zahlen hat. Die Staatsanwaltschaft hatte eine neunmonatige Bewährungsstrafe verlangt, die Verteidiger des Mannes hingegen Freispruch. Der 54-Jährige hatte die Vorwürfe als aus der Luft gegriffen bezeichnet.
Laut Anklage hatte der Lehrer vor etwa neun Jahren einen damals etwa 14 Jahre alten Schüler mit einer langen Rute ein halbes Dutzend Mal auf den Hintern geschlagen. Der Schüler, heute 23 Jahre alt, hat die Prügelattacke in dem Prozess als Zeuge bestätigt.
Im September 2013 hatte die Polizei wegen solcher Gewaltvorwürfe rund 40 Kinder aus den Gemeinschaften der Sekte im schwäbischen Klosterzimmern bei Deiningen und im mittelfränkischen Wörnitz geholt. In der Folge kam es bei den Familiengerichten zu zahlreichen Sorgerechtsverfahren, die teils bis heute nicht abgeschlossen sind.
Festnahmen in Indien wegen Kuh-Kunstwerk
Am Ende gestand die Polizei ein, dass ihr Eingreifen unverhältnismäßig gewesen sei und entschuldigte sich. Der Regierungschef des indischen Bundesstaates Rajasthan feuerte den Polizeichef der Stadt Jaipur umgehend. Was war passiert?
Beim Kunstfestival Jaipur Art Summit hatten Künstler unter anderem eine Installation mit einer überlebensgroßen aufblasbaren Kuh gezeigt, die an einem Heliumluftballon hing. Darüber beschwerten sich fromme Hindus bei der Polizei, die rigoros einschritt. Zwei Künstler wurden festgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten, die Installation abgebaut.
Doch auf die Kritik von Hindu-Aktivisten am Umgang mit der von ihnen als heilig angesehenen Kuh folgte eine Welle der Empörung über den Eingriff in die Kunstfreiheit. Kritiker bemängeln seit einiger Zeit ein Klima der zunehmenden religiösen Intoleranz in Indien.
Sonntagsfahrverbot stoppt Kaffeedieb
Der Diebstahl von 23 Tonnen Kaffee- und Kakaopulver ist am Sonntagsfahrverbot gescheitert.
Wie die Polizei mitteilte, war in einem Gewerbegebiet in Langenhagen bei Hannover am Sonntagabend ein geparkter Lastwagen-Anhänger mit Kakao- und Kaffeepulver gestohlen worden.
Jedoch flog das Ganze schon wenige Kilometer weiter auf der Autobahn 2 Richtung Berlin bei einer Kontrolle wegen des Sonntagsfahrverbots auf. Der Fahrer hatte die notwendigen Papiere nicht dabei, so dass die Polizei misstrauisch wurde. Der 51-Jährige wurde schließlich festgenommen.
Reservistenverband für Bundeswehreinsatz in Mali
Der l Vorsitzende des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Roderich Kiesewetter (CDU), befürwortet einen Einsatz deutscher Soldaten gegen islamistische Terroristen in Mali.
Deutschland sollte in Abstimmung mit seinen Partnern nicht zulassen, dass Terroristen in dem westafrikanischen Krisenland Fuß fassen, sagte Kiesewetter im Deutschlandfunk. "Ich denke, dass Deutschland einen Beitrag zur weiteren Entlastung Frankreichs, aber nicht nur deshalb, sondern auch aus eigenem Interesse leisten muss."
Kiesewetter ist auch Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags. 200 deutsche Soldaten sind bereits im Norden Malis stationiert, als Ausbilder der dortigen Streitkräfte. Die Bundesregierung zeigte sich am Wochenende bereit, die französischen Streitkräfte stärker als bislang in Mali zu unterstützen. In Berlin wird erwogen, den Bundeswehr-Einsatz auf den unruhigen Norden auszuweiten.
Schwedens König will Badewannen verbieten
Schwedens König Carl XVI. Gustaf würde der Umwelt zuliebe am liebsten alle Badewannen verbieten lassen - und hat mit dieser Idee auch Spott bei seinen Landsleuten ausgelöst.
"Verbietet dem König zu reisen!", kommentierte ein Nutzer bei Twitter ein Interview, das der 69-Jährige der Zeitung "Svenska Dagbladet" am Wochenende gegeben hatte. Darin hatte er zum Umweltschutz durchs Duschen aufgerufen. Sein Kommentar sei natürlich "leicht scherzhaft" gemeint, fügte der König hinzu. "Aber es liegt ein Funken Wahrheit darin. Die kleinen Details haben einen enormen Effekt."
Kurz vor dem Interview hatte der König sein Bad an einem Ort nehmen müssen, an dem es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne gegeben habe, erzählte er der Zeitung. "Das hat so viel Wasser und Energie verbraucht. Es ist mir so klar geworden, dass es nicht klug ist, dass ich das hier machen muss. Ich habe mich richtig geschämt."
VW spart am Sponsoring
Amazon-Mitarbeiter streiken
Beschäftigte des Online-Händlers Amazon sind am Standort Koblenz erneut in den Streik getreten.
Rund 150 Mitarbeiter Arbeiter hätten mit Beginn der Nachtschicht um 00.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, sagte der Projektleiter der Gewerkschaft Verdi, Marko Bärschneider. Verdi fordert von Amazon, die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anzuerkennen. Der US-Konzern weigert sich bisher, Tarifverhandlungen aufzunehmen.
Zuletzt hatten die Beschäftigten in Koblenz im September gestreikt. Diesmal soll der Ausstand bis Donnerstag fortgesetzt werden.
Amazon nahm zu dem Streik zunächst keine Stellung.
Die Kollegin Diana Dittmer hat sich die Arbeitsbedingungen bei Amazon für eine Reportage angesehen.
Tüv durfte VW-Software nicht untersuchen
In der VW-Affäre hat der Tüv Nord Vorwürfe gegen die Politik erhoben. Diese habe den Prüfern auf Drängen der Automobilindustrie untersagt, die Motorsoftware zu untersuchen, sagte Tüv-Nord-Chef Guido Rettig der "Welt".
"Wir haben jahrelang darauf hingewiesen, dass die Motorsoftware Teil unseres Prüfauftrags werden muss. Ohne Erfolg", so Rettig. Die Autoindustrie habe auf den Schutz von Betriebsgeheimnissen verwiesen. Die zuständigen Bundesministerien hätten im Sinne der Autokonzerne entschieden.
"Wir haben leider gesetzlich keinerlei Möglichkeit, Einblicke in die Motorsteuerung und die dort verbaute Software der Fahrzeuge zu nehmen", sagte Rettig. "Aus diesem Grund hatten unsere Sachverständigen keine Chance, die Manipulationen bei Stickoxiden von Dieselfahrzeugen zu erkennen." Ein Fehlverhalten des Tüv liege nicht vor.
Für die Zukunft empfahl Rettig, dass die Typenzulassungen nicht mehr von den Herstellern beauftragt werden, sondern vom Kraftfahrtbundesamt. "Dann hätten sich alle Spekulationen über eine angeblich zu große Nähe zwischen Prüfern und Fahrzeugherstellern erledigt."
Schlagzeilen am Morgen
Welthandel schwächelt im Oktober
Viertletztes Nördliches Breitmaulnashorn gestorben
Im Zoo von San Dieo ist ein extrem seltenes Nashorn gestorben. Das Nördliche Breitmaulnashorn "Nola" gehörte zu den letzten lebenden Tieren seiner Art, wie der Zoo von San Diego am Sonntag nach Angaben des Sender Fox5 San Diego mitteilte. Nun gebe es auf der ganzen Welt nur noch drei Exemplare, hieß es weiter.
Die genaue Todesursache wurde nicht erwähnt. Vor Monaten hatten Tierärzte Nola wegen eines Hüftleidens operiert. Der Zoo von San Diego in Kalifornien arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Ol-Pejeta Tierreservat in Kenia zusammen, um weiße Breitmaul-Nashörner nicht aussterben zu lassen.
Erst im Juli war in einem Zoo in Tschechien ein Nördliches Breitmaulnashorn gestorben. Das Nördliche Breitmaulnashorn gilt als seltenstes Großsäugetier der Welt und als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es war ursprünglich in einem Gebiet vom Kongo über Uganda und den Sudan bis hinein in den Tschad verbreitet.
Italien muss vier Banken mit Milliarden retten
Die italienische Regierung greift tief in die Tasche, um vier gebeutelte Regionalbanken zu retten. Insgesamt nimmt die Politik zu diesem Zweck rund 3,6 Milliarden Euro in die Hände und wendet extra neue europäische Regeln zur Abwicklung maroder Kreditgeber an. Laut den Plänen von Premierminister Matteo Renzi sollen vier normale Geldhäuser und eine Bad Bank entstehen. Die betroffenen Kreditinstitute sind Cassa di risparmio di Ferrara, Banca delle Marche, Banca populare dell'Etruria und Cassa di risparmio delle Provincia di Chieti.
Auf die vier überlebensfähigen Banken werden die nicht-notleidenden Aktiva der verschiedenen Banken transferiert. Die restlichen - faulen - Kredite landen bei der Bad Bank.
Tribute von Panem enttäuschen an Kinokasse
Der letzte Teil der Erfolgsfilmreihe "Die Tribute von Panem" "Mockingjay - Teil 2" spielte in den Kinos in den USA und Kanada am Wochenende zwar rund 101 Millionen Dollar (etwa 95 Millionen Euro) ein. Das waren aber rund 20 Millionen weniger als beim Vorgängerfilm "Mockingjay - Teil 1" vor einem Jahr, wie der "Hollywood Reporter" berichtet.
In Deutschland ist der Science-Fiction-Film mit Jennifer Lawrence, der vierte und letzte der Reihe, seit der vergangenen Woche zu sehen."
Explosion in Japans Yasukuni-Schrein
Im Yasukuni-Schrein in Japan hat es am Morgen eine Explosion gegeben. In ersten Berichten war von einer Bombe die Rede, dann hieß es, die Ursache sei unklar. Verletzte gab es offenbar nicht. Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Laut Reuters ereignete sich die Explosion im Toilettenbereich.
Der Schrein ist umstritten, da dort neben vieler anderer Toter auch japanischer Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg gedacht wird. Besuche japanischer Politiker im Schrein sorgen international immer wieder für Empörung.
Erster Schnee und kaum Chaos auf den Straßen
Wollen wir hoffen, dass das so bleibt - auch im nun beginnenden Berufsverkehr: Trotz des ersten Schnees und teilweise glatten und nassen Straßen hat es in der Nacht auf Montag nach Polizeiangaben nur einen folgenschweren Unfall gegeben.
In Baden-Württemberg verlor eine 28-jährige Fahrerin bei Dunningen auf eisglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen und prallte gegen einen Baum. Dabei verunglückte ihre Großmutter tödlich, Mutter und Schwester erlitten schwere Verletzungen.
Ansonsten blieb es in der Nacht bei wenigen leichten Unfällen. Auf der Bundesstraße 29 bei Stuttgart gerieten sieben Autos ins Rutschen. Die Fahrzeuge stellten sich zum Teil quer oder streiften die Leitplanken. Dabei wurden aber nur zwei Menschen leicht verletzt.
Auf der Autobahn 9 (Berlin - Leipzig) in Sachsen-Anhalt bei Dessau-Roßlau sorgten im Laufe des Sonntags mehrere Glätteunfälle für stundenlange Staus.
16 Verletzte bei Schießerei auf Spielplatz
Bei einer Schießerei auf einem Spielplatz in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana sind am 16 Menschen verletzt worden.
Während eines nicht angemeldeten Straßenfestes an einem Spielplatz seien zwei Gruppen plötzlich mit Schusswaffen aufeinander losgegangen, berichtete der Sender WDSU unter Berufung auf Polizeiangaben. Beide Gruppen flüchteten zu Fuß. Zehn Menschen wurden in Krankenwagen in Kliniken gebracht, weitere sechs in Privatwagen.
In der Gegend soll zeitgleich ein Video einer Parade gedreht worden sein. Zu den Schüssen kam es im Bezirk Lower Ninth Ward, der beim Hurrikan "Katrina" 2005 stark beschädigt wurde.
Das wird heute wichtig
Liebe Leser,
Der Kampf gegen den IS-Terror wird uns auch heute wieder beschäftigen. Doch gibt es auch noch einmal Anlass, innezuhalten und auf das Leben einer der prägenden Persönlichkeiten der Bundesrepublik zurückzuschauen:
Mit einem Staatsakt wird heute im Hamburger Michel des vor knapp zwei Wochen verstorbenen Altbundeskanzlers Schmidt gedacht.
Die Finanzminister der Eurozone befassen sich heute mit den Haushaltsplänen der Mitgliedstaaten der Währungsunion. Mehrere Länder werden nach der Herbstprognose der EU-Kommission auch in den kommenden Jahren die Vorgaben des Stabilitätspakts beim Budgetdefizit und der Gesamtverschuldung nicht einhalten. Einige Regierungen fordern Ausnahmen wegen der Flüchtlingskrise, Frankreich wünscht eine Sonderbehandlung wegen der jüngsten Terroranschläge.
Die Minister beraten außerdem über den Euro-Rettungsschirm ESM, der zwei Milliarden Euro Hilfsgelder an Griechenland freigeben soll. Zudem kann der ESM bis zu zehn Milliarden Euro Finanzspritzen an griechische Banken geben. Dafür gab es am Wochenende eine Grundsatzentscheidung der 19 Eurostaaten.
Der russische Präsident Putin wird heute zu Gesprächen mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ayatollah Chamenei, in Teheran erwartet. Bei dem ersten Besuch Putins in Teheran seit dem Jahr 2007 soll es nach Angaben des Kreml insbesondere um den Kampf gegen den IS gehen.
Vor dem Landgerichts Augsburg beginnt heute der Prozess gegen einen Kinderarzt wegen einer Vielzahl von sexuellen Vergehen an insgesamt 13 Jungen. Dem 40 Jahre alten Mediziner wird unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Kinderpornografie vorgeworfen.
Durch die erste Hälfte des "Tags" bei n-tv.de begleitet Sie heute Max Borowski.
Das Wetter mit Björn Alexander
Auch in dieser Woche geht es erst einmal frühwinterlich weiter. Und das heißt: Gerade der Start in den Tag bringt Frost und Glätte durch gefrierende Nässe, Reif oder Schnee. Tagsüber bleibt es entlang der Mitte sowie im Osten wechselhaft mit weiteren Schnee- oder Schneeregenschauern. Ansonsten ist es überwiegend trocken und zeitweise sonnig. Die Temperaturen erreichen zwischen minus 1 und plus 6 Grad. Dauerfrost herrscht in den Lagen oberhalb von etwa 500 Metern.
Schlagzeilen aus der Nacht